Hallo,
ein kleines Update ist mal wieder überfällig.
Letztes Wochenende habe ich die Verschalung aus Rhombusleisten zusägen und montieren wollen und ich bin fast durchgedreht.
Ein talentierter Schreiner/Tischler ist an mir sicher nicht verloren gegangen.
Nunja. Also: Kappsäge raus, ausgemessen, Anschlag eingestellt und alles zugesägt.
Schmale Streifen aus 9mm Siebdruck sollen als Abstandhalter/Hinterlüftung dienen. Also habe ich die Rhombusleisten von hinten mit den SD-Streifen verschraubt. Abstand zwischen Leisten ist auch jeweils 9mm. So sind drei große Elemente entstanden, die ich wiederum an den mit 9mm-SD verschalten Korpus von hinten verschraubt habe.
So sollte ja alles schön gleichmäßig werden... denkste!
1) Rhombusleisten sind - auch wenn sie alle gleichzeitig gekauft wurden - nicht immer gleich hoch
2) Wenn man nicht 100% aufpasst, sägt die Kappsäge nicht exakt 45° bzw. 22,5°
3) Wenn man nicht 100% aufpasst, stimmt die Länge nicht genau - vermutlich weil die Leisten alle sehr wenig krumm/gebogen sind ergab sich trotz Längenanschlag eine Varianz von mehreren Milimetern
4) Wenn Die Unterkonstruktion nicht 100% im Wasser steht, dann passt es später vielleicht unten - oder oben - aber auf keinen Fall unten UND oben.
Nach dem ich am Freitag noch mit dem Gedanken spielte den "ganzen sch*" wieder zurückzubauen und ganz neu anzufangen... habe ich dann am Samstag mein Improvisationstalent ausgepackt.
An dem Elementen die Senkrechten angezeichnet. Abgenommen und mit der Handkreissäge und Führungsschiene die Gehrungen neugesägt. Das klappte VIEL besser als jede Leiste einzeln zu sägen. Die Winkel waren nun korrekt und alle Leisten wirklich gleich lang - allerdings nun auch 1-1,5 cm zu kurz.
Den Unterbau habe ich, sofern ohne großen Rückbau möglich, etwas ausgeglichen und die Unter-Verschalung aus Siebdruck möglichst ins Lot gebracht.
Dann konnte ich die Elemente wieder montieren. Die entstandenen Lücken an den beiden 45°-Ecken habe ich mit jeweils zwei senkrechten Rhombusleisten abgedeckt.
Nun ist meine Tresenabdeckung (die ich dummerweise schon zugesägt habe, bevor der Teil darunter fertig war) ist nun an der Wandseite ein paar cm zu kurz. Das werde ich vermutlich fixen können, in dem ich das eine Brett austausche.
So sieht übrigens mein Paletten-Provisorium kurz vor Demontage aus. Man kann also nicht behaupten, das Holz hätte (trotz Luftspalt und Hitzeschutzband) das ganze unbeeindruckt mitgemacht.
Unterkonstruktion mit 9mm-Siebdruck verschalt.
Testweise schmale Streifen aus 9mm-SD als Hinterlüftungsabstand für die Rhombusleisten
Ausmessen und ab an die Säge:
Elemente aufhängen
Das ist nun schon nach dem "fixen" der ungeleichen Längen und Gehrungen. Man sieht sehr gut die Lücke und die unterschiedlichen Höhen der Leisten/Elemente.
Aktueller Stand:
Als nächstes werde ich mich wohl endlich mal dem Thema Arbeitsplatte widmen müssen.
Meine letzte Idee war eine FunderMax Exterior Platte zu verwenden. Ich kann die allerdings nur als ganze Platte kaufen. Das kostet mich dann etwa 600€.
Eine 12mm Resopal-Platte würde mich auch noch 430€ kosten.
Eine 6mm "Abet"- Schichtpressstoffplatte kostet mich 140€.
Beton möchte wegen der Optik nicht.
Mikrozement fällt wg Optik, Preis und fehlendem Spachteltalent aus.
Fliesen bin ich mir unsicher wegen der Fugen.
Naturstein vermutlich auch zu teuer - eine Anfrage beim Steinmetz d.V. nach "Resten" läuft und klärt sich vielleicht diese Woche.
Eine massive Holz-Arbeitsplatte (z.B. Buche ist günstig) würde mich vermutlich um die 140€ kosten. Die könnte ich noch behandeln (ölen oder lackieren?). Und im Zweifel schleife ich die einmal im Jahr ab, oder in drei Jahren fliegt sie wieder raus...
Vielleicht wird es doch eine 15mm Siebdruckplatte und darauf die "günstige" HPL. Aber was mach ich dann mit den Kanten?
Oder doch großformatige Fliesen/Feinsteinzeug?
Ach.. ich weiß auch nicht.
Gruß
Tobias
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