Grobi van Hundsteert
Metzgermeister
Moin Sporties!
Einmal im Jahr findet bei uns traditionell unser Speckendickenessen statt.
Ursprünglich gibts die herzhaft-süßen Speckendicken hier in Ostfriesland zu Silvester und waren wegen der doch deftigen Zutaten eine gute Grundlage für eine ordentliche Silvesterparty.
Ich kenne diese köstlichen Dinger seit meiner Kindheit und liebe es, mir einmal im Jahr damit den Bauch voll zu schlagen. Heel war moies! Bei übermäßigem Konsum kann auch durchschlagender Erfolg ein Ergebnis sein. Aber was nimmt man nicht alles in Kauf...?
Es gibt meiner Erfahrung nach genau zwei Sorten Mensch in Bezug auf Speckendicken: die einen lieben sie und die anderen verabscheuen sie. Dazwischen habe ich noch nie jemanden getroffen.
Und weil die Dinger für Liebhaber sind, hat es sich eingebürgert, dass wir zwischen Weihnachten und Neujahr unsere Genussexperten zum Speckendickenessen einladen. Vor etwa 15 Jahren angefangen, laden wir Familie, Freunde, Bekannte und Nachbarn ein und backen was das Zeug hält. Beim letzten Mal waren über den Nachmittag bis in den späten Abend insgesamt 58 Menschen hier. Die Leute kommen und gehen so wie es passt und essen ein paar Speckendicken, trinken einen Oll-Joars-Schluck
-machmal in mehreren Iterationsschleifen- und haben einfach einen entspannten Nachmittag und Abend. Für die Kids gibts Kinderpunsch, der nach Bedarf für die Großen mit einem Schuss gepimpt werden kann, ein bisschen Feuer in der Brenntonne für Marshmallows, usw.. Ein kleines Großevent, könnte man sagen.
Aufgrund der Großwetterlage haben wir unser Nachbarschaftszelt (4x6m) kurzerhand bei uns aufgestellt, so hatten wir das Gemüffel nicht in der Bude und vor allem blieb die ganze Meute draußen und hat uns nicht die Bude eingerannt. Zeitweise hatten wir zwar Angst, dass uns das Zelt wegfliegt, dank ein paar Gurten ist aber alles auf dem Boden geblieben.
Ich habe grundsätzlich die Aufgabe Bilder an meine Frau delegiert, nun hat sie aber gebacken und ich habe Bier und Schnaps mit den Gästen getrunken
und regelmäßig die Qualitätskontrolle für die frischen Speckendicken übernommen. Folglich gibt es von dem Event dieses Mal leider keine Bilder.
Damit brauche ich hier natürlich nicht antreten und pflichtbewusst wie ich bin, habe ich einfach am Silvestertag noch einmal gebacken. Na gut, wir hatten auch noch ein Kilo Speckendickenmehl (eine Mischung aus Roggenmehl und Weizenschrotmehl) übrig... Insgesamt ist das nun auch keine Strafe, schließlich sind wieder eine Hand voll der leckeren Dinger für mich abgefallen und für den Neujahrsrundgang am nächsten Tag hatten wir dann auch gleich noch welche.
Ich übe das noch mal mit den Bildern...
Das spezielle Speckendickenmehl beziehen wir von einer örtlichen Mühle. Wurst und Speck kommen vom MdV, der Rest dann vom Einzelhändler.
Also das Rezept sieht nach meinem Lieblingskochbuch "Ostfriesische Küche im Wandel der Jahreszeiten" von Karin Kramer (und so hat meine Oma das schon gemacht) so aus:
Es wird also vermengt ( Göga hat unterstützt, bevor ich dann backen durfte):
dann gehts mit Speck und Mettwurst...
...ins vorgeheizte Eisen...
dat word watt!
Sieht komisch aus, muss aber so. All gaud!
Und wenn er fertig aus dem Eisen geholt wird, dann kann das so aussehen:
Jaha! Ich weiß! Das fehlt ne Ecke, dafür quoll es an der anderen Seite raus. Naja, egal. Lecker war er trotzdem!
Die Ausbeute:
Das war gut! Auf ein Neues zwischen den Jahren!
Viele Grüße aus Ostfriesland
Sven
Einmal im Jahr findet bei uns traditionell unser Speckendickenessen statt.
Ursprünglich gibts die herzhaft-süßen Speckendicken hier in Ostfriesland zu Silvester und waren wegen der doch deftigen Zutaten eine gute Grundlage für eine ordentliche Silvesterparty.
Ich kenne diese köstlichen Dinger seit meiner Kindheit und liebe es, mir einmal im Jahr damit den Bauch voll zu schlagen. Heel war moies! Bei übermäßigem Konsum kann auch durchschlagender Erfolg ein Ergebnis sein. Aber was nimmt man nicht alles in Kauf...?
Es gibt meiner Erfahrung nach genau zwei Sorten Mensch in Bezug auf Speckendicken: die einen lieben sie und die anderen verabscheuen sie. Dazwischen habe ich noch nie jemanden getroffen.

