Ich kann ja nochmal win bissl was zum Tasting allgemein schreiben.
Leider war erstmal alles ziemlich chaotisch aber im Nachhinein hat sich das sogar teilweise als Glücksfall herausgestellt.
Wir hatten ja recht schnell die Karten und eine Unterkunft direkt an der Altstadt gebucht.
Eigentlich sollte ja das Tasting im Bratwurstmuseum stattfinden.
Das liegt etwas außerhalb von Mühlhausen, ca. 7km von der Unterkunft entfernt.
Da das Bratwurstmuseum nicht so wirklich organisiert ist und obwohl die Jungs von Simple Sample beim Geschäftsführer waren wurde dieser Termin wohl nicht eingetragen und Simple Sample bekam zwei Wochen vor dem Tasting eine Absage.

Die waren dann ordentlich am rotieren weil das Catering fiel dann auch weg.
Zum Glück konnten sie dann die Kulturfabrik buchen.
Leider sind den dann noch einige Leute wieder abgesprungen.
Aber die neue Räumlichkeiten mit der geringeren Anzahl an Leuten fand ich jetzt auch besser.
Die geplanten 100 wären zuviel gewesen, jetzt waren so ca. 50 - 60 Leute da.
Für uns war das Glück weil jetzt die Veranstaltung nur noch 200 m weg war.

Aber erstmal wollten wir zum Meet & Greet am Freitag.
Leider hing mein einer Bruder noch auf der Arbeit fest und daher kamen wir viel später erst los.
Dann noch einige Staus, dicker Regen usw. und wir waren erst ca. 21 Uhr an der Unterkunft.
Unterwegs haben wir daher noch TK Pizza und Sachen zum Frühstücken gekauft und sind dann in der Unterkunft geblieben. Schade eigentlich weil das war wohl ein sehr netter Abend in dem Lokal aber wir waren auch echt zu platt.
Von den mitgebrachten Whiskys für das Treffen haben wir am Freitag dann auch nur den ganz links getrunken.
Ich war morgens erstmal zu früh wach und haben dann einen kleinen Morgenspaziergang zum Metzger und Bäcker gemacht.
Erstmal echte Thüringer Rostbratwurst für zuhause eingekauft.

Für Samstag um 11 Uhr hatten wir noch eine Stadtführung gebucht.
Das machen wir eigentlich immer um die Stadt hier mal kennen zu lernen.
Und heute war da auch richtig was los, zig Gruppen waren unterwegs.
Unsere Stadtführerin Anja war auch eine richtige Granate und besser hätte das nicht laufen können.
Auch Mühlhausen ist eine echt schöne, interessante und historisch bedeutene Stadt.

Danach noch Kaffe mit Kuchen gegessen und kurz zur Unterkunft bevor es um ca. 15 Uhr zum Tasting ging.
Dort durften wir erstmal durch die offenen trinken und da war uns schon echt blümerant.

Leider stand dort kein Brot oder was zu knabbern auf dem Tisch und die Zeit zog sich echt hin.
Das für 30 € gebuchte Buffet sollte um 18:30 kommen und danach ging ja erst das eigentliche Tasting los.
Das war nicht wirklich gut gelöst.
Deswegen haben wir es zwischenzeitlich etwas ruhiger angehen lassen aber trotzdem zog sich die Zeit, trotz netter Gespräche, wie Kaugummi.

Getränke gab es extra zu kaufen, ist ja auch ok, aber es stand auch noch kein normales Wasser auf dem Tisch.
Das gab es später irgendwann mal.
Das Catering kam dann auch erst gegen 19:15 und alle hatten schon schwer Hunger.

Es gab Thüringer Spezialitäten aber leider überhaupt nicht genug und die hatten sogar zuwenig Teller geliefert.

Die Speisen waren soweit ganz OK aber auch nicht wirklich gut.
Es war halt der Ersatzcaterer und die von Simple Sample hatten die letzten drei Jahre immer Probleme mit dem Catering, letztes Jahr war wohl noch schlimmer.
Zum satt werden hat es dann doch gerade ebent gereicht und gegen 20 Uhr ging das eigentliche Tasting los.
Die haben dann zu dritt von der Bühne das moderiert und immer was zu den Abfüllungen erzählt.
Da ging wohl auch noch einiges schief mit kaputten Flaschen, gestohlenen Flaschen, Flaschen die mehrfach nicht zugestellt werden konnten usw.
Daher mussten die das auch mehrfach umbauen.

Das Lineup war eigentlich echt gut und es gab auch recht interessante Abfüllungen, leider sagten mir die ersten paar gar nicht zu und ab dem Caol Ila 25 wurde es interessant.
Den kannte ich zwar schon hatte den aber länger nicht mehr im Glas gehabt.
Und der war immer noch so lecker wie ich den in Erinnerung hatte.

Den Ardbog kenne ich sehr gut und das ist mein Lieblingswhisky von Ardbeg.
Zum Glück habe ich noch zwei davon im Schrank und mein einer Bruder gerade noch eine offen.
Und als wir eigentlich mit dem Tasting durch waren gab es eine kleine Pause und als Bonus wurde noch der Armagnac ausgeschenkt.
Das war schon eine tolle Überraschung.
Die wollten das sozusagen auch machen wegen dem ganzen Chaos und weil der dem die gehörte da jetzt Bock drauf hatte.
Danach ging es nochmal zu den Open Bottles für einen Absacker und wir hatten draußen noch ein etwas längeres Gespräch mit einem der Simple Sample Jungs.
Also alles in allem war es ein schöner Abend und auch preislich mit den 130 € auch völlig in Ordnung.
Besonders natürlich durch die Open Bottle Flatrate.
Da wäre auch Komasaufen möglich gewesen aber wir wollen ja morgen noch zurück fahren.
Die müssen halt echt nochmal den Ablauf verbessern und besonders das Catering, das haben wir denen auch gesagt und die wollen dran arbeiten.
Das Catering war gefühlt zu teuer für das gebotene, 20 € hätten auch gereicht.
Eine tolle Aktion war noch das man die leeren Verpackungen für einen guten Zweck kaufen konnte.
Mal schauen ob wir nächstes Jahr das nochmal machen oder doch woanders hinfahren.
Ganz abgeneigt bin ich nicht aber ich denke das entscheiden wir dann spontan.
Entschuldigung für den jetzt irgendwie ausgeuferten Bericht, irgendwie bin ich noch etwas angetrunken und in Schreiblaune.

Ich gehe jetzt besser mal pennen, solange mein Schnarchebruder neben mir das zulässt.
