Lieber Tacticus,
ruhig du werden mußt. Schinkenmachen hat was mit RUhe, Muße und Gelassenheit zu tun. Mach einen Haken an das Gespräch von den ganzen Technik-Junkies.
Ich verrate dir nu mal ein ganz ein großes Geheimnis. Nämlich wie ich meinen Lachsschinken mache.
Schweinelachs nehmen. Hab hier gerade einen voom glücklichen Bentheimer.
Parieren, Sehne runter.
Wiegen. Salz nach Gusto, ich nehme 35 Gramm.
2-3-4 Gramm Pfeffer,
2-3 Löffel Zucker
2 Gramm Knobigranulat
alternativ zum Zucker, nimm Honig. Soviel, daß du meinst, es paßt.
Fleisch mit Salz & Gewürzen bestreuen, in eine paassende LockLock-Box und für 2-3 Wochen in den Kühlschrank. Nicht dran rumfummeln.
Wenn es 4 oder 5 Wochen werden, weil vergessen, auch schon erlebt, macht auch nix.
Rausholen, abwaschen, Schnur durch.
Im Keller aufhängen, Ventilator davor stellen.
Wenn trocken, räuchern. Sparbrand von 2 Seiten anzünden, qualmt 12 Stunden.
Dann wieder in den Keller hängen.
2 Tage warten.
Wieder Rauch.
das etwa 2-3 mal wiederholen.
Schinken wieder in den Keller hängen, nach 2 Wochen mal danach schauen.
Feststellen, daß der Schinken noch zu frisch ist, noch 1-2 Wochen warten.
Dann Schinken vac. verpacken, 2 Wochen liegen lassen.
Dann Schinken auspacken, 3-4 Tage trocknen lassen.
Ziemlich entschleunigt. Ganz ohne Tanz ums digitale Hygrometer und so.
Entscheidend ist natürlich, daß es in deinem Keller nicht furztrocken ist.
Aber dafür braucht man(n) glaube ich kein Meßinstrument.
Also - keine Wissenschaft draus machen. Schinken soll es werden, wir wollen nicht keine Atombombe bauen.
Dinge einfach mal einfach sein lassen. Und es ist ****egal, ob es im Räucherkasten 23, 27 oder 32 Grad sind. Pimpeegal. Sieh zu, daß du erkennbar unter 40 bleibst und gut isses. Übrigens, je wärmer es beim Räuchern ist, umso besser wird der Rauch aufgenommen.