Hallo Wurstfreunde,
ich habe versprochen, dass wir Bericht erstatten werden.
@turijan, also der Olli, und ich haben also am Samstag unser Experiment Bierbratwurst gestartet.
Ziel sollte das Muster einer Bratwurst werden, die dann, natürlich von einem Fleischer gefertigt, zu Veranstaltungen der Fürstenwalder Braufreunde angeboten wird. Sie sollte bewusst bierlastig sein, und natürlich mit Bier der Fürstenwalder Brauerei hergestellt werden.
Nach reiflicher Überlegung sind wir zu dem Entschluss gelangt, dass wir als Grundrezept die "Bratwurst nach Brauhausart" von
@ralphb nach
diesem Rezept verwenden werden. Vielen Dank für das tolle Rezept.
1. Lagebesprechung mit Verkostung und Auswahl der Lochgroße der Scheiben für den Wolf
Wir haben uns bei den Gewürzen an das Rezept gehalten und mit der wichtigsten Zutat, dem Bier, experimentiert.
Also los ging es natürlich mit der Verkostung der wichtigsten Zutat, anschließend wurde das Brät zubereitet (insgesamt 7 Kg) und in 3 Teile geteilt. In den 1. Teil haben wir Pilsner in der im Rezept angegebenen Menge zugefügt in dem 2. Teil haben wir die Biermenge verdoppelt.
Beim 3. Teil haben wir dann mit dem Vorsud und dem Treber experimentiert. Immer wieder angemischt, als Boulette abgebraten und gekostet. Den Versuch den Treber aus dem Brauvorgang zu verwenden haben wir schnell ad acta gelegt. Der ist nach dem Maischevorgang und den Maltoumwandlungsstufen einfach nur geschmacklos und bringt keinen markanten Biergeschmack. Blieb noch der Vorsud - sprich der Sud der nach dem abläutern der Maische entsteht, aber bereits mit dem Zusatz des Bitterhopfens. Da es sich bei dem zu brauenden Bier aber um Weihnachtsbier handelt, mit einem entsprechend hohen Malzanteil, schmeckte der Vorsud wie süßes Malzbier mit leicht bitterem Abgang. Ich hatte Bedenken, dass die Wurst zu süß wird, wenn man zu viel zugibt. Auch hier haben wir viel experimentiert - gemischt - gebraten - wieder gemischt und gebraten...

So richtig konnten wir uns mit dem Geschack nicht anfreunden. Wir haben also den 3 Teil als Misslungen deklariert und dann, wenn schon denn schon, noch einen ordentlichen Schluck fertiges Weihnachtsbier zugefügt.
ordentlich durchgemengt...
Dann alles in Därme gefüllt und Teil 1 und 2 bei 80 Grad für 1Min/mm Durchmesser gebrüht und nach dem abkühlen vakuummiert - Der Finale Test steht noch aus.
Was muss das muss...
Den 3. Teil haben wir Abends ungebrüht direkt auf den Grill gelegt und anschließend verköstigt - und was soll ich sagen - unsere "misslungenen" Würste sind bei allen Anwesenden super angekommen. Trotzt - oder wegen - des hohen Malzanteils.
Das Fazit - man kann auch mal ungewohnte Zutaten probieren und sich freuen, wenn was Gutes bei rauskommt.
Da wir aber ein reproduzierbares Ergebnis über das ganze Jahr brauchen und es Weihnachtsbier nur im Winter gibt wird es eine der Pilsnerwürste werden.
Welche entscheiden wir später, da wir nach dem vielen Verkostungen der Hauptzutat und dem Kürbislikör von Olli, der eigentlich Kürbisolli heißt, unser Geschmackssinn etwas getrübt und die Zunge schon etwas schwer war.
Vielen Dank auch an unseren Freund Thomas, der uns tatkräftig bei der Brätherstellung und dem Brühen unterstützt hat und an Bernd für die Presse- und Fotoarbeit. Ohne die Beiden, wären wir nicht weit gekommen... Vielen Dank auch an die Fürstenwalder Brau-Freunde, dass ich dabei sein und die Bilder nutzen durfte.
So das war unser Bericht zu dem Thema Bier und Wurst. Vielen Dank für euer Interesse.