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Sind Malt-Drinker hier?

Ich habe gerade den Talisker getrunken und weiß, was Ihr meint. Ich komme
mit dieser Schärfe aber gut zurecht, ich mag sie. Wobei ich auch die Nase mehr
mag als den Mund.

Die "Schärfe" (im Mund) ist es nicht. Eher der Abgang. Wie ein dumpfer Schlag in den Magen, sehr "heiß". Dabei könnte ich stundenlang an diesem Malt riechen.

NB: Bevor jemand glaubt, ich will den Talisker schlechtreden: ganz im Gegenteil! Ich komme nicht an ihn ran, aber ich habe in den letzten 20 Jahren immer wieder "erahnen" können, dass er einer der besten ist. Nur halt nicht für mich - einfach traurig...
 
Schöne Pröbchen fürs Wochenende von Orthmann-Weine GmbH aus Wuppertal.
Sehr freundliche und kompetente Dame als Bedienung und eine große Anzahl an Miniaturen und Minisets!

War zwar ein weiter Weg aber hier bei mir gibts ja sowas nicht in der Größe.

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Bei Orthmann war ich auch schon ein paar Mal schon.
Und dort machen die auch regelmässig Tastingabende mit Prof. Walter Schobert.
 
Ja, hat die Dame dort auch gesagt und ich solle doch im Mai teilnehmen und einfach mit der Bahn kommen.

Ist aber wohl ein bißchen aufwändig, leider.

Hab mir gestern den Gaumen beim Essen verbrannt, es brennt etwas stark.

PS:
Der Talisker DE ist schon auf und hab mir prompt den Korken aus der Fassung gedreht.
Aber mit Heißklebepistole schon geflickt.
 
AW: Sind Malt-Drinker hier?

Oh ja, ich liebe die Private Edition.

Sonnalta PX, Artein und Finealta sind richtig leggere Tröpfchen.
Freu mich schon auf die vierte Abfüllung :D
Der Ealanta ist ja schon unterwegs. Mal gucken, wann mein Dealer bei mir anruft...

Tja, zu früh gefreut...

Habe lediglich zwei Gläschen vom Ealanta vor Ort verkostet und mir ein 100ml Sample mitgenommen,
die große Flasche habe ich stehen gelassen.

19 Jahre in American Virgin Oak ist echt nicht meins, das kriegen die Amis einfach besser hin (und das sogar in nur 3-5 Jahren).

Ist zwar mal was ungewöhnliches und im ersten Moment irgendwie Interessantes, aber so viel Kohle in einen Scotch zu investieren, der auf Bourbon macht, ist für mich keine gute Investition. Für den Preis ist das Ergebnis einfach zu enttäuschend.
 
19 Jahre in American Virgin Oak ist echt nicht meins, das kriegen die Amis einfach besser hin (und das sogar in nur 3-5 Jahren).

Probier mal den Aberlour White Oak. Da funktioniert das glaube ich ganz gut. Wird natürlich deutlich jünger abgefüllt als mit 19 Jahren.

Ich befürchte gerade ein eher leichter Malt kommt keine 19 Jahre gegen die frische Eiche an.

Viele Grüße,
Gerhard
 
AW: Sind Malt-Drinker hier?

Bei mir stürzt so bei der Hälfte immer der Flash Player ab

Opera lief einwandfrei.

Bei ca. der Hälfte kam ein kurzer Werbeblock. Vll. hat dein Browser die irgendwie geblockt und so zum crash geführt?

War aber auch nicht übermäßig Interessant. Mehr ein PR-Trailer für Ardbeg (wie so viele Whisky-Dokus im Fernsehen), aber nicht ganz so viele Fehler drin wie sonst. Ganz nett zu gucken, aber mehr auch nicht.
 
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Die da wären? ... :prost:

Die Übersetzungen der Mitarbeiterkommentare waren durchweg i.O.
Aber die Erläuterungen des Sprechers waren teilweise hanebüchen. z.B. Der Anlegesteg, der extra für die Schmuggler gebaut wurde.
Das Ganze kam wirklich als Ardbeg Werbung 'rüber. Als wäre es die beste und größte Brennerei auf Islay. Nach meiner eigenen Erfahrung auf dieser Insel, haben die anderen Brennereien auch Ihre Besonderheiten und Vorzüge.
Trotz allem war es aber nett anzusehen.
 
Vielleicht hab ich mich falsch ausgedrückt.
Mir geht es weder um Geschichte noch um Geschmäcker.
Was war den fachlich falsch an der Sendung bzw Wiskyherstellung?

:denken:
 
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Ich habe ja nur die erste Hälfte gesehen. Und da haben sie auch recht viel Fische gefangen.

Richtig gut fand ich die Aussage zur Faßlagerung: Nicht jeder Whisky wird immer besser wenn man ihn 40 Jahre lagert. Irgendwann schmeckt er halt nach Eichenbrettern. Daß man die Fässer im Auge behalten muß wann sie den Höhepunkt erreicht haben.

Beste Brennerei auf Islay weil dreimal hintereinander Distiller of the Year? Sie sind verdammt gut. Aber Bowmore hat das auch mal geschafft. Und die sind nicht schlechter geworden.

Die innovativste Brennerei ist im Moment sicher Bruichladdish.

