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Black Angus

Konventionell erzeugtes Rindfleisch in Sortimentspaketen ein paar mal
im Jahr auf Vorbestellung mit Warteliste direkt vermarktet. Was ist daran
so besonders, dass man sich dafür begeistern kann?
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sich dafür begeistern kann
Vielleicht dafür, zu wissen, wie das Tier gelebt hat. Dass es auf einer Weide stehen konnte, dass es nicht gemästet wurde, und dass es nicht durch halb Eurpa hat gekarrt werden müssen. Der eine begeisert sich dafür, ein anderer braucht eben anderes für seine Begeisterung.
 
@Bär Ich glaube, die Betonung liegt auf "so besonderes". Deshalb auch das nicht böse gemeinte "Angeber"

Für mich ist es aber was besonderes und zwar aus den von Dir genannten Gründen.
 
Konventionell erzeugtes Rindfleisch in Sortimentspaketen ein paar mal
im Jahr auf Vorbestellung mit Warteliste direkt vermarktet. Was ist daran so besonders, dass man sich dafür begeistern kann?
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Meine Frage habe ich zum besseren Verständnis zitiert. Ich habe keinen speziellen Fall genannt, sondern das hier und in anderen Beiträgen vorkommende Thema Direktvermarkter angesprochen.

Ich teile die Begeisterung für Produkte aus konventioneller Landwirtschaft nicht. Nur weil ein Rind in Muttertierhaltung im Sommer auf einer Weide steht, bedeutet das nicht, es wird nicht mit genetisch veränderten Futter gemästet oder mit Antibiotika behandelt. Es wird im Sommer so gehalten, weil es weniger Arbeit macht und damit geringere Kosten produziert. Was dann im Winter im Stall passiert, weiß der Kunde in der Regel nicht.

Wer nur ein paar mal im Jahr schlachtet, kann nur wenige Erfahrungen machen. Meist schlachtet der Direktvermarkter nicht selbst, weil er es weder kann noch darf. Die Tiere werden in der Regel zum nächsten Schlachthof gefahren und die Schlachtung/Zerlegung erfolgt durch Metzger im Ruhestand oder Nebenerwerb. Die Einrichtungen zur qualitativ hochwertigen Produktion sind bei den meisten Direktvermarktern nicht vorhanden.

Auf solche Produkte muss der Kunde warten und muss dann kaufen, was er sonst nicht kaufen würde. Das ist doch so als will man einen Hammer und muss noch eine Zange und zwei Schraubendreher nehmen, damit man den Hammer kaufen kann. Ich habe mir im Laufe der Jahre beliebig viele Direktvermarkter angesehen und in der Regel entsprechen sie den hier beschriebenen Bedingungen.

Wie kaum ein anderer in diesem Forum kann ich mich für nachhaltige Landwirtschaft und die durch sie entstehenden Produkte begeistern, weshalb ich viel Geld und Zeit investiere um das Thema voranzutreiben, doch für die meisten Direktvermarkter und ihre Methoden fehlt mir das Verständnis.
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super Geschichte!

ich bin ja ein begeisterter Radler und komme so einiges bei uns in der Gegend rum - auch auf verlassenen Straßen.

Damals war wir mir dieser Anblick noch eher egal, jetzt mittlerweile kenne ich den Bauern und seinen Schlachtzyklus :-)
medium_Rindvieh.jpg
 
Meine Frage habe ich zum besseren Verständnis zitiert


Hi bby4you,

na, das ist doch mal ein Beitrag, auf den man Stellung nehmen kann. Interessante Aspekte, in der Tat.


Ich bin ehrlich, ich tue mich gerade etwas schwer, die konventionelle Landwirtschaft von der unkonventionellen, vor allem im Hinblick auf Viehzucht zu unterscheiden. Konventionell heißt für mich, das Tier steht im Stall und bekommt Mastfutter und was auch immer, damit es möglichst schnell an Gewicht zulegt.

Dass Tiere auf der Weide stehen, ist für mich da schon ein deutlicher Fortschritt.

Natürlich hast Du Recht, dass man nicht sieht, was im Winter im Stall geschieht. Aber ganz ehrlich: Vertrauen gehört dazu, und vielleicht kann man dem Landwirt um die Ecke mehr Vertrauen schenken, als manch anderem Bereich in der Lebensmittelindustrie. Wenn der Markus mir sagt, dass nicht gemästet wird, dann glaube ich ihm das. Mus ich auch, weil bei uns Unschuldsvermutung so lange gilt, bis das Gegenteil bewiesen ist.


