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Euer Lieblings Wein

Tolle Weinauswahl. 2 Fragen an den Spezialisten:
- ab wieviel Jahren der Flaschenlagerung sind Rieslingweine GG und 1. Lage optimal trinkreif?
Ein vermeintlicher Spezialist bin ich nicht.
Meinung habe ich trotzdem viel: 😂

Wie heisst es so schön. "Es kommt drauf an."
Wein, Jahrgang, Erzeuger, Region, Eigener Geschmack, wie gelagert,...
Eine Allgemeingültige Formel gibt es hier leider nicht.

Die meisten GG und 1.Lagen sind inzwischen "trinkreif" bei Veröffentlichung. (Achtung das gilt nicht überall! Vor allem nicht im Burgund/Bordeaux)
Gewinnen aber mit Lagerung durchweg. 5-10 Jahre führen meist zu einer Steigerung des Genusses.
Ab 10 Jahren ist eine weitere Lagerung nicht immer "förderlich" oder "gewinnen" nicht signifikant weiter. Selten ist das schon aber schon schädlich.
Weniges wird in 20 Jahren besser schmecken als in 10.
Vor allem werden diese Weine dann ihre Faszination aus der Reife ziehen. Sie schmecken um so besser, je mehr Erfahrung man hat und am besten, wenn man exakt den gleichen Wein (Jahrgang) als Jungwein getrunken hat.

Felix Bodmann hat hier immer wieder mal 10 Jahres Vertikalen beschrieben: z.B. https://www.schnutentunker.de/riesling-2011-zehn-jahre-danach/

Reifenoten im Riesling sind am Ende Geschmacksache. Wenn dir diese Aromen nicht taugen hilft es auch nix, wenn wir hier sagen "Lagere Riesling GG 13,5 Jahre!".
Am Besten ist tatsächlich mehrere Flaschen eines Weines zu besorgen und die über die Jahre zu probieren. Eins zum Release, nach 3 Jahren, nach 5, etc.
Wenn du nur eine Flasche hast - trink sie wann es dir passt. Du weisst nicht was du vermeintlich verpasst hast ;-)

Am Ende lässt sich über Geschmack nicht streiten - auch wenn wir Weinfuzzies es gerne am besten wissen.

Peace and Love!
 
@MrSpruzz vielen Dank für Deine ausführliche Antwort, habe folgende etwas "höherwertige Rieslinge" aus den Jhg. 2020+2021.
Taugen die was?
Weingut Robert Weil, Kiedricher Klosterberg 1. Lage​
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Weingut Odinstal „Weitblick“ BASF exklusiv​
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Weingut Dr. Bürklin-Wolf „Wachenheimer Goldbächel“​
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Weingut Reichsrat von Buhl „Kieselberg Großes Gewächs“​
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Weingut Müller-Catoir „Im Breumel Großes Gewächs“​
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Weingut Dr. Wehrheim „Kastanienbusch Köppel Großes Gewächs“​
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Battenfeld Spanier „Mölsheim“​
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Weingut Karl Haidle, „Stettener Häder“, Erste Lage Remstal​
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@MrSpruzz vielen Dank für Deine ausführliche Antwort, habe folgende etwas "höherwertige Rieslinge" aus den Jhg. 2020+2021.
Taugen die was?
Weingut Robert Weil, Kiedricher Klosterberg 1. Lage --> Suckling: Drink or hold​
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Weingut Odinstal „Weitblick“ BASF exklusiv​
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Weingut Dr. Bürklin-Wolf „Wachenheimer Goldbächel“ --> Tolles Teil! Ein Paar Jahre tun dem Wein sicher gut!​
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Weingut Reichsrat von Buhl „Kieselberg Großes Gewächs“ --> Jetzt wohl schon gut zugänglich​
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Weingut Müller-Catoir „Im Breumel Großes Gewächs“ --> Gewinnt mit etwas Flaschenreife vermutlich.​
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Weingut Dr. Wehrheim „Kastanienbusch Köppel Großes Gewächs“ --> Gewinnt mit etwas Flaschenreife vermutlich​
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Battenfeld Spanier „Mölsheim“ --> 2021? Das wird sicher spannend wie der sich entwickelt. Man liest was von "noch verschlossen" und gleichzeitig "warme malzige Noten"​
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Weingut Karl Haidle, „Stettener Häder“, Erste Lage Remstal --> Ab in den Keller. Oder zumindest gut dekantieren.​
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Wie gesagt,... hier gibt es kein richtig oder falsch. Ich kenne weder deinen Geschmack noch deinen sonstigen Keller.
Was ist deine Intention mit den Weinen und wie würdest du es machen?

Das sind alles renommierte Weingüter und sicher auch schöne Weine. Die Frage ist was ist 20 oder 21?
Ich kenne persönlich keinen der Weine, habe jetzt aber mal ein bisschen geschaut und ein paar Überlegungen oben eingetragen.
Keiner der Weine ist heute untrinkbar oder in 5 Jahren platt.
Hast du mehr davon? Dann würd ich es wie oben beschrieben machen und diese etwas auf die Jahre verteilen. (Den Mölsheim würd ich im Auge behalten)
Hast du nur eine? Dann würd ich Sie mal für 5 Jahre weglegen und dann etwas recherchieren.

Wie wählst du deine Weine aus?
 
