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Suche Nakiri-Messer

Dann grübel mal schön.
Aber wer sich mit japanischen Messern beschäftigt sollte mindestens
einen Wasserstein zum Nachschärfen haben.
Das muß ja nicht der ultimativ teuerste sein.
Das Nachschärfen geht auch mit Naßschleifpapier.
Denn Wetzstagl kannst du bei solchen Messern in der Schublade lassen.
 
Der Stein steht auch auf der to-buy-Liste, aber erstmal brauch ich hier eine Entscheidung. Trotzdem danke an alle für die rege Anteilnahme hier!

Nachdem ich soeben mein Massband konsultiert habe fällt das Dictum flach, 14cm sind zu wenig (nein ich bin keine Frau)! Dafür ist bei dem die Optik ideal für mich!

Tosa hocho Zakuri Serie ist sicher hochwertig, wenn die Standardserie mithalten kann dann ist das ne Überlegung wert! Und das 165mm Nakiri sieht auch gut aus! Zumindest auf dem vergrösserten Foto, auf der HP selber schauts anders aus :-(

Leider sind die anderen Vorschläge nicht wirklich nach meinem Geschmack....

Ich werde wohl noch warten bis zum WOK-OT, da werden sicher noch einige Experten anwesend sein...

Danke schonmal!

MfG Jackxn
 
Tosa hocho Zakuri Serie ist sicher hochwertig, wenn die Standardserie mithalten kann dann ist das ne Überlegung wert! Und das 165mm Nakiri sieht auch gut aus! Zumindest auf dem vergrösserten Foto, auf der HP selber schauts anders aus :-(

Grillkeks hatte auf dem vorletzten Burg OT das baugleiche Normal-Serienmesser meines Zakuri dabei. Im direkten Vergleich sind die Unterschiede nur im Griffmaterial und dem Bearbeiter. Ich habe das "Meistermesser" nur wegen "willhaben-Faktor" genommen. Nach meiner Meinung sind die Messer gleich gut. Aber ich bin ja, außer meiner Freude an Kochmessern, kein besonderer Messerspezialist.
 
Ich sag nochmal warum ich die Tosa Standard bei allen Vorteilen (Stahl und japanische Optik), die sie haben nicht ganz so toll finde. Dass die Klingengeometrie nicht gut ist, lässt sich an fünf Fingern abzählen. Bei Europäischen Messern wird die Klinge zum Rücken hin ungefähr gleichmäßig dicker - das nennt sich Flachschliff oder konischer Schliff. Bei den Tosa mit Schmiedehaut geht der Anschliff nichteinmal 2cm hoch. Der Schneidenwinkel ist also gut 2-3mal so groß, was eine schlechtere Schneidfähigkeit zur Folge hat, die einem Gemüsemesser fundamental widerspricht. Bei einem Fleischmesser ist das wurscht, weil das Schneidgut nicht klemmt. Bei einem Gemüsemesser aber nicht. Da kommt es auf eine feine Geometrie gerade auch beim Zwiebelschneiden an. Unter den Tosa Standard ist wohl das Nakiri das dünnste, aber immer noch einiges davon entfernt wirklich optimal zu sein.

Optimal ist das Herder, dann würden wahrscheinlich gleichauf die Nakiris von Watanabe und Shiro Kamo kommen, dann die polierte Version des Tojiro Yasuki (bzw. Fujitora) und dann das Tosa. Ich kann sehr gut verstehen, dass die Tosas gefallen und sie sind auch gut - von der Schneidfunktion d.h. der Eignung als Gemüsemesser gibt es aber besseres. Das sollte man zumindest wissen, wenn man sich für Tosa entscheidet.
 
@Carbo: Danke für die Einschätzung! Werd mir das nochmal überdenken, dauert ja noch eine Woche bis es soweit ist!

Ich glaube es ist zielführender selber nach Japan zu fliegen und dort einzukaufen ;-)

MfG Jackxn
 
Ich sag nochmal warum ich die Tosa Standard bei allen Vorteilen (Stahl und japanische Optik), die sie haben nicht ganz so toll finde. Dass die Klingengeometrie nicht gut ist, lässt sich an fünf Fingern abzählen. Bei Europäischen Messern wird die Klinge zum Rücken hin ungefähr gleichmäßig dicker - das nennt sich Flachschliff oder konischer Schliff. Bei den Tosa mit Schmiedehaut geht der Anschliff nichteinmal 2cm hoch. Der Schneidenwinkel ist also gut 2-3mal so groß, was eine schlechtere Schneidfähigkeit zur Folge hat, die einem Gemüsemesser fundamental widerspricht. Bei einem Fleischmesser ist das wurscht, weil das Schneidgut nicht klemmt. Bei einem Gemüsemesser aber nicht. Da kommt es auf eine feine Geometrie gerade auch beim Zwiebelschneiden an. Unter den Tosa Standard ist wohl das Nakiri das dünnste, aber immer noch einiges davon entfernt wirklich optimal zu sein.