Stimmt, wer nur zwei Mal im Jahr schlachtet, macht nur zwei Mal im Jahr Erfahrungen. Das ist so, Punkt. Richtig ist auch, dass – zumindest in dem von mir beschriebenen Fall – er nicht selbst schlachtet. Er muss den nächsten Schlachthof anfahren. Den dort arbeitenden Metzgern, seien sie nun im Ruhestand oder machen es als Nebenerwerb, sollte aber nicht abgesprochen werden, dass sie ordentliche Arbeit machen. Aber egal, selbst wenn ich unterstelle, dass die Situation im Schlachthaus dann wieder für jedes Tier gleich ist, hat das hier angesprochene, doch ein weitaus besseres Leben gehabt als manch anderes. Dass bei den meisten Direktvermarktern die Einrichtungen nicht vorhanden sein sollen, kann ich nicht bewerten. Allerdings müsste ich jetzt bei Dir hinterfragen, was es denn zu einer wie Du es nennst, qualitativ hochwertigen Produktion braucht. Erst dann könnte man abklären, wie es sich tatsächlich verhält.


Den Ansatz, nur alle Teiles des Tieres zu verkaufen, kann ich problemlos nachvollziehen. Nachhaltig ist es, selbst wenn es nur vorgeschoben wäre. Tatsächlich kann es sich wohl kaum ein Direktvermarkter leisten, nur die ‚Filetstücke‘ zu verkaufen, und wir Menschen neigen nun mal zu einer ausgeprägten Rosinenpickerei, ich nehme mich da nicht aus.


In Sachen (Rind)Fleisch scheint es mir recht einfach: Man kann nicht alles haben, man muss Abstriche machen. Zumindest die meisten von uns müssen das.

Dass Du, und so interpretiere ich Deinen Beitrag, in einer ausnehmend glücklichen Lage bist, freut mich. Ich bin es nicht und muss daher zusehen, wie ich Ansprüche und Gewissen in Einklang bringe. Dieser Direktvermarkter könnte ein Pfeiler sein. Zumindest scheint es mir mit allen Einschränkungen sinnvoller als der Einkauf in der Metro, wobei ich auch den tätige, das stelle ich nicht in Abrede. Wenn ich ein paar Kilo Roastbeef zubereiten möchte, und ich es beim Direktvermarkter nicht bekomme, dann muss ich es woanders beziehen, klar.

Vom Gedanken der heilen Welt habe ich mich schon lange verabschiedet.

Grüße
Gerhard
 
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Den Ansatz, nur alle Teiles des Tieres zu verkaufen, kann ich problemlos nachvollziehen. Nachhaltig ist es, selbst wenn es nur vorgeschoben wäre. Tatsächlich kann es sich wohl kaum ein Direktvermarkter leisten, nur die ‚Filetstücke‘ zu verkaufen, und wir Menschen neigen nun mal zu einer ausgeprägten Rosinenpickerei, ich nehme mich da nicht aus.

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ich kenne fast nur so. wenn einer selbst keine Weiterverarbeitung hat, die einzige Möglichkeit alles an den Mann/Frau zu bringen. bei den Österreichischen Highlandbeef Vermarktern, gibt es fixe Pakete mit 5 oder 10kg, wo halt von Knochen bis Steak dabei ist. Ist für mich eine super Lösung und dann gibt's halt auch mal ein Schmorrgericht im DO.

Im Waldviertel kenn ich 2 Züchter (einer Damhirsche), die machen selbst Wurscht und Pasteten, da bekommst halt - wennst schnell bist - auch mal den ganzen Rücken oder Lungenbraten.

Und von wegen wie es beim Schlachter zugeht: selbst auf einem Bauernhof aufgewachsen. Die kleinen Bauern/Landwirte entwickeln nach wie vor eine gewisse Beziehung zu ihrem Vieh, die schauen schon selbst drauf, dass das ordentlich und vernünftig über die Bühne geht. So meine Erfahrung aktuell noch immer.

lg, Karl
 
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Wer nur ein paar mal im Jahr schlachtet, kann nur wenige Erfahrungen machen. ....

wöchentlich geschlachtet, mind. 2 Jahre alt --> da brauchts dann schon mal ein paar Tiere.

