bin da beim Suchen noch auf ne interessante Seite gestossen.
Kerntemperatur, Fleisch
Da ist einiges an Info drinnen
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in diesem Zusammenhang, hat schon jemand ein Grillthermometer mit Datenspeicherung alle Minute oder so gesehen ?
Wir haben drei Prozesse die Energie benötigen:
- das Fleisch von T1 auf 92 Grad zu bringen ( Q=m*c*dT)
- Die Schmelze der Stearinsäure (Q=m*cv)
- die Reaktionsenergie der Proteinreaktion (dG=dH - T*dS)
Wobei ich eben denke, dass Spots für die Plateaus verantwortlich sind. Der Rest verlangsamt nur das Erhitzen.Betrachten wir doch mal den Hals, als idealen Schweinehals mit einer homogenen Verteilung von Fett-Bindegewebe-Wasser. (Wie sich Spots auswirken, können wir später noch diskutieren).
Das ist imo aber wieder nur so ein Erfahrungswert und normalen praxisrelevanten Bedingungen. Ich bin ziemlich sicher, dass bei einem deutlich größeren Temperaturgradienten gleichzeitig Eis und Wasser mit >0°C auftauchen.Im übrigen, wenn Eis geschmolzen wird, bleibt das Restwasser so lange bei 0 Grad stehen, bis alles Eis geschmolzen ist.
Damit sollte man herausbekommen können, wie viel der Anteil Fett und Sehnen ausmacht um es mal platt zu formulieren.Wir haben ja die Wämeleitfähigkeit von Fleisch (ca.) da kann man einfach berechnen, wann die Mitte die Zieltemperatur hat, da ja die GT als konstant angesehen werden kann.
Ich krame mal in meinen Formelsammlungen und rechne bisl. Ich denke wir sind auf einem gutem Weg.

Wobei ich eben denke, dass Spots für die Plateaus verantwortlich sind. Der Rest verlangsamt nur das Erhitzen.


Ich hab mir eigentlich vorgenommen irgendwann mal ein PP zu machen.
Aber, wenn das so kompliziert ist, dann lass ichs lieber.
Ne, mal im Ernst, ist schon intressant, wenn man malerfährt, was in so nem Fleischstück abgeht, wenn man es brät.
Viele Grüße
Sven

Geht mir genauso, ich muss gestehen dass ich zwischenzeitlich so verwirrt war dass ich dachte PP steht für pulled Pudel
Immer noch leicht verwirrte Grüße
Michael
Hmm... vielleicht reden wir dann jetzt aneinander vorbei, aber willst Du ernsthaft behauptet, dass in den äußeren Schichten so lange 70°C bleibt, bis auch im Kern alles umgewandelt ist und die KT auch weiter steigt? Ich hätte mal behauptet, dass wenn die KT in der ersten Blödphase bei gut 70°C steckt, die äußeren Bereiche schon signifikant höher sind...Jetzt weiß ich was Du dauernd meinst!!! Dem ist definitiv nicht so. Das ist ein bekannnter Effekt bei sog. Mehrstufenreaktionen. Allein schon deshalb, weil diese ein vielfaches der Gesamtenergie aufbrauchen.
Pulled Pudel ist ja nur geil. :mrgreen:Geht mir genauso, ich muss gestehen dass ich zwischenzeitlich so verwirrt war dass ich dachte PP steht für pulled Pudel
Wenn Du Dich da nicht verrechnet hast ist das Ergebnis erstaunlich. Hätte ich nicht gedacht. Ein vielfaches klingt aber schon fast etwas krass.- Um 5 kg Hals von 12 Grad (Aus Kühli) auf 92 Grad zu Erwärmen braucht man 536 KJ
- Um 1,5 Fett zu schmelzen braucht man 450 KJ. Dass ist fast genau so viel!!!
- Um 1,25 kg Bindegewebe zu zersetzen braucht man ein vielfaches der oberen Werte. Bin da noch am grübeln.
Ich bin fast überzeugt, dass das erste Plateau die Proteingeschichte ist und das zweite die Fettschmelze.
Da es sich bei beiden Substanzen nicht um Reinstoffe, sondern um Mischungen handelt, haben wir auch keine scharfen Plataus, sondern nur Temperaturgradienten. Auch innerhalb des Porks.