Optimal ist das Herder, dann würden wahrscheinlich gleichauf die Nakiris von Watanabe und Shiro Kamo kommen, dann die polierte Version des Tojiro Yasuki (bzw. Fujitora) und dann das Tosa. Ich kann sehr gut verstehen, dass die Tosas gefallen und sie sind auch gut - von der Schneidfunktion d.h. der Eignung als Gemüsemesser gibt es aber besseres. Das sollte man zumindest wissen, wenn man sich für Tosa entscheidet.

Da muß ich dir uneingeschrenkt recht geben. Das Standard-Toso ist ein gutes Messer und mit ein bissl Nachschleifen rattenscharf. Wenn es, wie beim reinen Gemüseschneiden, auf die Geometrie ankommt, gibt es wirklich bessere.
Für diese Aufgaben ist das Herder mein Favorit ... oder ein Chroma 301 Kochmesser tuned bei Jürgen Schanz, aber das ist eine andere Preisklasse.

Jackxn, ich weiß wie schwer die Entscheidung ist und wünsche dir, dass du das richtige Messer für dich erwischt.

Viele Grüße :maß:
Grillkeks :keks:
 

Auch wenn du es optisch nicht magst... scharf ist es :-D
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich würde nie ein Messer erwerben was ich nicht in der Hand gehabt habe.... zu viele Unterschiede die eine Rolle spielen! Alleine schon wie das Messer ausbalanciert ist ...
Ein Messer (außer zur Show) ist ein Gebrauchsgegenstand, welches dir liegen muss!
 
@Carbo: Danke für die Einschätzung! Werd mir das nochmal überdenken, dauert ja noch eine Woche bis es soweit ist!

Ich glaube es ist zielführender selber nach Japan zu fliegen und dort einzukaufen ;-)

MfG Jackxn

Wenn du da bist, schau mal auf einem Wochenmarkt vorbei, da schein es auch brauchbare Messer zu geben.

Selling japanese knives 1 - YouTube
 
Hallo,

darf ich auch meinen Senf dazu geben ?

Zwei Dinge sind mir zuletzt aufgefallen:
Fast jeder Fred, egal womit er startet, schwenkt fast automatisch nach kurzer Zeit in Richtung "Japaner". So, als ob man nur mit einem "Blattschneider" (Naki-ri) richtig Gemüse vergewaltigen könnte...

Zweitens solltest Du die Regel beachten, daß ein Küchenmesser fast so gut passen (und damit ausgesucht werden) sollte wie ein neues Paar Schuhe.
Von den genannten "Japanern" weißt Du praktisch gar nicht wie und ob sie dir überhaupt liegen ?

Ich bin auch der Meinung, daß ein Santoku und ein Nakiri irgendwie doppelt gemoppelt ist. Z.Bsp. chinesische Profiköche verarbeiten praktisch alles mit einem monströsen Cleaver, von dem unser eins Alpträume bekommt, aber die lernen es so und kennen es nicht anders. Jahrelange Übung und Gewöhnung. Genau so könntest Du auch schon alles mit deinem Santoku erledigen.

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Ich habe gerade einen so hübschen Deal mit einem Herder Händler getätigt, daß ich, obwohl ich derzeit von Beruf sauer bin auf die Firma, zu zwei Herder Messern raten würde (bis Sonnenuntergang sind heute alle "offenen Rechnungen" beglichen), mal so ganz gegen den Strom:

- Kochmesser 1922 Carbon/Pflaume (edenwebshops 109.-)
- zusätzlich kl.Gemüsemesser "Klassiker" oder "K1"

oder, wenn's denn unbedingt darauf hinaus läuft, daß nur japanisch anmutende Messer wirklich Gemüse zerspanen können, das

- Herder Nakiri ACHTUNG: Carbonstahl !!! der rostfreie taugt nix für den Zweck...

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Übrigens kann auch ich eine Lanze brechen für die Tosa Hochos. Was der Mann meint mit seinen "Warnungen" ist pures Understatement. Ich habe selten einen kompetenteren Händler erlebt als ihn.