Da ist mir persönlich der kleine Betrieb, der direkt vermarktet oder an den Fleischer um die Ecke verkauft 2 bis 3x im Jahr doch sympathischer.
 
Wer nur ein paar mal im Jahr schlachtet, kann nur wenige Erfahrungen machen. Meist schlachtet der Direktvermarkter nicht selbst, weil er es weder kann noch darf. Die Tiere werden in der Regel zum nächsten Schlachthof gefahren und die Schlachtung/Zerlegung erfolgt durch Metzger im Ruhestand oder Nebenerwerb. Die Einrichtungen zur qualitativ hochwertigen Produktion sind bei den meisten Direktvermarktern nicht vorhanden.

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Wie kaum ein anderer in diesem Forum kann ich mich für nachhaltige Landwirtschaft und die durch sie entstehenden Produkte begeistern, weshalb ich viel Geld und Zeit investiere um das Thema voranzutreiben, doch für die meisten Direktvermarkter und ihre Methoden fehlt mir das Verständnis.
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Kann ich gut nachvollziehen. Meine Erfahrungen mit Direktvermarktern sind bisher auch nicht so optimal, insbesondere die fehlende Professionalität (z. B. beim Zuschnitt), die bevorzugte Vermarktung von Jungbullenfleisch, die zeitlich sehr eingeschränkte Verfügbarkeit und die fehlenden alternativen Absatzwege für Nebenprodukte und nicht bevorzugte Schnitte machen es schwierig, das zur bevorzugten Fleischquelle zu machen.

Ich habe aber hier bei mir in der Region noch keine überzeugende Alternative gefunden. Wir haben hier auch i. W. Forstwirtschaft, wenn überhaupt, dann Milchviehhaltung. Letztes Jahr war ich mal in M-V. Da gab es ein Riesen-Gut, das Deutsch-Angus Rinder und Charolais aus Bio-Haltung wöchentlich schlachtet und ab Hof vermarktet. Das kann ich mir vorstellen...

Deshalb an Dich @bbq4you mit Blick auf Deine Beschäftigung mit der Thematik die Frage nach Deiner Empfehlung: was würdest Du im Spannungsfeld von Fleischqualität, Verfügbarkeit und Aufzucht-/Schlachtbedingungen raten? Versandhandel?

(Umziehen wäre eine Lösung, die leider aus beruflichen Gründen nicht umsetzbar ist....)
 
@Bär

Konventionell ist das Gegenteil von nachhaltig. Nachhaltige Landwirtschaft ist hier https://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltige_landwirtschaft_1753.htm kurz und allgemeinverständlich erklärt. Zur Erreichung der Ziele ist ein ökologischer Landbau unverzichtbar.

Vertrauen ist in der Lebensmittelbranche völlig unangebracht. Nur regelmäßige Kontrollen stellen weitestgehend sicher, dass der Kunde nicht manipuliert wird. Weiß man doch wie viel Antibiotika allein von Tierärzten jährlich an Bauern verkauft wird. Würde man die Mengen proportional auf Menschen umlegen, würden alle Bürger das ganze Jahr dauerbehandelt. Der Mensch würde daran sterben, das Tier wird vorher geschlachtet. Merke: Zertifizierte Ökobetriebe werden kontrolliert, andere nicht. Fleischbeschau auf den Schlachthöfen findet nur in Stichproben bei Auffälligkeiten statt, wobei nicht auf Medikamentenrückstände kontrolliert wird.

Direktvermarkter haben deshalb meist nicht die notwendigen Einrichtungen, weil sie sie nicht finanzieren können. Um aus einem guten Tier ein perfektes Produkt herstellen zu können, braucht man ca. 250.000 € und sollte das Fleischhandwerk verstehen.

Ob ich in einer glücklichen Lage bin kann ich selbst nicht beurteilen. Wenn man es daran messen will, dass ich jetzt in ein Kühlhaus fahren und mir aus 20 Pistolen die beste rauszusuchen und mir ein paar perfekte Rouladen vom Aberdeen-Angus Rind aus Bioaufzucht zu schneiden, dann ist das vielleicht so. Das hat aber weniger mit Glück, sondern mit harter Arbeit, viel Lernen und richtigen Investitionen zu tun.

