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Turbo PP

Gestern musste ich auf meinem GA für eine Party 2 3kg-PPs machen. Da das ja vom Prinzip nun nichts Neues mehr ist habe ich mir die Fotostory gespart. :P F E I F E N:

Als Setup habe ich Kokosstangen liegend benutzt, da immer noch nicht alle Kaiwag Kokosstangen meiner Großbestellung weg sind (vorher zwinge ich mich jetzt dazu, keine Grillies zu benutzen). Das hatte zur Folge, dass nach ~6h bei einer KT von 75°C (also nach Plateau #1) die GT erneut unter 100°C gefallen ist, wobei sie die ganze Zeit schon ziemlich niedrig war. Setup erneuern mit 2 Ebenen auf dem GA ist immer etwas mühselig und ich war eh etwas gestresst. Also...
... habe ich die Brocken in Jehova gehüllt und in den BO bei 165°C GT gepackt. :K I P P:
Ab dann ging es recht schnell. Nach weiteren 2h waren 92°C KT erreicht, und die Beiden durften dafür ausnahmsweise über 1h ruhen. :P F E I F E N:

Das Ergebnis war klasse. Ich werde das jetzt wohl öfter so machen. :N I C K E N:

Ich hatte keinesfalls den Eindruck, dass das 2. Plateau übersprungen wurde und deswegen irgend etwas schlechter war o.ä. Im Gegenteil: sehr saftig.

Zum Thema "Kruste": ich fand schon immer, dass man bei PP nicht von Kruste sprechen kann. Unter Kruste verstehe ich etwas, was durch Maillard Reaktion entstanden ist. Das kann bei PP (wenn es denn richtig gemacht worden ist) nicht der Fall sein, weil die Temperatur zu niedrig ist. Vielmehr ist die äußere Schicht angetrocknet und verfärbt und würzig von Rauch und Rub. Knusprig ist sie eh nie ( imho). Und spätestens beim Ruhen in Jehova wäre dieses Thema dann auch gegessen. :P E A C E:

Mein Fazit: Anfangen im Rauch und nach eine außreichenden Zeit dann weiter garen in Jehova bei erhöhter Temperatur (ob jetzt im Grill / Smoker oder im BO) ist eine gute Methode, um schneller und ggf. einfacher (GA...) zu einem vergleichbaren Ergebnis zu kommen.
Traditionalisten, die das lieber komplett in der Lok machen, dürfen das natürlich auch gerne weiter so tun. Kultiger ist es auf jeden Fall. :T H U M B:

Gruß
Michael
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für deinen Bericht! Bei mir ist das Thema noch offen, will es aber unbedingt noch ausprobieren :anstoßen:
 
Ich hatte keinesfalls den Eindruck, dass das 2. Plateau übersprungen wurde......




....ich bitte um Erklärung ! Fette, Bindegewebe und Colagene zerfallen eben nur 1x ! Wie willst Du also eine 2te Plateauphase erklären ?
 
:hmmmm:

Ich konnte das noch NIE beobachten ! Leider habe ich wohl zu wenig Erfahrung in diesen Dingen.......

Bisher hat sich das bei mir, bei bis Dato rund 220 Kg (oder mehr) gemachten PP in den letzten Jahren, immer im Bereich 75-85 Grad abgespielt. Wo soll denn die 2te Phase passieren ? Bei 86 Grad ?

Verstehe ich nicht und iss mir auch egal...... :prost:

Aber Deine "Erklärung" ist echt stichhaltig, vllt überzeugst Du damit ja Jemanden.....:roll:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe das eigentlich immer bei ~73°C und ~82°C. Wobei ich bisher nur 25kg oder so gemacht habe. ;)

Unsere Erklärung (ist ja eher Micha's als meine) ist tatsächlich rel. stichhaltig. :Z U N G E:

100%ig verstanden habe ich es aber trotzdem immer noch nicht. ;)

Gruß
Michael
 
Schüchtern zu Wort meld:

Ich habe zwar erst zwei mal PP gemacht, aber bei mir hing es auch zweimal, also beim PP :D

Etwa bei 72 Grad und dann irgendwo Mitte 80. Und das bei beiden Fleischstücken. Ich werde das Turbo PP auch mal testen.
 