Grüße aus Rübennasenhausen !
 
Gehen wir also mal zum Anfang zurück.
Wie war noch mal die Frage des Frederstellers ?

Hallo!

Ich suche ein Nakiri oder Usuba (rechts) Messer im Bereich bis 60€, was könnt ihr mir da empfehlen?

Anwendungszweck: auf Gemüse rumhacken...

Da ist also nix geschwenkt oder verbogen worden.
Die Frage war Nakiri oder Usuba, und mir ist kein Usuba in dem Preisbereich aus Solingen bekannt.
Und Nakiris aus Solingen sind auch eher selten.
Man könnte natürlich über Messer im Solinger Dünnschliff diskutieren,
war aber hier nicht gefragt. Würde aber Kosten und Messer sparen.
Aber die Frage war ja nicht, was würdet ihr zum Gemüseschneiden empfehlen.
 
Guten Morgen Jackxn,

Ich habe das Windmühle Nakiri. Es passt genau in Deine Vorstellung und kostet in nicht rostfrei 50 €, passt also hervorragend zu Deiner Fragestellung.
Es ist sauscharf, sehr dünn und gleitet auch durch hartes Gemüse, siehe das Video mit der Möhre. Es gleitet tatsächlich ohne Druck von oben, also nur durch das geringe Eigengewicht durch.
Ich halte es hauptsächlich mit dem schwedischen Keramikstab scharf. Das funktioniert wunderbar.
Mach Dich nicht verrückt und teste es! Du wirst begeistert sein, und das Messer intuitiv für die richtigen Aufgaben aus dem Block holen und viel Spaß beim Schnibbeln (nicht beim Hacken) haben :-)

Liebe Grüße
Schlichi
 
@ Ice2 Warum?

Die extrem dünngeschliffenen Herdermesser haben einen, sagen wir mal, rostfreien Stahl vom Typ "Zweiter Sieger". Ich habe in einem anderen Fred schonmal betont, daß mit Dünnschliff sogar Hartholz schneidet. Die oberste Herderführung spart wo sie nur kann, auch beim Stahl. Früher kamen gute Messer in schmucken Schachteln, heute in Wellpappe und demnächst in die Zeitung vom Vortag eingewickelt...

So kann einem alles mögliche passieren mit rostfreien Küchenmessern, welche auch mal robust behandelt werden. Habe ich selber mehrfach erlebt.
Daß die Klingen superleicht verkratzen oder sich der feine Schneidgrat in Nullkommanix umlegt ist die harmlose Seite. Aber diese Billigstahlklinge kann sich auch kalt verbiegen und verformen und so... besonders an der Schneide.

Zur Erinnerung, für die Billigserien verwendet Herder 1.4110 (440A) und auch nicht auf 60 Rockwell gehärtet (geht bei dem glaub ich gar nicht), sondern eher 54HRC. Dazu gehören die kleinen Küchenklassiker und das alte Kochmessertrio. Die eisgehärteten "besseren" Serien mit angeblich 60HRC haben meist 1.4116 (440B Stahl). Welcher schon spürbar fester ist. Z.Bsp. ist das "Für Zwei / K1" Messer in rostfrei das erste kleine Schälmesser, das es in seinen Eigenschaften mit den rostenden Klassikern aufnehmen kann. Zum dreifachen Preis.

*** Tante Edit sagt gerade, daß es sich bei den wirklich billigen rostfreien Herdermessern sogar nur um Aisi 420 Stahl (1.4034) handeln kann. Sie fühlen sich nämlich gar zu federleicht und Aluminium-haft an. Ihre nicht rostfreien Carbonstahlvarianten sind spürbar vorderlastiger und fester. Das Ganze wird dann auf magere 54HRC gehärtet und -2HRC wieder abgeschliffen, da die Rockwellhärte eine Oberflächenspannung ist, macht in der Summe 52HRC. ***

Mit rostenden Herderklingen. egal welcher Preisklasse, sind mir solche Kapriolen noch nie pasiert. Gerade in dem angegebenen Preissegment sind die Carbonstahlklingen konkurrenzlos dauerscharf bei minimalem Pflegeaufwand. Und sie fühlen sich auch schon unter 100 EUR vertrauenerweckend an. In dieser Holzklasse bei Herder taugen die rostfreien Klingen einfach nicht viel, ihre Kohlenstoffstahlvarianten sind haushoch besser.

Darum.

Grüße aus Rübennasenhausen !
 
