Heute waren Loin Ribs dran.
Wahrscheinlich werde ich gesteinigt, aber ich teile dennoch mal die Erfahrung. Nachdem ich sie schon einmal gemacht hatte nach 3 - 2 - 1, was mir im Ergebnis aber etwas zu weich, daddelig und klebrig war, wollte ich diesmal eine richtig krosse Kruste und etwas mehr Biss.
Also puristisch und einfach: Ribs gestern vorbereitet. Silberhaut entfernt, hauchdünn mit Senf bestrichen und Rub drauf. Über Nacht lagen sie dann im Kühlschrank bei 4 Grad.
Woody heute bestückt mit Ahorn-Hickory-Kirsche, und auf 105 Grad eingestellt. Nicht besprüht, kein Wasserschälchen drin, nicht nachgeschaut - einfach laufen lassen. Die eine Ladung Pellets hat erstaunliche 2 Stunden 45 Minuten Rauch erzeugt. Habe dann gar nicht mehr nachgeladen.
Mit Ketchup, Honig, Apfelessig und etwas BBQ-Rub habe ich schnell eine simple Soße einköcheln lasseln.
Nach 4,5h habe ich die Rippen runtergeholt. Eine der 4 Ribs hatte deutlich weniger Fleischauflage als die anderen 3. Die war am Ende etwas trocken.
Der Rest: Megakruste, innen saftig, angenehme Rauchnote. Das Fleisch ist nicht zerfallen, hat sich aber vollkommen rückstandslos vom Knochen gelöst beim Abnagen bzw. mit den Fingern abziehen lassen.
Wenn ich mir etwas hätten wünschen dürfen, wären auch die Stellen an den Rändern, wo das Fleisch dünner aufsitzt, noch etwas saftiger gewesen. Und eben die eine der Ribs, die von vornherein etwas dünner schien.
Geschmäcker sind unterschiedlich und wahrscheinlich ist es für die Meisten ein No-Go, aber für mich steht die Variante der 3 - 2 - 1 in nichts nach. Weder geschmacklich, noch vom Essvergnügen her.