*auchmeinenSenfdazugebenmuß*

Das mit dem Hängen ist dann der Fall wenn die GT niedrig gehalten wird, denn durch die Umandlung wird Energie verbraucht. Wenn jetzt die GT so niedrig ist, ist die zugeführte Energie zu wenig um einen Temperturanstieg zu erzeugen bis der chemische Prozess abgeschlossen ist. Die Umwandlung erfolgt bei dieser Temp als Minimum. Dh bei höherer GT passiert im Prinzip genau das Selbe.. nur es fällt einem dieses "Plateau" einfach nicht auf weil die Energiezufuhr zu hoch ist als das die KT merkbar stehen bleibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
*auchmeinenSenfdazugebenmuß*

Das mit dem Hängen ist dann der Fall wenn die GT niedrig gehalten wird, denn durch die Umandlung wird Energie verbraucht. Wenn jetzt die GT so niedrig ist, ist die zugeführte Energie zu wenig um einen Temperturanstieg zu erzeugen bis der chemische Prozess abgeschlossen ist. Die Umwandlung erfolgt bei dieser Temp als Minimum. Dh bei höherer GT passiert im Prinzip genau das Selbe.. nur es fällt einem dieses "Plateau" einfach nicht auf weil die Energiezufuhr zu hoch ist als das die KT merkbar stehen bleibt.

Nope, es verschiendene Processe mit unterschiedlichen Enthalpien zu Gange.

Die zugeführte Engerie in einem Grill ist immer unendlich grösser als die verbrauchte Energie :trust:
 
Nope, es verschiendene Processe mit unterschiedlichen Enthalpien zu Gange.

Die zugeführte Engerie in einem Grill ist immer unendlich grösser als die verbrauchte Energie :trust:

Nix kann unendlich gross sein, denn dann wären wir nicht!

Moman
 
Zuletzt bearbeitet:
War nicht schlecht aber L&S schmecht besser da wesentlich mehr
Fett wegläuft und die Kruste bei L&S besser ist.
Die Senfsauce war allerdings klasse.
Also ich würde mal behaupten, dass der größte Unterschied bei der "Kruste" durch das "Einsenfen" entstanden ist. ;)
Da steht nichts von Jehova... hast Du das Teil einfach offen bei 190°C GT drin gelassen? Dass das tendentiell trocken werden könnte überrascht mich jetzt nicht wirklich... :P E A C E:

Nope, es verschiendene Processe mit unterschiedlichen Enthalpien zu Gange.
Och menno Micha. Der Gedankengang von pezibaer war mir wirklich sympathisch!

Nix kann unendlich gross sein, denn dann wären wir nicht!
:rolleyes:
Ich bin SICHER, dass Micha auch hätte schreiben können "Die durch Verbrennung im Grill bereitgestellte Energie kann vereinfacht als unendlich angenommen werden."
Wäre dadurch irgendwas verständlicher geworden? Nein.
Noch schreiben wir hier keine Doktorarbeiten... :P F E I F E N:

Nichtsdestotrotz bin ich mir nicht sicher, ob Micha da nicht falsch liegt. Natürlich ist die in den Kohlen gespeicherte Energie riesig. Nur was kommt beim Gargut an? Das ist schlicht und einfach eine sogenannten frei Konvektion bei einem liegenden zylindrischen Körper (vereinfacht angenommen). Da verschwindet eine Menge Energie über die Vents (und natürlich auch über das Gehäuse über Konduktion).

Gruß
Michael
 
:rolleyes:
Ich bin SICHER, dass Micha auch hätte schreiben können "Die durch Verbrennung im Grill bereitgestellte Energie kann vereinfacht als unendlich angenommen werden."
Wäre dadurch irgendwas verständlicher geworden? Nein.
Noch schreiben wir hier keine Doktorarbeiten... :P F E I F E N:

Nichtsdestotrotz bin ich mir nicht sicher, ob Micha da nicht falsch liegt. Natürlich ist die in den Kohlen gespeicherte Energie riesig. Nur was kommt beim Gargut an? Das ist schlicht und einfach eine sogenannten frei Konvektion bei einem liegenden zylindrischen Körper (vereinfacht angenommen). Da verschwindet eine Menge Energie über die Vents (und natürlich auch über das Gehäuse über Konduktion).

Gruß
Michael

:mornin:
Doch, ich sehe das auch so! Selbst wenn von der unendlich vorliegenden Energie (vergleichend!) etwas durch die Vents verschwindet, dann bleibt immer noch unendlich übrig! :blinky:
Die Temperatur im Kugelreaktor ist ja auch konstant. Würde zu viel Energie aufgenommen bzw. ginge verloren, dann wäre der Grill beim Reinlegen des Garguts kalt....

