Samstag der 25. Mai 2019 - Interpretation eines deutschen Burges
Im Laufe der letzen Woche bin ich beim Stöbern im Internet auf die Seite
Kleiner Kuriositätenladen gestoßen und habe dort ein Rezept für Laugenstangen gefunden.
Sofort fing es in meinem Kopf an zu brodeln...ich könnte doch Bier-Laugen-Buns für einen deutschen Burger daraus basteln und habt das Rezept umgemoddelt das es für mich passt. Das hieß für mich erstmal mehr Butter, Milch durch Bier ersetzen und Honig durch Rohrohrzucker.
Teig
500g Dinkel-Mehl, Typ 630
250ml Bier
100g weiche Butter
ca 1/4 Würfel frische Hefe
45g Rohrzucker
12g feines Meersalz
1 Ei (Gr.L)
Laugenbad
1L Wasser
50g Kaiser-Natron
Also Bun stand schon mal. Wie belegen wir den nun? Was ist unter anderem typisch deutsch? Klar Bratwurst mit Senf, Sauerkraut und Kartoffelbrei!!!

Die Vorbereitungen können beginnen.
Am Freitag Abend habe ich mit dem Bun Teig angefangen. Der durft nämlich 15h in die Stockgare im Kühlschrank.
Die Hefe zerbröselt, mit Bier begossen und etwas Zucker hinzugefügt.
Als sich die Hefe aufgelöst hatte, habe ich etwas mehl untergerüht bis es eine schöne Masse war. Danach das restliche Mehl hinzugefügt und für ca 10 Minuten mit der Hand geknetet. Man kann auch eine Küchemaschiene verwenden, unsere ging aber vor geraumer Zeit über die Wupper.
Nun ab in die Teigbox und für ca 15h in den Kühlschrank
Am nächsten Tag durfte der Teig wieder raus. Ich war etwas verwundert darüber das er nicht wirklich aufgegangen war. Aber die struktur
war super, weßhalb ich mir keine Gedanken gemacht habe.
Den Teig noch einmal kurz durchkneten und anschließen habe ich 10 Buns a 90gr gerollt. Anschließend durften die Teigliche noch einmal ca
30 min unter einem feuchtem Tuch ruhen.
In der zwischenzeit habe ich Speck und Zwiebel für das Sauergraut angebraten.
Nun das Sauerkraut dazu geben und mit einem Lorbeerblatt, 3 Wachholderbeeren, S+P würzen.
Ein guten Schuss Riesling darf auch noch in das Kraut. Und dann durfte es vor sich hin köcheln. Immer wenn die Flüssigkeit verkocht war,
etwas Riesling nach schütten.
Für den Kartoffelbrei habe ich ca 500 gr geschälte Kartoffeln gekocht und druchgepresst.
Mit zwei Eigelb, etwas Butter, Muskat und S+P gewürzt. Alles schön verrührt.
Beim Senf habe ich mir überlegt ihn nach Art "Bosna" zu machen.
-Estragon Senf
-glatte Pertersilie
-rote Zwiebel.
Nun ging es an das Laugebad für die Teiglinge.
Das Wasser habe ich auf 80-90 Grad erwährmt und das Kaiser Natron eingerührt.
Als sich alles aufgelöst hatte, durften die Teiglinge 45 sec von der Oberseite und 15 sec von der Unterseite schwimmen.
Nur noch mit Fleur de Sel bestreuen, mit eine scharfen Messer kreuzweise einritzen und dann duften sie für 17 min(die Zeit kann je Ofen kürzer oder länger sein) bei 200 Grad C Ober/Unterhitze in den Backofen, bis sie schön Braun sind.
Leider sind die Buns nicht so groß geworden wie ich es erwartet habe. Entweder war meine Hefe nicht mehr so fit, oder ich hätte mehr nehmen müssen. Tat dem weiter vorgehen aber kein Abriss.
Oder es hat noch jemand einenm Tipp, woran es gelegen haben könnte.
Jetzt noch den Kartoffelbrei in Form bringen. Klarsichtfolie in die Burgerpresse. Kartoffelbrei rein. Klarsichtfolie oben drauf und pressen. Und
dann ab aufs Blech und für 15 min bei 200 Grad C Ober/Unterhitze in den Backofen.
Da die Buns nun nicht so groß wie erwartet waren musste ich auch den gebackenen Kartoffelbrei anpassen
In der Zeit als der Kartoffelbrei im Backofen war, habe ich noch Bratwurstschnecken gegrillt, die Buns gebuttert und geröstet.
Juhuuu, es geht ans zusammenbauen
Bun mit "Bosna" Senf
"Pattie" aka Bratwurstschnecke
Sauerkraut
Kartoffelbrei
Bun mit noch etwas "Bosna" Senf
Uuuuhhhuuunnnddd, da es schon mehrfach gewünscht wurde. Gab es auch ein Anbissbild.
Mein Fazit:
Es war echt lecker. Auch wenn der Kartoffelbrei vielleicht ein wenig zusätzliche Stärke gebrauchen könnte(war doch recht weich) und die Buns
nicht so groß wurden.
LG
Thorsten