Alles klar. Klingt plausibel.Die Rechnungen stimmen unter der Annahme:
-Schwein hat 30% Fett
-Der Einfachheit halber C18 (Stearinsäure)
-25% Bindegewebe
c-Werte entsprechend Formelsammlung
Reaktionsenergien sind normalerweise immer vieeeel Grösser. Beim Erwärmen musst ja nur die Moleküle zum Schwingen bringen. Bei der Reaktion werden Wasserstoff- resp. Disulfitbrücken
gecrackt.

Der Energiefluss ist ja von außen nach innen. Die Energie wird doch in den äußeren Schichten (wo die Umwandlung bereits stattgefunden hat) durch eine Temperaturerhöhung (Anregung der Teilchen) verbraucht und kann erstmal nicht weitere ins innere Vordringen um dort die Umwandlung in Gang zu setzen.In einem geschlossenen (idealen) System würde das stimmen, dass die Temp. stehen bleibt. Die Energie wird quasi von den Processen verbraucht und steht nicht zum Erwärmen zur Verfügung. Ist beim PP natürlich komplexer.

Klingt nach einer typischen Prüfungsaufgabe für Wärmesstofflehre. Reynoldszahl (Zylinderischer Körper), Wärmeleitfähigkeit, Wärmekapazität und Wärmeübergangskoeffizient. Die Strömung ist frei Konvektion. Ich denke das konnte ich mal.Ich habe kurz versucht die Dauer zu berechnen. Und hier wird's nun richtig kompliziert, da
- das Problem ist wieviel Energie bekommen wir mit 110 Grad heisser Luft ( Energiegehalt bekannt!) pro Zeiteinheit ins PP.
Da kommt Wärmeleitung, Luftgeschwindigkeit resp.Strömungsgeschwindigkeit im UDS, Wärmeübergang Luft-PP etc. ins Spiel. Das ist am Ende ne ziemlich komplexe Integralgleichung. Wobei diese Parameter als Konstant von PP zu PP angesehen werden können.


Bei einer Berechnung ohne Umwandlungssprozess spielt das nur ein (vermutlich geringe) Rolle bei Wärmeleitfähigkeit, Wärmekapazität und Wärmeübergangskoeffizient. Der Durchmesser des Nackens ist relativ entscheidend - nicht unbedingt das Gewicht.Wobei :hmm:, wenn sich die Struktur (Qualität ?), Fettgehalt, Bindegewebsgehalt, ändert, sollten bei Konstanz des Restes sich die Zeiten dadurch ändern. Weil die Energie zum Aufwärmen ist ja auch konstant.
"Schatz, musst Du schon wieder den ganzen Tag am Grill stehen?" "Ja, der Tank ist schon wieder leer, oder sollen wir morgen doch nicht zu Deinen Eltern fahren?" :mrgreen:Edit sagt noch. Wusstest Du dass aus Stearinsäure, Stearinsäuremethylester auch bekannt als Biodiesel hergestellt wird. :hmm: das abtropfende Fett im UDS verestern insitu, dann könnte man and den 1" Hähnen am UDS grad nen Zapfhahn anschliesse
Klingt nach einer typischen Prüfungsaufgabe für Wärmesstofflehre. Reynoldszahl (Zylinderischer Körper), Wärmeleitfähigkeit, Wärmekapazität und Wärmeübergangskoeffizient. Die Strömung ist frei Konvektion. Ich denke das konnte ich mal.
Ich habe leider gerade überhaupt keine Zeit. Bis zum nächsten Wochenende.
Danach werde ich einen Berechnungsversuch starten. Mal schauen, was da noch geht.