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Ich versuche, möglichst viel von meinem Fleischbedarf von Direktvermarktern zu beziehen. Das hat nichts mit dem Preis und den Cuts zu tun. Ich finde es für die Tiere und damit für mein Gewissen besser wenn die Tiere ein schönes Leben und einen halbwegs "humanen" Tod haben.

Was Profesionalität und Zuschnitte angeht kann ich @bbq4you und @chrism zustimmen.

Es muss halt jeder für sich wissen, worauf er mehr wert legt.
 
Ich finde es für die Tiere und damit für mein Gewissen besser wenn die Tiere ein schönes Leben und einen halbwegs "humanen" Tod haben.

Direktvermarkter bedeutet nicht, dass die Tiere besser gehalten oder geschlachtet werden. Lediglich die Vermarktung läuft anders und das ist dem toten Stück Fleisch egal.
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Direktvermarkter bedeutet nicht, dass die Tiere besser gehalten oder geschlachtet werden. Lediglich die Vermarktung läuft anders und das ist dem toten Stück Fleisch egal.
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Bei "meinem" Züchter werden die Galloway-Rinder das ganze Jahr frei gehalten und einzeln zum Schlachter gebracht, wo sie noch 1 Tag aklimatisieren bevor sie geschlachtet werden. Abgehangen wird das Fleisch 2-3 Wochen am Knochen und dann vakuummiert. Kontrollieren kann ich das natürlich nicht, ich sehe aber die Herde auf der Weide stehen, egal ob ich im Sommer oder Winter komme.

Ich nehme aber gerde, wie chrism, Tipps und Informationen entgegen. Ich wohne am Bodensee, deutsche Seite.
 
kurz und allgemeinverständlich erklärt

Vielen Dank für den Link. Wenn ich das lese und mit dem vergleiche, was ich im Zusammenhang mit dem Landwirt sehe, dann ist er verdammt hae am ökologischen landbau dran. Wobei ich weder ihm noch einem anderen Landwirt auf die Finger schauen kann.

Vertrauen ist in der Lebensmittelbranche völlig unangebracht
Da stimme ich Dir zu. Allerdings zähle ich einen einzlenen Landwirt, der 20 Black Angus auf der Weide stehen hat, von denen nur so viel geschlachtet werden, dass es mit den Bestellungen aufgeht (diese Woche vier Tiere) nicht zur Lebenmittelbranche. Ich denke auch, dass sich jemand in einem solchen 'Nieschengeschäft' etwas öfters überlegt, wie sehr er seine Kunden belügt. Bedenke, der Kreis ist klein und im Zweifelsfall schnell weg. Also glaube ich ihm erst mal, dass er keine Antibiotika, etc. verwendet.

perfektes Produkt
Ja, unabhängig davon, dass leider immer noch nicht zu lesen steht, was es an Equipment benötigt, glaube ich, dass Du da schon Recht hast. Ein perfektes Produkt im Sinne dessen, was machbar wäre, wenn.... wird nicht rauskommen, das ist mir schon klar. Da wird's an Reifezeit fehlen, da werden die Zuschnitte vielleicht nicht passen, etc.
Beurteilen kann ich das dennoch erst, wenn ich es auf einen ersten Versuch habe ankommen lassen.

Fakt aber ist: Ich sehe die Tiere. Täglich. Sie stehen auf der Weide. Wenn ich ein einer beliebeigen Metzgerei ein Stück Rind kaufe, weiß ich eben nicht, wo das herkam.
Doch, ein einer am Ort. Metzgerei Klein. Die bezieht manchaml Rinder von ortsansässigen Höfen, das ist dann auch angeschrieben. Die Tiere aber stehen ganzjährig im Stall.

aus 20 Pistolen die beste rauszusuchen und mir ein paar perfekte Rouladen vom Aberdeen-Angus Rind aus Bioaufzucht zu schneiden, dann ist das vielleicht so. Das hat aber weniger mit Glück, sondern mit harter Arbeit, viel Lernen und richtigen Investitionen zu tun.

Nun, da ich eben jetzt nicht und auch zukünftig nicht in ein Kühlhaus fahren kann, um mir aus wieviel Pistolen auch immer eine aussuchen zu können, bleibe ich dabei: In der Hinsicht hast Du in einer glücklichen Situation. Und sofern es nicht Deine eigenen Rinder sind, hat es sehr wohl ausschließlich mit glück zu tun. Deine Worte lassen aber nur den Schluss zu, dass es Deine eigenen Rinder sind, und ich meine auch, entsprechendes im Hinterkopf zu haben. Dann lass Dir sagen, dass viele glücklich wären, wenn es mehr wie Dich geben würde. Ich habe keine Ahnung, wie dann Deine Vermarktungswege sind, aber ich fürchte, der normale User kommt an Dein Fleisch nicht ran.

