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Messer einfach schleifen, Katocut oder Horl mit Belgischen Brocken

ollli

Grillkönig
10+ Jahre im GSV
Hallo,

mir reicht es, ich brauche etwas um meine zwei Damastmesser (Carbon und Chromstahl) und meine 2 Dreizackmesser einfach UND niederschwellig zu schleifen. Ich will keine Wissenschaft daraus machen, auch nicht stundenlange üben, damit ich einen Winkel einhalten kann. Auch sollte, wenn mal das Messer geschliffen ist, schnell (ohne große Baustelle) nachgeschärft werden können. Einen Rubinwetzstab habe ich schon. Da man Messer wie Schleifer ein Leben lang hat, ist so eine Investition auch auf diese Zeit abzuschreiben und somit auch etwas wert. Mir kommt es also nicht auf den letzten Euro an. Nun lese ich Unterschiedliches über den Horl 2 pro, oft mit den bel. Brocken, durch die er Horl erst brauchbar werden soll. Zufällig bin ich auch auf den Katocut gestoßen. Den gibt es als Homeversion mit fix eingestellten Winkel. Nun frage ich mich und euch, was da für mich und mein Anwenderprofil besser ist.

Ich brauche nicht die Nerdschärfe, aber drücken und sägen mag ich gar nicht.

Danke euch
OLI
 
Fragen:
1. Die Scheibe ist eine 600er. Beim Horl gehts rauf, vor allem mit den Belgischen Brocken auf über 6000. Werden die Messer dann nicht schärfer mit dem Horl als dem Tormek?
2. Bei der Abziehscheibe ist keine Winkelvorrichtung. Die Gefahr, dass man sich die schön geschliffene Phase wieder vermurkst besteht da nicht? Ist die Abziehscheibe aus Gummi und weich?

Danke
 
was da für mich und mein Anwenderprofil besser ist.
Bei Deinen ersten Zeilen dachte ich: Horl. Dann aber Deine Auswahl Nowi deutet für mich eher in die Richtung excelenter Schliff. Dein Anfrage ist für mich nicht eindeutig.

Also der Katocut macht Dich mMn bei längerem Gebrauch automatisch zum Nerd. Da Du eine längere Nutzung planst, würde ich nicht das Home Model mit nur drei Winkeln nehmen. Fleisch parieren, Fleisch mit möglichem Knochenkontakt, Paprika und Zwiebeln schneiden kann ein breites Feld an Messern und Winkeln darstellen.
Wenn Du die "Magie" von 10° zum Gemüseschneiden erleben willst, kaufe ein Culilux Kobe Messer für ca. 50€.

Der Nowi scheint mir keine Vorrichtung zu sein, die man schnell aus dem Keller holt, aufstellt und kurz mal ein Messer schärft. Der schnelle Touchup ist auf der T1 Abziehscheibe sicherlich schneller möglich.
Eine gute Ausleuchtung am Arbeitsplatz wird nötig sein.

Nowi-Nutzer berichten, die Druckkontrolle verbessert die Schleifergebnisse.

Der Horl ist ein Groschengrab, wobei Du schon preislich hoch einsteigen willst. Und wie bei der Tormek T1 bearbeitest Du alle Deine Messer mit einer Diamantscheibe. Was auch immer Carbon für Dich bedeutet, könnten da normale Schleifmittel besser geeignet sein.

Der Schleifsteinhalter sieht gut aus und erlaubt eine Vielzahl Schleifsteine. Steine müssen gereinigt, getrocknet und geglättet werden. Klingt wieder nerdig.

Östereich hat kräftige Portokosten nach D. Auf Dauer würde ich Steine in D kaufen. Dictum hat eine große Auswahl. Und den Katocut Nowi.
drücken und sägen mag ich gar nicht
Dann muss sorgfältig gearbeitet werden. Ein Lederriemen oder Lederpaddel verfeinert Deine Arbeit am Ende spürbar.
 