Und, ausgegrübelt? :mrgreen:- Um 5 kg Hals von 12 Grad (Aus Kühli) auf 92 Grad zu Erwärmen braucht man 536 KJ
- Um 1,5 Fett zu schmelzen braucht man 450 KJ. Dass ist fast genau so viel!!!
- Um 1,25 kg Bindegewebe zu zersetzen braucht man ein vielfaches der oberen Werte. Bin da noch am grübeln.
Ich bin da immer noch nicht sicher. Das erste Plateau lag bei mir meistens so um 73°C und das zweite bei rund 84°C.Ich bin fast überzeugt, dass das erste Plateau die Proteingeschichte ist und das zweite die Fettschmelze.
Für unsere Betrachtung der Vorgänge - schon klar. Bei einem guten Grillmeister ist das ja auch der Fall. :mrgreen:Mit der Menge an Holzkohle, kann man vereinfacht postulieren, dass im System eine quasiunendliche Wärmelehre zur Verfügung steht.
Schon klar - aber kann man nicht die einzelnen Komponenten getrennt betrachten? Oder kann der Schmelzpunkt der Mischung deutlich höher sein, als der höchste Schmelzpunkt der einzelnen Komponenten?Die einzelnen Temperaturbereiche lassen sich nicht genau definieren, da wir es mit Mischungen und nicht mit Reinststoffen zu tun haben. Es liegt ja z.B. Keine Stearinsäure, p.a. vor sondern eine wilde Mischung verschiedenster Fette.
Echt? Das wundert mich wirklich! Über die gesamte Zeit, oder nur in den Blödphasen? Wie groß war der Abstand der Messpunkte in radialer Sicht?Edith sagt noch. Ich habe mein PP am WE mit 3 Tempsonden an verschiedenen Stellen im Fleisch gehabt. Immer selbe Temp.

Hi Micha,
Für unsere Betrachtung der Vorgänge - schon klar. Bei einem guten Grillmeister ist das ja auch der Fall. :mrgreen:
Mir ging es nur darum den Energielieferanten und die Energieverbraucher mal grob ins Verhältnis zu setzen. Ob das überhaupt zusammenpasst, aber das tut es schon imo.
Schon klar - aber kann man nicht die einzelnen Komponenten getrennt betrachten? Oder kann der Schmelzpunkt der Mischung deutlich höher sein, als der höchste Schmelzpunkt der einzelnen Komponenten?
Zumal es mir auch um die Bindegewebe ging...
Wenn Salze drin sind hast Du aufgrund der Dissoziationskonstante eine Fp Erhöhung, Mischungen von Fetten :hmm:, muss ich nachlesen. Auf jeden Fall sind die Schmelzpunkte von Mischungen auf jeden Fall deutlich anders, als die höchste oder niedrigste einer Einzelkomponente. Auch hier habe ich ja, der Einfachheit halber mit reiner Sterinsäure argumentiert.
Echt? Das wundert mich wirklich! Über die gesamte Zeit, oder nur in den Blödphasen? Wie groß war der Abstand der Messpunkte in radialer Sicht?
Sehr interessant.
Über die ganze Zeit.Einer Zentral Mitte, einer Rand\Rand (1/3), einer 1/4-1/4
Gruß
Michael
Ich verstehe zwar nur die Hälfte - aber das wesentlich schon denke ich. :mrgreen:Wenn Salze drin sind hast Du aufgrund der Dissoziationskonstante eine Fp Erhöhung, Mischungen von Fetten :hmm:, muss ich nachlesen. Auf jeden Fall sind die Schmelzpunkte von Mischungen auf jeden Fall deutlich anders, als die höchste oder niedrigste einer Einzelkomponente. Auch hier habe ich ja, der Einfachheit halber mit reiner Sterinsäure argumentiert.
Also auch schon bei sagen wir 30° KT war der äußerste Sensor nicht höher? Da sollte doch noch keine der von uns erorierten Reaktionen ablaufen...Über die ganze Zeit.Einer Zentral Mitte, einer Rand\Rand (1/3), einer 1/4-1/4

Danke, dass das mal jemand zu würdigen weiß. :mrgreen:Hut ab vor diesem Fred.
Wenn ich sowas hätte wären wir auch schon weiter.Aber wenn mir einer einen Temperaturlogger zur Verfügung stellt (leihweise) würde ich einen "idealisierten Hackfleischkörper aus Schweinenacken mit Transglutaminase" verkleben und ein Temperaturprofil erstellen.

Trocken? Nein, eher nicht. Die Umgebungsluft ist ziemlich feucht und viel Feuchtigkeit verliert Fleisch vor Allem beim zu heißen garen. In diesem Fall würde es nur ewig dauern.Durch mein Quergelese scheint es mir am besten zu sein PP nur mit der angestrebten KT zu garen.
Würde aber wahrscheinlich dann zu trocken werden.
