Moin
Titabo
Wenn ich deine Filets sehe, will sich nicht so rechte Begeisterung einstellen. Sie sehen ziemlich zerfleddert aus und sind sehr blass, fast wie gegart.
Kurz beschrieben wie ich und viele andere es hier machen
- Filet kaufen und zurichten, los Teile abschneiden wie auch dünne Häutchen.
- Fleisch wiegen und danach Gewürze und NPS abwiegen.
- Filet mit NPS Gewürzmischung einreiben, ordentlich einarbeiten.
- Filet in Beutel stecken und vakuumieren. Ab in den Kühlschrank.
10 bis 14 Tage pökeln lassen. Dabei ziehen Salz und Gewürze in das Fleisch, es rötet um und bekommt dadurch seine dunelrote Farbe. Die Pökelzeit ist
nicht so wichtig wie beim Pökeln in der Lake. Da die Salzmenge im Beutel genau definiert ist und es nicht mehr wird, kann man es auch länger im
Pökelschlaf belassen. Ich wende die Stücke alle zwei Tage.
- Filet aus dem Beutel nehmen und Gewürze unter fließen Wasser mit einer Bürste entfernen.
- Je nach räumlichen Gegebenheiten das Fleisch ein bis zwei Tage trocknen lassen.
- Wenn richtig trocken, ab damit in den Räucherschrank, bei mir dauert ein Durchgang ca. 12 Std. und ich räuchere zwei bis drei Durchgänge. Das
entscheid ich nach Aussehen, Geruch und Festigkeit des Fleisches.
- Dann lasse ich das Fleisch noch mindestens für eine Woche zum Reifen hängen. Nach einer Woche ist das Filet aber noch sehr weich.
So bekomme ich Filets hin, die der Familie, Freunden und mir gut schmecken. Als ich noch nicht Vakuumieren konnte, habe ich das Fleisch in einen Gefrierbeutel gesteckt und den in ein Gefäß mit Wasser abgesenkt. Das Wasser drückt die Luft aus dem Beutel und die Wände liegen auch dicht am Fleisch an. Zum Schluss den Beutel stramm abbinden und feddisch.
Die Vorteile sind, das man nicht wässern muss und Durchbrennen entfällt auch. Außerdem ist das Zeitfenster größer als beim Nasspökeln.
Ich wünsche dir viel Erfolg und probier das mal aus mit dem Vakuum, ich war am Anfang auch erst skeptisch, werde es aber nun nie wieder anders machen.
Andreas