Mittels eines Prinzips, das sich
directional freezing nennt, sinngemäß richtungsgesteuertes Gefrieren. Dabei kommt nur von einer Seite Frost ans Wasser statt wie sonst üblich von allen Seiten. Im Grunde wird hierbei ein zufrierender See imitiert. Die günstigste Methode ist, eine Kühlbox wie z.B.
diese hier mit Wasser zu befüllen und sie für ca. 24h in den Gefrierschrank zu stellen. Anschließend kopfüber auf einem Brett über der Spüle abstellen und warten bis der Eisklotz herausrutscht. Man hat dann in aller Regel eine Schicht klares Eis und eine Hälfte, die nicht ganz durchgefroren ist. Die Hälfte mit dem klaren Eis kann man mit Brotmesser und Hämmerchen so zurechtschneiden, wie man es haben möchte. Mit weniger als 20 Euro die günstigste Methode, aber mit Arbeit verbunden. Es finden sich haufenweise Videos dazu bei YT.
Komfortabler sind die Clear Ice Boxen, die ich verwende, einmal für
Würfel, einmal für
Stangen. Die sind deutlich teurer als eine Kühlbox, man muss aber "nur" das überschüssige Eis außerhalb der eigentlichen Eiswürfelform entfernen und hat direkt vorgeformte Würfel bzw. Stangen. Bis vor einigen Monaten gab es auch einen anderen Anbieter solcher Boxen (dICE) in Deutschland, aber die sind leider nicht mehr zu haben. Andere Boxen dieser Art, meist für große Würfel mit 5cm Kantenlänge, kommen aus den USA, z.B. True Cube oder Clearly Frozen. Man muss sich trotzdem ein bisschen mit diesen Dingern einfuchsen, Zeit, Temperatur des Wassers und des Frosters usw., aber wenn man sich erst einmal darauf eingestellt hat, wird man mit herrlich klaren Eiswürfeln belohnt. Hier ein frisch geernteter. Um dieses Ergebnis zu erreichen, musste ich die Löcher in den Einsätzen allerdings etwas aufbohren.
Eine andere Möglichkeit ist eine entsprechende Eiswürfelmaschine. Man kann sich natürlich eine Maschine in Gastroqualität für das entsprechende Kleingeld gönnen, aber für meinen Bedarf an Eiswürfeln und meine räumlichen Möglichkeiten wäre das weit übertrieben. Daher verwende ich so etwas
hier. Prinzip ist auch wieder Richtungsgefrieren, nur wird hierbei kein zufrierender See nachgeahmt, sondern die Entstehung von Eiszapfen. Wasser wird über eine kalte Oberfläche gespült, und so entsteht schichtweise ein Eiswürfel, der nicht perfekt kristallklar ist, aber dennoch weit klarer ist als übliche Eiswürfel. Natürlich muss so eine Maschine regelmäßig und gründlich gereinigt werden, denn anders als bei Gastromaschinen a la Hoshizaki wird eine solche Maschine für den Privatgebrauch nicht nach jedem Zyklus komplett durchgespült.