Weil ein gutes Feuer raucht nicht.
Das kann man zwar ohne wenn und aber unterschreiben, (aber) bis zum Feuer hin, raucht das Holz.
Für ein Feuer (die Flammenbildung einer Verbrennung) benötigt man einen Brennstoff (hier Holz), ein Oxidationsmittel (Sauerstoff der Luft) und die Überschreitung der Zündtemperatur.
Wenn nicht genug Sauerstoff vorhanden ist, rauchen die nicht verbrannten Gase ab, weil der Sauerstoff nicht ausreicht um maximal viele Stoffe zu verbrennen. Die übriggebliebenen Partikel empfinden wir als Rauch. Wenn das der Fall ist, kannst Du das erkennen, indem Du mit der Ofentür spielst. Tür weiter geschlossen -> mehr Rauch, Tür weiter auf -> weniger Rauch.
Leider raucht Dein Holz auch, wenn die Zündtemperatur (auch von Teilen des Brennstoffs (hier nachgelegtes Holz) noch nicht erreicht ist. D.h. das Holz gast aber entzündet sich noch nicht. Das kannst Du nicht vermeiden. Du kannst die Zeit nur verkürzen, durch kleinere Holzstücke, trockeneres Holz oder höhere Temperatur im Brennraum.
Wenn Du das Ofenrohr verlängerst, kann es sein, dass Du mehr Zug erhältst. Damit erhöhst Du die Sauerstoffzufuhr des vorhandenen (und schon verbrennenden) Holzes und erhöhst so die Temperatur (das stimmt nicht ganz, weil Du die Energie der Verbrennung erhöhst, was eigentlich nicht zwangsläufig zu einer Erhöhung der Temperatur führen muss, aber egal) was die Zeit verkürzt, die das neue Holz raucht.
(und mehr Sauerstoff steigert nur die Verbrennung, solange er nicht im Überangebot vorliegt.)
Ich habe mein Ofenrohr verängern müssen, weil er Rauch gestört hat. Am Anfang hat sich der Zug noch erhöht, irgendwann wurde es wieder schlechter. Ich habe immer Meterweise hinzugefügt, bis ich zufrieden war. Bei mir hat der Zug im Ofen über die Jahre nachgelassen. Seit letzter Woche weiß ich auch warum. Ich musste das Rohr tauschen und konnte feststellen, dass das Rohr schon ziemlich zugerußt war. Jetzt weiß ich auch, wofür Schornsteinfeger gut sind
Gruß
Ulrich