Und weil die Dinger für Liebhaber sind, hat es sich eingebürgert, dass wir zwischen Weihnachten und Neujahr unsere Genussexperten zum Speckendickenessen einladen. Vor etwa 15 Jahren angefangen, laden wir Familie, Freunde, Bekannte und Nachbarn ein und backen was das Zeug hält. Beim letzten Mal waren über den Nachmittag bis in den späten Abend insgesamt 58 Menschen hier. Die Leute kommen und gehen so wie es passt und essen ein paar Speckendicken, trinken einen Oll-Joars-Schluck
-machmal in mehreren Iterationsschleifen- und haben einfach einen entspannten Nachmittag und Abend. Für die Kids gibts Kinderpunsch, der nach Bedarf für die Großen mit einem Schuss gepimpt werden kann, ein bisschen Feuer in der Brenntonne für Marshmallows, usw.. Ein kleines Großevent, könnte man sagen.Aufgrund der Großwetterlage haben wir unser Nachbarschaftszelt (4x6m) kurzerhand bei uns aufgestellt, so hatten wir das Gemüffel nicht in der Bude und vor allem blieb die ganze Meute draußen und hat uns nicht die Bude eingerannt. Zeitweise hatten wir zwar Angst, dass uns das Zelt wegfliegt, dank ein paar Gurten ist aber alles auf dem Boden geblieben.
Ich habe grundsätzlich die Aufgabe Bilder an meine Frau delegiert, nun hat sie aber gebacken und ich habe Bier und Schnaps mit den Gästen getrunken

und regelmäßig die Qualitätskontrolle für die frischen Speckendicken übernommen. Folglich gibt es von dem Event dieses Mal leider keine Bilder.
Damit brauche ich hier natürlich nicht antreten und pflichtbewusst wie ich bin, habe ich einfach am Silvestertag noch einmal gebacken. Na gut, wir hatten auch noch ein Kilo Speckendickenmehl (eine Mischung aus Roggenmehl und Weizenschrotmehl) übrig... Insgesamt ist das nun auch keine Strafe, schließlich sind wieder eine Hand voll der leckeren Dinger für mich abgefallen und für den Neujahrsrundgang am nächsten Tag hatten wir dann auch gleich noch welche.
Ich übe das noch mal mit den Bildern...
Das spezielle Speckendickenmehl beziehen wir von einer örtlichen Mühle. Wurst und Speck kommen vom MdV, der Rest dann vom Einzelhändler.
Also das Rezept sieht nach meinem Lieblingskochbuch "Ostfriesische Küche im Wandel der Jahreszeiten" von Karin Kramer (und so hat meine Oma das schon gemacht) so aus:
Es wird also vermengt ( Göga hat unterstützt, bevor ich dann backen durfte):
dann gehts mit Speck und Mettwurst...
...ins vorgeheizte Eisen...
dat word watt!
Sieht komisch aus, muss aber so. All gaud!
Und wenn er fertig aus dem Eisen geholt wird, dann kann das so aussehen:
Jaha! Ich weiß! Das fehlt ne Ecke, dafür quoll es an der anderen Seite raus. Naja, egal. Lecker war er trotzdem!
Die Ausbeute:
Das war gut! Auf ein Neues zwischen den Jahren!
Viele Grüße aus Ostfriesland
Sven





Käme aber auf nen Versuch an. 