Überhaupt, zwischen Laddy, Bowmore, Ardbeg, Lagavulin und Caol Ila könnte ich mich im Sinne von "besser" nicht entscheiden. Und da ist ja auch noch Laphroig die auch immer mal wieder einen raushauen. Und nicht zuletzt: Ich habe gerade einen wirklich guten Bunna am Start.

Viele Grüße,
Gerhard
 
Vielleicht hab ich mich falsch ausgedrückt.
Mir geht es weder um Geschichte noch um Geschmäcker.
Was war den fachlich falsch an der Sendung bzw Wiskyherstellung?

:denken:

Ach so. Fachlich habe ich keine Fehler entdeckt.
Alles was Gasschwenker geschrieben hat, kann ich bestätigen. Die einzige Brennerei, die für mich etwas hervorsticht ist Kilchoman. Nicht wegen besonderem Whisky (mir schmeckt fast alles von Islay) aber die familiäre Atmosphäre habe ich bei sonst keiner Brennerei so erlebt. Die Idee mit 100% Islay, liegt auf meiner Ideologie.
 
Nun folgend, wie angekündigt (angedroht), der Bericht über die Verkostungen dieses Wochenendes. :sonne:

Nachdem auch die bei TWS bestellten Flaschen ankamen wurde folgendes getestet:

Caol Ila 18
Laphroaig 10
Ardbeg Corryvreckan
Talisker 10
Talisker 18

Wir hatten Freunde zu Besuch die natürlich auch gleich fleissig getestet haben. Darüber hinaus wurden natürlich der "Altbestand" (Ardbeg 10, Laphroaig QC, Macallan Specmalt 1973) mitgetestet. Here we go (ist nicht die Testreihenfolge) :sonne::

Coal Ila 18: Zuallererst, bei diesem hier ist mir ein kleines Mißgeschick beim Bestellen passiert, denn ich hatte nur eine Flasche 0.2L bestellt. Wunderte mich auch schon warum die so günstig ist :-) Also...fand den ganz ok, ein wenig flach vielleicht, nicht so ausdrucksstark wie die anderen. Meine Frau fand diesen hier aber sehr gut, war einer ihrer Favoriten. Vielleicht sollte ich den Caol Ila 10 mal probieren.

Laphroaig 10: Den hatten wir als Abschluß. Tolles Gebräu, voller, runder, kräftiger und natürlich rauchiger Geschmack, vom "medizinischem" hab ich allerdings nix mitbekommen. Wirklich voll und ganz mein Ding. Auch wenn er vielleicht nicht der Favorit der anderen Tester werden wird, "bäh" fand den keiner. Gestern Abend nochmal ein Gläschen davon genossen, dabei wurde er fast noch besser.

Ardbeg Corryvreckan: Viel Aroma, spürbar guter Whisky, mir (und auch den anderen) war er aber erstmal zu kräftig. Steht auf Wiedervorlage, wird diese Woche nochmal mit ein paar Tropfen Wasser probiert.

Talisker 10: Den fanden die anderen allesamt ziemlich gut, mein Ding (interessanterweise wie bei toc) ist er mit Ausnahme des Geruchs überhaupt nicht. Hatte leichte Probleme ihn runterzukriegen. Sieht so aus, als wäre diese Flasche künftig eher für den Ausschank an Gäste, da er bei anderen offenbar gut ankommt. Einen Versuch gebe ich ihm aber noch.

Talisker 18: Besser als der T10, klasse fand ich insbesondere das feurige Brennen dieses Whiskys. Leider (und wohl logischerweise) hat er einen teilweise ähnlichen Geschmack wie der T10, so das er wohl nie mein Favorit werden wird, als interessante Alternative für ab und an dürfte er aber mehr als ok sein.

Der Macallan Speymalt ist jetzt leer. Hab ihn dann auch nochmal probiert, zu Anfang hin is er ja wirklich gut, wenn dann aber der Sherrygeschmack (oder was auch immer das ist) durchkommt rollen sich mir die Fußnägel auf. Von den anderen wurde er aber sehr positiv aufgenommen. Wirklich interessant, wie unterschiedlich die Geschmäcker sind. :sonne:

Werde die Whiskys jetzt nochmal einzeln probieren, mal sehen ob sich an der ersten Einschätzung oben noch etwas ändert.

Ach ja - wir haben den Whisky zusammen mit einer Ladung Austern genossen - die Kombination von beidem hat richtig gut gepasst! :sonne:
 
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Schöne Verkostung, das hätte mir auch gefallen.

Probier auch mal den Coal Ila 10. Von dem muss ich auch mal wieder ein Schlückchen nehmen.

Der Laphroaigh 10 ist ein guter "Gebrauchs-Whisky". Der 18-Jährige, als Nachfolger für den 15-Jährigen, schmeckt mir deutlich besser. Da ist auch die Nussigkeit (Pistazie?) wieder da, die den 15-Jährigen ausmachte.

Die Talisker sind schon eigenwillig. So hin und wieder gehe ich an den 10-Jährigen ran. Der 18-Jährige gefällt mir aber auch hier besser. Der hat schon etwas von dieser aufdringlichen Pfeffrigkeit (weißer Pfeffer!) verloren.

Sherry-Töne sind ja scheinbar nicht dein Ding, sonst wäre die Distillers Edition des Talisker noch was. Die finde ich nämlich, ähnlich wie beim Coal Ila, recht gut gelungen.
 
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