Zuletzt bearbeitet:
Dass rostenden Stähle von Herder im allgemeinen besser sind, als die rostfreien ist bekannt. Sonst stimmt aber so gut wie nix, das du geschrieben hast.

Weder verwendet Herder "Billigstahl", noch verkratzen rostfreie Herder "superleicht". Die verkratzen genauso schnell wie andere Solinger und sie verkratzen dann, wenn was härteres als der Stahl auf die Flanken kommt. 54 Hrc stimmt nicht. Richtig ist eher 56 Hrc für die rostfreien und 58 für die rostenden. Rostender Stahl ist im allgemeinen billiger als rostfreier Stahl.

"Aber diese Billigstahlklinge kann sich auch kalt verbiegen und verformen und so... besonders an der Schneide."1. Das geht auch mit rostendem "Billigstahl" schließlich werden die Messer gestanzt, was ein Kaltumformverfahren ist. 2. Du tust so, als sei der rostfreie Stahl sowas wie ein Bleiblech. Kaum kommt man dran, verbiegt sich die Schneide. Das ist natürlich Blödsinn. Die Flexibilität wird bei der Wärmebehandlung eingestellt und ist für den Dünnschliff unumgänglich. Es stimmt zwar dass rostender Stahl feine Schneiden besser hält als rostfreier, aber das gilt allgemein und ist nicht herderspezifisch.

Deine Stahlangaben sind auch falsch. Weder entspricht 1.4110 dem 440A, noch 1.4116 dem 440B.
Aus der Stahltabelle von Böker:
440-A (Kohlenstoff 0,6-0,75, Chrom 16-18, Molybdän 0,75, Hrc 56)
440-B (Kohlenstoff 0,75-0,95, Chrom 16-18, Molybdän 0,75, Hrc 56)
Aus Merkblatt 821 Informationsstelle Edelstahl rostfrei (ISER):
1.4110 oder X55CrMo14 (Kohlenstoff 0,48/0,60 Chrom 13,0/15,0 Molybdän 0,50/0,80 Vanadium <0,1)
1.4116 oder X50CrMoV15 (Kohlenstoff 0,45/0,55 Chrom 14,0/15,0 Molybdän 0,50/0,80 Vanadium 0,1/0,2)

440A und 440B enthalten beide mehr Kohlenstoff als 1,4110 und 1,4116. Dagegen unterscheiden sich 1.4110 und 1.4116 nur geringfügig. Für Härten bis 60HRC wird Herder höchstwahrscheinlich diese beiden Stähle nicht benutzen. Herder gibt für das K5,K4.. an "Chrom-Molybdän-Vanadium-Stahl mit 0,7% Kohlenstoff" (Quelle Messerspezialist) 440B enthält kein Vanadium. Möglich wäre beispielsweise Aus 8 (C 0,7-0,75, Chrom 13-14,5, Mo 0,1-0,3, V 0,1-0,25) oder was äquivalentes.

"Die eisgehärteten "besseren" Serien mit angeblich 60HRC" Meines Wissens gibt es nur die K-Serie, die in rostfrei mit 60 HRC angegeben wird. Eishärtung kommt nicht nur bei den besseren Serien zum Einsatz. "Die rostfreien Klingen der Windmühlen-Manufactur sind vacuum-eisgehärtet nach dem PräziVac © Verfahren und versprechen daher allerbeste Qualität."
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich wollte auch schon sagen .. 440A und B haben damit nicht so viel zu tun, ebenfalls verarbeitet Herder keinen besonderen "Billigstahl". Zum Einsatz kommt meines Erachtens für die rostfreien Messer X50CrMoV15, also das, was alle anderen auch verwenden, und zwar mit großer Wahrscheinlichkeit aus Deutschland.
 
WOW, hier gehts ja rund!

Danke für die rege Anteilnahme an meinem Problem:

Eine Anmerkungen zu den letzten Beiträgen:

Das angeblich sofortige Abschwenken nach Japan:
Das ging von mir aus weil ich es so will, es gefält mir besser und es ist mein Geld ;-)

Doppelt gemoppelt:
Mein Santoku ist meine Allzweckwaffe. Wenn man damit auch ausbeint und Knorpel schneidet lässt sich eine hohe Schärfe nicht so einfach halten.
Das Nakiri wird ein Feinwerkzeug für Gemüse, das ewige Zwiebelgeheul geht mir auf die Nerven...

Wie gesagt, ich werde nach Möglichkeit am We mal ein paar Messer live besichtigen und mich dann entscheiden...

MfG Jackxn
 
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