Was auch immer Carbon
Ich habe ein rostendes Damastmesser aus Japan, von einem Schmied selber in Japan letztes Jahr im Urlaub gekauft. Ich habe die Esse, die Werkstatt etc. gesehen. Ist echtes Handwerk gewesen. Das Messer ist traumhaft schön, ich verwende es für alles, Brotschneiden bis Eierschneiden, da es einfach so gut in der Hand liegt. Die Schärfe hielt sehr lange, aber eben nicht lange. Das Abziehen mit dem Rubinstab bringt etwas, aber nicht viel und nicht nachhaltig. Deshalb brauche ich da was besseres.
Östereich hat kräftige Portokosten nach D.
Ich bin aus A.
Ein Lederriemen oder Lederpaddel verfeinert Deine Arbeit am Ende spürbar.
Würdest du da was von Schmiedeglut empfehlen?
Meinst du das da?

Dann ist der Katocut nichts für mich, da zu nerdig, da man lange einrichten muss, aufbauen, das Ding nicht mal so in der Küche stehen hat.

Groschengrab beim Horl. Kannst du das mir etwas beschreiben, was damit gemeint ist genau? Den Horl hatte ich aus drei Gründen im Visier:
1. Winkel ist immer gegeben, also für Dummies wie mich und Nichtübenwoller.
2. Man liest immer wieder, dass der super funktioniert, vor allem der Horl 2 pro mit Getriebe.
3. Die Belgischen Brocken seien, so liest man, der Hammer dazu.

Den Tomek hatte ich nicht am Schirm. Das scheint eine simple Lösung zu sein, ohne die Messer zu zerstören. Was mich etwas wundert ist eben, dass dort eine Scheibe reicht. Überall arbeitet man sonst von grob nach fein, nur beim Tomek nicht.
 
Also ich hab beides Nowi Home und Tormek T1.

Klar mit dem Nowi kannst du dich bis zur Ekstase schleifen ;) , allerdings seit die kleine Tormek Maschine da ist,
mache ich viel mit der Tormek.

Nur meine wirklich guten (teuren) Messer schleife ich noch händisch.

Tormek T1 ist für mich DAS Küchenmesserschleifgerät.
 
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Auf keinen Fall! Drei verschiedene Schleifpasten machen nur Sinn, wenn die sauber getrennt sind. Kommt die grobe Paste als Schmierinfektion auf die extrafeine, ist der Sinn für mich nicht mehr gegeben. Der Stab müsste IMMER in gleicher Ausrichtung in einen Pappkarton zurück gelegt werden. Ich habe einfach ein Holz genommen, einen Hängeriemen draufgelegt, abgezeichnet und dann die Form ausgesägt. Pattex drauf und dann den Riemen draufgeklebt.
Groschengrab beim Horl.
Du kaufst den Horl 2. Einhorlen dauert ewig. Also die grobe Scheibe dazu. Die so geschliffene Schneide begeistert nur die ersten paar Tage. Also die beiden Keramikscheiben dazu. Für Solinger Standart geht das dann schon. Aber Messer mit mehr HRC schreien dann nach Belgischen Brocken oder Kagami. Und dann merkt man, dass man den Pro braucht. Bei 2 Horls wird zumindest das Umspannen weniger.
Die Schleifscheiben setzen sich schnell zu. Für die Diamantscheiben wird also ein Ultraschallbad nötig.
All diese Ausgaben ändern aber nichts an den Problemen vom System HORL. Umfang ist Durchmesser mal 3. Eine Umdrehung sind also ca 18cm Strecke. Küchenmesser mit bis zu 18 cm Schneidenlänge werden mit einer Umdrehung geschliffen (gekratzt). Messer mit Handschutz können nicht komplett geschliffen werden. Der Magnethalter zerkratzt die Klinge.
Viele MEsser (Chefkochmesser) ziehen zu Spitze hin die Schneide zum Klingenrücken hoch. Damit ändert sich der Winkel der Fase. Der Horl rödelt da stur durch und Du kannst Messerspitzen bekommen, bei denen die Schneide zur Spitze hin immer breiter wird.
Man soll ja ohne seitlichen Druck arbeiten, aber bei längeren Messern werden dann doch mal die Haltekräfte der Lehre überschritten. Weitere Probleme vom Horl wirst Du mit Deiner Suchmaschine finden.
 
