Feuerinferno und Putzterror
Hallo,
sagt mal, wie geht Ihr denn mit dem Flammenproblem um. Immer wenn ich Grillgut auf den Rost packe steht der nach wenigen Sekunden in Flammen.
Ich heize den Grill geschlossen ca.15 Minuten bis auf Maximaltemperatur..so um die 300 Grad schafft der 5.2 inox bei mir. Deckel hoch, Fleisch auf den Rost (z.B. Steak, leicht geölt mit Salz und Pfeffer). Nach 1,5min. schlagen die ersten Flammen hoch. Das macht keine Freude....
Hallo BBCook,
Ich kann verstehen das Dir die Freude etwas abhanden gekommen ist. Die von Dir geschilderten Effekte erinnern mich an meine Anfänge. Aber irgendwann hat man den Dreh raus
Hier meine Tipps zum Vermeiden des Flammeninfernos:
1. Einheizen auf Maximaltemperatur ist meiner Meinung nach nicht nötig -
stattdessen stelle ich alle Brenner auf 50% und heize vor bis das Thermometer ca. 150°C anzeigt. Danach stelle ich auf auf Minimalstellung. Kurz vor Auflegen des Grillguts reibe ich den Rost und die Grillplatte mit einem sonnenblumenölgetränkten Küchentuch ein (nicht mit der Hand, sondern mit der Grillzange).
2. Steaks auf Grillplatte grillen -
denn das heruntertropfende Fett führt auf dem Rost zwangsweise zu Fettbrand.
Auf den Grillrost kommen bei mir nur Würstchen und Mischbrotscheiben die bei kleinster Flamme und regelmäßigem Wenden direkt gegrillt werden.
...Und ablöschen mit Bier ist ja wohl eher nicht so gut bei Gas. Ausmachen hilft nicht, da es weiter brennt. Daher bin ich dazu übergegangen alles außer Steaks auf der Guss-Riffelplatte zu braten, die bei mir links positioniert ist. Aber das kann ja nicht im Sinne des Erfinders sein oder?
Wie macht Ihr das?
Wie gerade geschrieben, eigentlich anders rum (Steaks auf Platte).
Zum Putzen:
Nach jedem Grillen heize ich den Grill für 15-20 Minuten auf Maximum...was ganz schön ins Gas geht. Leider verbrennen dabei nur die Rückstände auf dem Grill...Die Gussplatte bekomme ich nicht abgebrannt, obwohl ich ohne Aromaschubladen arbeite. Da bleibt eine Teerartige Paste zurück, die die Messingbürste verklebt und alles andere, was mit ihr in Kontakt kommt. Also ist putzen mit Bürste und Spülmittel angesagt. Meist gehen dabei Bürste und div. Schwämme drauf, zum Leidwesen meiner Hausdame....
Die Putzerei ist ein Thema für sich und es gibt einige Threads die sich nur damit beschäftigen.
Das Ausbrennen verkneife ich mir. Kostet nur Gas und stresst das Material.
Ich habe mir bei Kaufland einen Plastebehälter (mit Rollen) gekauft der groß und stabil genug ist um einen Grillrost oder die Platte darin "baden" zu können.
Hier mein Putzablauf:
1. Wenn ich die glatte Seite der Grillplatte benutzt habe, kratze ich die groben Rückstände mit einem Metallschaber (Rückseite der Messingbürste) ab.
Zusammen mit den flüssigen Fett- und Ölrückständen kippe ich alles in einen tropfdichten Behälter der anschließend entsorgt wird.
2. Die "Grillrostbadewanne" mit heißem Wasser fluten (40°-50°), ein paar Spritzer normales Spülmittel rein und die weniger verschmutzten Teile (Warmhalterost, Abdeckbleche, Aromaz-Schalen) kurz eintauchen und mit Metallspanschwamm (*1) locker abreiben.
3. Grillplatte in Wasserbad eintauchen und für ein paar Minuten einweichen. Dabei die Platte mehrmals drehen.
4a. (glatte Seite verschmutzt): Mit Metallspanschwamm glatte Seite abreiben bis fühlbare Rückstände entfernt sind.
Nicht die Patina abkratzen!
4b. (geriffelte Seite verschmutzt): Aus Alufolie ein handliches Knäuel formen und die geriffelte Seite der Grillplatte abreiben. Die Alufolie nimmt dabei die Form der Riffelung an und reicht aus um die fühlbaren Rückstände zu entfernen. Wenn die Folie anfängt sich aufzulösen ein neues Knäuel formen.
Bei Punkt 2 und 4a/4b immer darauf achten, daß immer Wasser mit ihm Spiel ist!
5. Grillplatte herausnehmen, zum Abtropfen irgendwo ablegen und ggf. weitere Roste mit Metallspanschwamm in der Wanne reinigen.
6. Wasser entsorgen (Toilette), Wanne reinigen und abtrocknen
7. Fett und sonstige Rückstände in Grillwanne mit Küchenrollentüchern aufwischen und Fettauffangbehälter leeren/auswischen.
8. Alle gereinigten Teile mit Küchentuch trocknen und Grill wieder zusammenbauen.
9. Gußplatte und Roste bei Bedarf einölen
(*1): Ein "Metallspanschwamm" ist ein Knäuel aus Metallspänen und wird als Topfreiniger o.ä. verkauft (Kaufland).
Folgende Punkte sollten beachtet werden:
- Gußeiserne Teile bekommen mit der Zeit eine Patina. Nicht mit scharfen Entfettungsmitteln bearbeiten.
Ein Restölfilm verhindert Flugrost und andere Korrosionserscheinungen.
- Einem Grill kann man ruhig ansehen das er benutzt wird.
- Die Grillwanne soweit reinigen, daß beim nächsten Mal abtropfendes Fett ablaufen kann.
- Nach Möglichkeit die geriffelte und glatte Grillplattenseite abwechselnd benutzen.
Bei der nächsten Grillsession wird die untere Seite quasi nebenbei abgebrannt.
Ich hoffe etwas geholfen zu haben...