Um das Thema Lagerung von Wein langfristig anzugehen, habe ich im Zuge eines Anbaus an unser Haus einen kleinen Erdkeller errichtet. Den Zugang habe ich vom bestehenden Keller des Hauses über eine Tür nach außen realisiert. Die Wände sind aus statischen Gründen zwar betoniert und gedämmt, der Boden ist jedoch völlig natur - ein Lehmboden mit kleiner Ausgleichsschicht aus Sand und Klinkern als Belag, die ich selbst gelegt habe.
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Rückblickend lässt sich sagen, dass ich sehr froh sein kann, dass es mit dem Klima so gut funktioniert, die Temperaturschwankungen sind sehr gering und die rLf liegt bei 80-95%, was für Wein perfekt ist. Die Etiketten der hochwertigeren Weine habe ich deshalb in Frischhaltefolie eingewickelt, die könnten ansonsten bei der hohen Luftfeuchtigkeit Stockflecken bekommen. Das kommt aber anscheinend auf die Art des Etiketts an, bei einigen Weinen war das so, andere liegen schon seit Jahren drinnen und sehen nach wie vor perfekt aus.
Außerdem weiß meine Frau dann, welche Flaschen sie nicht unbedingt nehmen sollte, wenn es mal schnell eine unkomplizierte Flasche für eine Mädelsrunde sein soll und ich nicht zu Hause bin

Grobe Orientierung: eingewickelt = dreistellig
Das Hauptregal habe ich mit einem befreundeten Metallbauer gebaut, unten sind drei Reihen mit etwas größerem Durchmesser für Magnums.
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Dann habe ich noch ein altes Fass als Stehtisch für kleine Verkostungen gekauft und die anderen Wände sind mit Einzelflaschen bestückt.
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Hier haben also gut 300 Flaschen Platz, am Boden auf der anderen Seite kann man noch ein paar Kisten stellen

Alles was länger lagert bzw. lagerfähig ist liegt in diesem Keller, davor habe ich im normalen Keller noch ein bisschen was für den alltäglichen Konsum liegen.
Ich habe das Glück, einige Kumpels zu haben, die auch sehr weinaffin sind und mit denen zusammen wird halt dann auch mal was gutes aufgerissen oder auch im Lokal getrunken. Jeder hat einen etwas anderen Schwerpunkt bei seinen Sammlungen, so ergänzt man sich gegenseitig und lernt auch mal andere Sachen kennen, außer denjenigen, die man eh ständig trinkt. Das finde ich mitunter einen der wichtigsten Aspekte, neben dem super Tipp an Tastings teilzunehmen, so kann man mit einem überschaubaren finanziellen Aufwand vieles probieren.