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Stumpfe Messer - Bin ich zu Blöd?

Ich hab gelesen.
Mit dem Ikeateil kann man Messer schleifen.

So nenne ich es als Laie mal,wenn man Metall/Material von der Schneide abträgt.
Wie sich das in "Metaller-Kreisen" nennt,weiss ich nicht.

Mit einem Wetzstahl schleift man eher weniger,damit richtet man höchstens den entstandenen Grat auf um das Messer länger scharf zu halten.
 
Jetzt muss ich doch mal fragen: Wie kommst du darauf, dass man mit dem Teil schleifen kann :-?
 
Friedi schrieb:
Jetzt muss ich doch mal fragen: Wie kommst du darauf, dass man mit dem Teil schleifen kann :-?

sagte ich schon:Ich als Laie setze Materialabtrag mit schleifen gleich.

Ich besitze selber,wie erwähnt,das Keramikset von Spyderco und "schleife" damit meine stumpfen Messer wenn mit dem Wetzstahl nichts mehr zu machen ist.

Und der Ikea-keramikstab ist nichts anderes.
 
Ah, jetzt verstehe ich.
Da liegst du falsch. Der Keramikstab ist was anderes, der hat nämlich keine Schleifkörner.
 
Der Wirkungsmechanismus eines Keramikstabs ist der eines Wetzstahls.
Man führt den Stahl an einer glatten, feinen Oberfläche entlang, um den ganz feinen Schneidenbereich wieder "gerade zu biegen" (manchmal wird auch gesagt: um den Grat aufzurichten...).
-> Keramikstab, -bank oder -kegel

Nimmt man keramische Microshards (Mikrosplitter) und bindet diese mittels Bindemittel zusammen, hat man etwas, das keine glatte Oberfläche mehr hat, sondern viele mikroskopische "Messerchen", die von dem Stahl Material abtragen.
-> Keramische Schleifmedien
 
Keramikstab

Habe zwei Kermikstäbe im Einsatz. Den weißen von Ikea und einen rosa Stab vom Messerjockel auf dem Flohmarkt. Und beide Stäbe nehmen Material ab. Der rosane etwas mehr als der weiße. Ist natürlich nicht zu vergleichen mit einem Schleifstein, aber sie nehmen definitiv Material ab.

http://de.wikipedia.org/wiki/Keramikwetzstab

Gruß

Frank
 
Der Thread ist zwar alt. Will aber auch nochmal betonen, dass ein Keramikstab definitiv Material abträgt. Der untrügliche Beweis dafür sind die grauschwarzen Streifen, die sich auf der weißen Keramik beim Wetzen abzeichnen. Das ist der Abrieb der Messerklinge.
 
Der Thread ist zwar alt. Will aber auch nochmal betonen, dass ein Keramikstab definitiv Material abträgt. Der untrügliche Beweis dafür sind die grauschwarzen Streifen, die sich auf der weißen Keramik beim Wetzen abzeichnen. Das ist der Abrieb der Messerklinge.

Auch hier wieder: Größenordnung. Was an so einem Stab nach tausend Strichen hängt, habe ich nach fünf Strichen auf meinem Stein.
 
Die Behauptung war aber: "Man kann mit einem Keramikstab nicht schleifen." Die Behauptung war nicht. "Ein Keramikstab schleift, weniger als ein Stein." Sonst könnte man auch behaupten ein 10000 Abziehstein schleift nicht, weil er weniger schleift als ein 120er Schruppstein. Jeder Strich auf dem Keramikstab hinterlässt nunmal einen schwarzen Strich, der beweist, dass ein Materialabtrag stattfindet.

Es ist doch so, dass es fließende Übergänge gibt. Ein glatter polierter Stab richtet die Schneide nur wieder auf und nimmt so gut wie nichts weg. Aber schon die Züge eines Wetzstahls sind dafür da, die seitlich weggebogene Wate nicht nur aufzurichten, sondern quasi wieder gerade zu feilen. Und dieser zunehmende Materialabtrag spiegelt sich in den unterschiedlichen Feinheit der Züge. poliert, Superfeinzug, Feinzug, Mittelzug. Dann gibt es Keramikstäbe, Rubinkeramik, Saphirbeschichtung, Diamantbeschichtung mit jeweils unterschiedlich agressiver abrasiver Wirkung.
 
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