Direktvermarkter bedeutet nicht, dass die Tiere besser gehalten oder geschlachtet werden
Nein, das heißt es nicht zwingend. Aber wenn ich eine Weidenhaltung und den Verzicht auf Medikamente und kraftfutter für eine bessere Haltung halte, und das tue ich, dass ist es im gegebenen Fall doch so. Auch wenn dieses 'besser' beim Abholen zum Schlachttermin aufhört.
 
@J.M.F.
Die Galloways und noch ein paar andere Rassen sind für diese Haltungsform gut geeignet und heißen bei uns "Idealistenrassen". Das deswegen, weil sie nicht wirtschaftlich und die Halter Idealisten sind, weswegen man hier größeres Vertrauen haben kann.

@Bär
Vielleicht ist es sinnvoll sich von dem Fall des Bauern mit den 20 Rindérn zu lösen und die Branche gesamt zu betrachten. Dann wird es leichter zu erkennen, dass die in D produzierten Rinder eben mehrheitlich von bäuerlichen Betrieben kommen, die eben so produzieren wie sie es gelernt haben. Damit sind diese Betriebe der erste und wichtigste Baustein der Lebensmittelindustrie. Alles andere ist dann nur noch Verarbeitung.

ich versteh was Du mit Glück meinst, doch es ist wirklich anders. In meinen Projekten habe ich zwei Metzgern bei der Erweiterung bzw. Umstelling auf ein Bioangebot unterstützt. Heute können die Kunden bei beiden Betrieben aussuchen, welche Qualität sie wollen, wobei der Preisunterscheid bei Schwein bei ca. 3 Euro/kg liegt. Die Kunden habe das angenommen, die Tiere haben ein gutes Leben, der Landwirt erzielt gute Preise und der Metzger arbeitet wirtschaftlicher. Hier macht jeder was er am besten kann und dadurch gibt es nur Gewinner, bis auf die Schweine ;-)

Im aktuellen Projekt wird das Geschäft eines Metzgers ausgebaut, der nur Tiere von zertifizierten Biobetrieben verarbeitet. Als Gesellschafter von zwei Biobetrieben kenne ich die Kontrollen und habe sie erweitert. Bei der Auswahl der Tiere für die Schlachtung wird nicht nur das Tier, sondern auch der Züchter und seine Einrichtungen kontrolliert. Sollten wir den Eindruck haben, er hat was zu verbergen oder er verweigert uns den Enblick in die "Ecken" seines Betriebs als auch in die Unterlagen des Tierarzts oder Futtermittellieferanten, kann er uns keine Tiere verkaufen. Wer alle Hürden genommen hat, garantiert uns und damit dem Verbraucher, alle Bedingungen sind eingehalten. Ansonsten bekommt er sein Tier zurück und zahlt eine erhebliche Vetragsstrafe. Umgekehrt bieten uns immer mehr Landwirte ihre Tiere und alle Informationen an, weil sie wissen was aus den Tieren wird und sie Teil dieses Veränderungsprozesses sein wollen.

Wie du schon vermutet hast, geht unser/mein Fleisch nicht in den Handel, sondern es geht an Organisationen vom Kindergarten bis Hochschulen und an die Gastronomie. So erreichen wir viele Menschen und können Veränderungen in den Köpfen erreichen. Sie verstehen besser, das Nachhaltigkeit gut für alle auf diesem Planeten ist und zudem auch noch gut schmeckt. Um das zu machen braucht es eine gewisse Größe, weshalb wir für das nächste Jahr bereits ca. 200 Aberdeen- und Black Angus eingekauft haben. So gelingt es auch mit dem Mythos aufzuräumen, daß solche Produkte teuerer sein müssen und nicht besser schmecken. Unsere Kunden bestätigen uns jeden Tag das Gegenteil und namhafte Versandhändler würden gern unsere Produkte in ihr Programm aufnehmen.

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@bbq4you ich bin froh bei solch einer Organisation dabei gewesen zu sein.

Hervorragende Qualität kann ich bestätigen. :thumb2:

:prost:
 
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