Auch bei der T1. Du mußt die Abziehscheibe ernst nehmen.
Das weiß ich schon. Aber es gibt für den Tomek nur die grobe 600er Scheibe. Die 1200er gibt es nur für den T2 und selbst das ist noch grob.
 
Zum Thema Tormek 1 ließ mal HIER nach.
 
@Olli: Ich bin einer von denen, die von der Horl Endgame-Ausstattung zum Bosskiller T1 gewechselt haben. Ursprünglich komme ich von Banksteiben mit Körnungen von 1000–6000. War jedesmal eine schlammige und zeitraubende Sauerei in der Küche…

Dann kam der Horl V1: 139.- damals. Und etwas später dann noch die blaue 3000er und die weiße 6000er Scheibe. Machte nochmals 78.-. Und weil es so schön war, kam dann der Horl zwo ins Haus, kurz danach noch die Kagami-Scheibe für 79.- dazu…
Insgesamt habe ich der symphatischen Familie einen hübschen Umsatz beschert…

Da dachte ich dann: jetzt ist aber gut!
Dann habe ich den Fehler gemacht, mal ein von mir auf Horl-Maximalschärfe getrimmtes Messer zu @Pietje zu schicken, um zu schauen, was er so mit seiner Tormek an Schärfe herausholen kann.
Das Ergebnis war brachial scharf, die Freude an der Nerdschärfe hielt allerdings nicht wirklich lange beim 23er/1922 von Herder an.

Jedenfalls wurde mir klar, dass der Horl für den Heimgebrauch nicht das Ende der Fahnenstange ist. Seit März hole ich bei Bedarf jedenfalls den T1 aus dem Schrank und ich bin wirklich happy damit: Kein großes Einrichten, keine Sauerei, Messer aller Art werden jetzt rasant schnell auf hervorragende Gebrauchsschärfe gebracht. Ab und zu mal mit der Kompositscheibe auffrischen und ansonsten mit den Dickoronen (Polish-Super-Mikro) wetzen – that‘s it!
Endnerdige Schärfe ist es mit dem T1 nicht, aber dafür wären mir sowohl Aufwand als auch die Schleifintervalle zu hoch.
Einziger Nachteil des T1: Ausdünnen und Beheben von Ausbrüchen geht damit nicht.
 
Ich habe mir ein paar Videos zum Tormek t1 angesehen und die simple Bedienung ist schon bezeichnend und überzeugend. Das Gummirad etwas angefeuchtet holt aus der Klinge extrem viel raus. So sah ich das unter anderem hier.

Ich glaube, ich kauf mir so ein Tormek und zum schnell mal abziehen ein Dickgerät. Was meint ihr dazu?
 
@Olli: Zum Aufrichten der Schneidfasen japanischer, dünn ausgeschliffener Messer wären weder der Rapid Action noch der Hyper Drill meine erste Wahl.

Wenn hochgehärtete Messer ab HRC 62/62 mit solch einem Durchziehschleifer scharf gehalten werden sollen, dann solltest du sicherstellen, dass dein Schärfer härter ist als das Messer. Die Dick-Durchzieher sind super für Solinger Standardware mit einem Härtegrad bis HRC 60.

Darüber hinaus gibt es nur noch die Dickorone mit einer Oberflächenhärtung von HRC 65! Alternative: Keramik/Sinterrubin-Wetzstäbe, die jedoch abrasiver sind.

Ein mit Diamantstaub beschichteter Streichriemen wäre zum Scharfhalten harter Messer meine erste Wahl. Reicht das nicht mehr aus, dann gibt es ein Touch Up mit der Kompositscheibe und eher selten dann mal wieder einen richtigen Schliff mit der Diamantscheibe des Tormek. Alle zehn Jahre geht es dann zum Ausdünnen zum Profi…
 
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