Die Schmiedeglut Leute vermarkten sowieso nur ihren Diamant schärfer.
Genau. Das hat mich schon immer an denen gestört. 80% Marketing. Stimme dir zu - der letzte Satz ist aber nicht richtig.
Beim Tomatentest: Während beim horlgeschärften Messer nur aufgelegt und gezogen wird, wird beim Diamantleder-Messer geschoben und das heißt dass Druck nicht nur durch das Eigengewicht kommt sondern auch durch die zwei Finger. Das ist Manipulation. Außerdem ist mit dem Diamantleder ein Winkelhalten nicht möglich. Das ist so wacklig wie mit dem Stab. Außerdem kann man das Schärfen einer kompletten Wate nicht vergleichen, mit dem Abziehen mit dem Diamantleder. Das eine stellt eine komplette Schneidfacette her, das andere höchstens eine Microfase. Äpfel und Birnen. Schärfen wird mit Scharfhalten verglichen und oh Wunder Scharfhalten geht schneller. Nächster Blödsinn Ausbeinmesser: Schrecklich! Man kann mit dem Rollschleifer die hintere Rundung nicht schärfen. Frage: Wer um alles in der Welt schneidet mit dieser Rundung. Die entsteht weil das Messer so schmal ist. Damit muss man nicht schneiden und deshalb muss man sie auch nicht schärfen. Brotmesser gehen nicht mit dem Horl - niemand würde auf die Idee kommen einem Stein vorzuwerfen, dass er Wellenschliff nicht kann. Die machen die Leute dumm oder halten sie für dumm.
Das einzige wo ich beim Chorl tatsächlich einen Nachteil entdecken kann sind die Diamantscheiben, die nicht ganz so lange halten. bzw. die sind frisch
bedeutend abrasiver als nach fünf Messern. Das heißt aber bloß das sie etwas feiner werden. Bei den Preisen die sie kosten kannst du dir 10-20 Scheiben zulegen bis du eine Horlscheibe kaufen kannst. Vorteil der Chinascheiben ist die Vielfalt. Es gibt Diamantscheiben verschiedenster Körnung bis 1000, 2000, 3000 hoch. Es gibt künstliche Wassersteine und es gibt Natursteine und eine Lederscheibe und es gibt eine Sinterubinscheibe. Also kürzt sich die Kritik am Chorl auf die nicht ganz so guten Diamantscheiben zusammen.
Damit meine Empfehlung nicht mit falschen Maßstäben konfrontiert wird. Der Horl oder Chorl oder Chroll ist nichts, wenn man auf einen Schlag an viele und dicke Messer eine Schneidfase schleifen will. Wenn man zwei bis vier dickere Messer hat kann man das machen. Das dauert dann einmal länger und dann kann man immer mit dem vorgegebenen Winkel nachschleifen. Richtig gut ist er aber bei dünnen Messern mit denen man, weil wenig Material weg muss, ruck zuck wieder eine saubere Wate hat. In der Küche arbeite ich nur mit dünnen Messern. Wenn ich ein neues kaufe und es ist dick, wird es umgearbeitet. Vorher benutze ich das nicht, weil es keinen Spaß macht. Wenn es dünn ist, kann man es sehr lange mit dem Stahl scharf halten. Wenn man aber doch mal eine neue Wate braucht geht das mit dem Chorl oder Horl sehr gut. Außerdem ist der Horl quasi idiotensicher, weil der Winkel vorgegeben ist. Und der Chorl ist günstig. Ich bin der Ansicht von @deraaf , dass viel zu viel Schärfekult betrieben wird.
So um die 60-61 Hrc sind noch gut mit dem Stahl scharf zu halten. Aber ich will daraus auch kein Dogma machen, wenn @RaMiBru sagt, dass auch härtere Messer von JJT mit dem Stahl bzw. Dickeron scharf gehalten werden können, ist das prima. Das Kriterium ist die Wetzbarkeit nicht die Härte.