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Starterkulturen

@ Quasidodo, sehr schöner Bericht danke dafür. Ich mach die Salami mit 43/40 Kaliber.12 Tage im Reifeschrank ( aus Harry Brotkisten) bei anfänglich 90% Luftfeuchte und ca. 22 Grad. Danach in den Rauch und ne gute Woche abhängen. Ist für mich aufwendig immer die Luftfeuchte mittels Handtücher zu regulieren. Deine Variante kannte ich gar nicht nach 5 Tagen räuchern und dann noch 4 Wochen reifen lassen. Ich denke ich würde unseren kellerraum gar nicht auf 85 % Luftfeuchte bekommen. Grüße
 
Deine Variante kannte ich gar nicht nach 5 Tagen räuchern und dann noch ..... reifen lassen
Wenn Du sofort nach dem Abtrocknen räucherst, also am 2. oder 3. Tag, dann würgst Du viel von einer Geschmacksentwicklung ab. Das wird dann eher wie ein großer Pfefferbeißer.
Aromen müssen sich entwickeln und das dauert Zeit.
Idealerweise räuchert man daher nach Abschluss der Fermentation. Bei 43-er Klaiber ist das in etwa nach 10 bis 14 Tagen. Wenn Du dann erst räucherst und anschließend lange ausreifst bei so um die 70 bis 75% Luftfeuchtugkeit, dann erhältst Du ein wesentlich besseres und schmackhafteres Ergebnis.
Und lässt Du das Räuchern ganz sein, dann ist die Aromenentwicklung noch einmal eine ganz andere Hausnummer.
 
Kein Hinweis hier ist umsonst. Wie meinst du das mit dem räuchern? Besser oder eher weniger Aroma?
 
Es geht mir wirklich nur um es mal gemacht zu haben. Um es dann zu bestätigen;-)
Es kann gut gehen. Ein Zucker an der Rohwurst ist aber genau so essentiell wie das Salz. Es geht darum, dass die Milchsäurebakterien schnell in Gang kommen und so eine kontrollierte Fermentation in Gang kommt. Der Zucker ist nicht für den Geschmack da. !!
 
So sieht es aus.
Der ph Wert muß schnell sinken, das wird durch die Milchsäurebakterien bewirkt.
Ein niedriger ph Wert schützt vor Verderb.
Das ist bei allen fermentierten Lebensmitteln der Fall.
Nur bringt das Fleisch zu wenig Zucker selbst mit,
bei Gemüse sieht das anders aus.
Deshalb der Zusatz von Zucker, egal in welcher Form.
Ich nehme Trockenglukosesirup.
 
Wie meinst du das mit dem räuchern? Besser oder eher weniger Aroma?
Eigentlich habe ich alles dazu geschrieben.
Räuchern war und ist eine Methode, das Räuchergut haltbarer und gegen äußere Einflüsse unempfindlicher zu machen. Mit einer Geschmacksverbesserung geht das nicht automatisch einher. Eine milde Rauchnote ist bei einigen Erzeugnissen zwar durchaus angenehm und gewollt, aber nicht unbedingt notwendig.
Viele meinen, Rohpökelwaren- und Rohwurstherstellung bedarf unbedingt eines Räuchervorganges. Vielleicht wissen sie es auch einfach nicht besser.
Man kann diese Erzeugnisse auch einfach nur an der Luft trocknen lassen, also die sg. luftgetrockneten Erzeugnisse herstellen.
Wird falsch, zu stark oder zu lange geräuchert, hat man eigentlich nur noch einen alles überlagernden Rauchgeschmack, teilweise recht fies. Es kann aber auch schmackhaft sein.
Bei der reinen Lufttrocknung siedeln sich mit der Zeit an der Oberfläche natürlich vorkommende Hefen und Schimmelsporen an, welche zur Aromenbildung und zum Geschmack beitragen. Diese gilt es zwar so gut wie möglich im Zaum zuhalten, aber gänzlich verhindern lässt sich das nicht.
Hat man eine Lufttrocknung erfolgreich zu Ende gebracht, wird man mit einem sehr aromatischen Endprodukt belohnt. (siehe PurePorc-Salami, Parma- oder Seranoschinken, etc.) Klassische Lufttrocknung ist recht aufwändig.

Etwas einfacher ist es, die Waren überzuräuchern. Dadurch unterdrückt man zum Teil die Anlagerung von Schimmelsporen und Hefen. Ganz vermeiden lässt sich das aber auch nicht.
Das Reifen lassen ist hier nicht ganz so aufwändig wie bei der reinen Lufttrocknung. Das Ergebnis ist ein Produkt, welches immer einen Rauchgeschmack hat - teilweise ähneln sich hier alle Produkte sehr stark.

Was besser oder weniger gut ist, ist wie immer eine Frage des persönlichen Geschmacks. Wenn ich hart auszureifende Rohwurst räuchere, dann immer nach der Fermentation. Neben viel Rauchgeschmack möchte ich wenigstens ein wenig natürlich entwickeltes Aroma.
 
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