:prost:
 
Ok. Also schauen wir uns das System mal genauer an. Die glühende Kohle gibt mal grundsätzlich 3 Arten von relevanter Energie ab:
  • Strahlung
  • Konduktion
  • Konvektion
Die Strahlung spielt bei beim indirekten Grillen keine Rolle, weil das Grillgut eben abgeschirmt ist. Konduktion (Wärmeleitung im Material - Genhäuse, Rost) spielt auch eine untergeordnete Rolle.
Konvektion (erhitzte Luft, die von unten nach oben am Grillgut vorbeiströmt - sog. freie Konvektion) ist das was hier die tragende Rolle spielt.
Und wieviel Energie diese warme Luftströmung pro Zeiteinheit an das Grillgut abgeben kann liegt am Wärmeübergangskoeffizienten, dem Temperaturgradienten, der Geometrie des Grillguts und der Strömungsrichtung (die letzten beiden bestimmen die sog. Reynoldszahl). Das nennt man dann Wärmestrom (Q mit einem Punkt oben drauf *g*). Dieser ist entscheidend und alles andere als unendlich...

Gruß
Michael
 
QUOTE=Moman;1045811]Nix kann unendlich gross sein, denn dann wären wir nicht!

Moman[/QUOTE]

Falsch:

1/0 ist auch unendlich. Zur Vertiefung der Materie sei http://de.wikipedia.org/wiki/Grenzwert_(Funktion) empfohlen


Ok. Also schauen wir uns das System mal genauer an. Die glühende Kohle gibt mal grundsätzlich 3 Arten von relevanter Energie ab:
  • Strahlung
  • Konduktion
  • Konvektion
Die Strahlung spielt bei beim indirekten Grillen keine Rolle, weil das Grillgut eben abgeschirmt ist. Konduktion (Wärmeleitung im Material - Genhäuse, Rost) spielt auch eine untergeordnete Rolle.
Konvektion (erhitzte Luft, die von unten nach oben am Grillgut vorbeiströmt - sog. freie Konvektion) ist das was hier die tragende Rolle spielt.
Und wieviel Energie diese warme Luftströmung pro Zeiteinheit an das Grillgut abgeben kann liegt am Wärmeübergangskoeffizienten, dem Temperaturgradienten, der Geometrie des Grillguts und der Strömungsrichtung (die letzten beiden bestimmen die sog. Reynoldszahl). Das nennt man dann Wärmestrom (Q mit einem Punkt oben drauf *g*). Dieser ist entscheidend und alles andere als unendlich...

Gruß
Michael

Falsch!

Holzkohle liefert ca. 18,7 MJ/kg und dies ist die Gesamtenergie die Du in deinen UDS oder was auch immer rzeugst und dies ist ein vielfaches von dem was das PP verbraucht :trust:
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Falsch!

Holzkohle liefert ca. 18,7 MJ/kg und dies ist die Gesamtenergie die Du in deinen UDS oder was auch immer rzeugst und dies ist ein vielfaches von dem was das PP verbraucht :trust:
War das eine Antwort auf meinen Post? Ich erkenne keinen Zusammenhang... :P E A C E:

Mit dieser Aussage hast Du Recht - das habe ich nicht bezweifelt. Nur kommt beim Fleisch nicht viel davon an. Das ist meine momentane Kernaussage.
Wenn das ein geschlossenes System wäre... ist es aber nicht.

Gruß
Michael
 
War das eine Antwort auf meinen Post? Ich erkenne keinen Zusammenhang... :P E A C E:

Mit dieser Aussage hast Du Recht - das habe ich nicht bezweifelt. Nur kommt beim Fleisch nicht viel davon an. Das ist meine momentane Kernaussage.
Wenn das ein geschlossenes System wäre... ist es aber nicht.

Gruß
Michael

Ich würde den UDS als Quasi-Sationäres System ansehen (JA, er ist nicht komplett isoliert, etc, etc. Deswegen meinte ich auch das die 18 MJ >>>> Umwandlungsenergie des PP ist. Diese Energie kommt per Strahlung, Konvektion oder was auch immer zur Geltung. Ich denke dies noch zu differentieren würde in der Tat zu einer Berufung nach Stanford führen :lachen1:
 
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