Moin Manchas
Du kannst normale Blattgelantine nehmen, einfach nach Anleitung benutzen. Außerdem kannst du auch alternativ mit Schwarten arbeiten.
Wenn du sehr festen Aspik herstellen möchtest, nimmst du 40% Schwarte und 60% kaltes Wasser, beides in einen Topf geben und bei ca. 85°C 5 - 6 Std. ziehen lassen. Ich setze das Ganze im Einkochtopf an, Zeitschaltuhr wird bei Erreichen von 85°C auf 5,5 Std. gestellt und dann gehe ich ins Bett. Am nächste Morgen mache ich eine Gellierprobe, etwas von der Flüssigkeit auf einen flachen Teller füllen und ab in den Kühlie. Nach einer Std. nachschauen, ob das Aspik fest genug ist. Falls nicht, das Ganze bei 90°C reduzieren , bis gewollte Festigkeit erreicht ist. Sollte das Aspik zu steif sein, einfach mit Wasser auf gewünschte Konsistenz verdünnen. Anschließend die Brühe durch ein Haarsieb gießen. Will man klares Aspik haben, das Ganze mit Eiweiß klären. Sehr gut gellieren auch Schweineohren, Spitzbeine und Schwänze, gibt es bei uns in der Metro für schmales Geld und nach dem Kochen pule ich die Knochen ab und bereite daraus eine leckere Pottsülze. Noch besser sollen Kalbsköpfe und Füße gelieren, habe ich aber noch nicht probiert, da die hier nicht so einfach zu bekommen sind.
Mit den Bloomzahlen bei Fertigaspik stehe ich auch immer auf Kriegsfuß, deshalb mache ich immer die Gelierprobe. Wenn ich Aspik über habe, friere ich es ein, bis ich wieder etwas brauche. Solltest du Produkte mit Aspik einkochen wollen, bitte nicht über 85°C kochen, da das Aspik sonst seine Bindekraft verliert und die z.B. Sülze bei Zimmertemperatur flüssig wird. Bloß drauf achten, das Konserven bei 85°C nicht so lange halten, Aber ich bemesse die Mengen eh immer so, das sie nach 3 - 4 Monaten verbraucht sind und so lange halten die 85°C Konserven auch dicke.
Viel Spaß beim Ausprobieren und liebe Grüße.
Andreas