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Hat jemand zufällig ne Idee für einen unauffälligen Anschlag am Deckelscharnier? Der Deckel soll dann nur ein bisschen schräg nach hinten weg stehen, ein Zwischending zwischen \_ und |_ .
Am Besten natürlich an der Innenseite des Blechs, an das das Scharnier am Fass geschraubt ist.
Du kannst am Scharnier was anschweißen. So ungefähr:
Ich hab leider kein Detailbild, wie ich das gelöst habe. Mein Scharnier sieht etwas anders aus. Aber ich hab da was im passenden Winkel angeschweißt. Wenn's dich interessiert kann ich am WE mal ein Bild machen.
Außen ist es einfach einen Anschlag dran zu machen, allerdings find ich das Scharnier so wie es ist eigentlich ganz schön und denke, dass ein Anschlag an der Außenseite die Optik etwas verhunzen würde. Deswegen überleg ich noch, das irgendwie auf der Innenseite zu lösen.
Das hab ich mir auch schon gedacht, das Problem ist aber, dass die Drehachse des Scharniers etwas höher als Oberkante Fass sitzt, dementsprechend könnte man so den Deckel nur unter 90° öffnen, womit er wieder zu fallen würde. Mittlerweile glaube ich, dass es doch auf einen Anschlag an der Außenseite rauslaufen wird, dafür halt sehr klein und dezent.
Du könntest die 2 Anschläge nicht gerade sondern in einem Winkel anschweißen. Das müsstest aber ausprobieren, wie viel Platz du da hast.
Alternativ kannst du auch ein Drahtseil innen anbringen, dass dann deinen Deckel hält. Das könnte nur beim schließen ein Problem geben. Muss man wahrscheinlich auch ausprobieren.
Oder du machst den Anschlag am Scharnier klappbar mit 'nem eigenen Anschlag
Wenn du noch einen Abzug an den Deckel schweißt, hält der auch bei ca. 90° offen.
Habe ich bei meinem Gemacht. Da ist ein ca. 50 -70 cm langer "Schornstein" dran.
Ein Vorteil ist, dass man dann auch nicht im Rauch steht weil der über einem weg zieht.
Erstmal ein bisschen mit 6mm VA Stäbchen, 'ner Wolframnadel, Argon und 'nem Lichtbogen gespielt. Rausgekommen ist ein Kohlerost.
Noch ein bisschen polieren:
Und probesitzen im mittlerweile zusammengebauten Kohlekorb:
Zwischendurch ein Ründchen MAG eingelegt und dem Fass die Haken, auf die später die Grillroste aufgelegt werden, eingeschweißt. Der Stapler beweißt dabei mal wieder seine Vielseitigkeit.
Daneben hat das gute Stück auch ne Achse und Räder bekommen, da hab ich allerdings vergessen Bilder zu machen. Dafür gibt's welche vom Fuß (wieder WIG):
Die Zeit, die Zeit, die liebe Zeit. Ich komm einfach nicht dazu hier zu Posten. Bei meinem aktuellen Pensum dürfte der Tag ruhig 30 Stunden haben.
Naja, ein bisschen was kann ich berichten.
Am Freitag Abend (11.12.) hab ich den Drum Smoker dann wie geplant eingebrannt. Ich hab die GRT dazu langsam von ca 5 bis auf 300 Grad erhöht (Die Temperatur der Außenhaut war auf Grund der niedrigen Außentemperatur einiges niedriger.) und und diese Temperatur dann für etwa 3 Stunden gehalten. Danach hab ich auf 100 Grad runter geregelt und bin schlafen gegangen.
Am nächsten Tag (Samstag) stand gleich der erste Einsatz an: BB und PP für 25 Gäste.
Während des Einbrennens am Vorabend wurden je zwei ~3kg US Briskets und und ~2,2kg Nacken mit der BBQ Injection von @Spiccy gespritzt. Die wurden noch mit 'ner Mischung aus Salz, Pfeffer, Knoblauch und etwas Zucker, die Nacken mit dem GSV MD gerubbt.
Samstag früh um 8 hatte das Fass immer noch 100 Grad und so hab ich gleich die Briskets drauf geschmissen und die GRT auf 130 Grad erhöht.
Um 10 gesellten sich die beiden Nacken dazu
Um 14:30 hatten sowohl die Briskets als auch die PPs 'ne annehmbare Kruste und ich konnte so alle Fleischstücke einwickeln.
Um 15:30 waren die Briskets auch schon bei einer KT von 94 Grad und somit fertig. Die PPs haben noch bis kurz vor 17 Uhr gebraucht. Sowohl die Briskets als auch die PPs wurden nach erreichen der gewünschten KT bis zum Verzehr bei 65 Grad im BO warm gehalten.
Um 19:00 wurde dann gespeist:
Das Ergebnis war wie gewohnt super: Äußerst zartes und saftiges PP und ebenfalls schön saftiges BB, was sowohl den Pull- als auch den Biegetest mit Bravour bestanden hat.
Einer der Gäste (Spanier, der sehr gerne Gut isst) hat gar gemeint, dass ich es das beste Fleisch gewesen wäre, das er jemals in seinem Leben gegessen hätte.
Als Beilagen hatte ich noch Buns, Colesaw, Kartoffelgratin und Wedges.
Einen Temperaturschrieb hab ich auch noch:
Der fängt halt erst um 10 Uhr an und auch alles ab 17 Uhr ist ziemlicher Unsinn, da waren die Fühler Kreutz und Quer im und aus dem Grill gehangen.
Was aber deutlich zu sehen ist: wenn der Deckel 'ne Weile geöffnet ist und dann wieder geschlossen wird, schießt die GRT erstmal deutlich nach oben. (Zuluft bei geöffnetem Deckel natürlich geschlossen)
Da muss ich mal noch 'ne Lösung Finden. Außerdem muss ich mir noch was für die Kabeldurchführung überlegen. Durch die Abluft ist alles andere als optimal.
Ich würde sagen ja. Ich hab bei 5°C Außentemperatur für 15 Stunden zwischen 120 und 130°C GRT gerade einmal 4kg Kohle Verbraucht. Beladung waren knapp 18kG Brisket und PP.
Bisher regel ist noch manuell über die Schieber, das funktioniert mittlerweile einwandfrei. Wenn ich mal Langeweile hab, bau ich den Lüfter aber noch ein.