Mein Weinjahr 2023 in Bildern - ich kann da nicht ganz von den Namen mithalten die hier gepostet wurden, aber man braucht ja noch "Entwicklungsspielraum" ;)
Hochtrinken ist einfacher als Runter 😂
Die Flaschen stehen auf dem Küchenschrank und haben es entweder wegen dem Inhalt oder dem Anlass in die Hall-of-fame geschafft. ;)

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Adventskalender:
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Entdeckungen des Jahres:
Maximin Grünhaus - ich mag die Mineralische und frische Art. Da werde ich mich 24 mal "durchtrinken"
Raumland - die Famiilie ist nicht nur Sympathisch sondern die Schaumweine auch wirklich hervorragend mit fairem PLV.
Hirtzberger - Honivogl 2013 in der Magnum - Lags am Essen dazu (Senns**) oder war das wirklich ein Träumchen?!
 
@MrSpruzz vielen Dank für Deine ausführliche Antwort, habe folgende etwas "höherwertige Rieslinge" aus den Jhg. 2020+2021.
Taugen die was?
Weingut Robert Weil, Kiedricher Klosterberg 1. Lage​
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Weingut Odinstal „Weitblick“ BASF exklusiv​
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Weingut Dr. Bürklin-Wolf „Wachenheimer Goldbächel“​
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Weingut Reichsrat von Buhl „Kieselberg Großes Gewächs“​
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Weingut Müller-Catoir „Im Breumel Großes Gewächs“​
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Weingut Dr. Wehrheim „Kastanienbusch Köppel Großes Gewächs“​
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Battenfeld Spanier „Mölsheim“​
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Weingut Karl Haidle, „Stettener Häder“, Erste Lage Remstal​
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Allgemein habe ich folgende Erfahrung gemacht:

Wenn man über Große Gewächse redet, dann ist es meistens so, dass sie kurz nach der Abfüllung nicht gut schmecken. Das gibt sich nach sagen wir 3 Monaten. Dann kann man die Weine über 1 Jahr oder vielleicht auch 2 Jahre sehr schön trinken. Das sind dann halt junge Weine mit vielen Primäraromen, auch Säure, aber das hat durchaus seinen Reiz. Speziell die Weine, die spontan vergoren sind, können da genannt werden, wenn man sowas mag.

Dann fängt der Wein aber an, sich zu verschließen. Gilt nicht nur für Rotweine, sondern auch für große, lagerfähige Weißweine (und beispielsweise auch für Zigarren). Wenn man den Wein dann nach 4 oder 5 oder 6 Jahren trinkt, kann es sein, dass er überhaupt nicht schmeckt. Der Wein ist belanglos, stumpf, man fragt sich, warum man diesen Wein gekauft hat. Aber siehe da, zwei oder drei Jahre später, und der Wein entfaltet seine ganze Klasse.

Also entweder trinkt man die Weine wirklich jung oder man hat den Mut, auch mal 10 Jahre zu warten. Die Rieslinge, die ich im Keller habe (Keller, Bassermann-Jordan, Schäfer-Fröhlich, Rebholz, von Winning, Prager, Hirtzberger, um nur einige zu nennen), mache ich nur in seltenen Ausnahmefällen unterhalb von 10 Jahren auf.

Gehört aber durchaus Erfahrung dazu und ist auch eine Frage des persönlichen Geschmacks, wie meine Vorredner noch schon gesagt haben.

Vor diesem Hintergrund würde ich zu den von Dir genannten Weinen folgendes sagen:

Weingut Robert Weil, Kiedricher Klosterberg 1. Lage

dieser Wein wird sich sehr lange sehr gut trinken lassen. Ich würde ihm mindestens 10Jahre geben, wahrscheinlich noch länger. Ich habe mehrere alte Weine von Robert Weil getrunken (20 Jahre), die waren immer noch in ausgezeichneter Verfassung.
Weingut Odinstal „Weitblick“ BASF exklusiv

habe ich leider zu wenig Trinkerfahrung. Das Weingut hat in letzter Zeit Furore gemacht. ich kann mir gut vorstellen, dass die Weine gut reifen können.Aber eine Empfehlung kann ich da nicht aussprechen.
Weingut Dr. Bürklin-Wolf „Wachenheimer Goldbächel“

den würde ich nicht vor 10 Jahren öffnen. Bürklin-Wolf macht Rieslinge, die exzellent reifen können.
Weingut Reichsrat von Buhl „Kieselberg Großes Gewächs“

wie vor.
Weingut Müller-Catoir „Im Breumel Großes Gewächs“

Auch diesem Wein würde ich gut und gerne 10 Jahre und länger geben. Dürfte früher in die Genussreife kommen als Bürklin-Wolf und Buhl. Hier fehlt mir auch Trinkerfahrung.
Weingut Dr. Wehrheim „Kastanienbusch Köppel Großes Gewächs“

das Weingut ist bei den Rieslingen nicht unbedingt mein Favorit, ich hatte immer den Eindruck, dass die Rieslinge etwas in die Breite gehen. Die Burgunder-Sorten gefallen mir sehr gut und die können auch gut reifen. Wobei ich gestehen muss, dass ich jüngere Jahrgänge lange nicht probiert habe. Aber 10 Jahre sollten hier definitiv auch drin sein. Den kastanienbusch von Rebholz öffne ich keinesfalls unter 10 Jahren; 2008 ist gerade ausgezeichnet. Gerade Rebholz wird immer wieder unterschätzt, was die Lagerfähigkeit angeht. Wie sich der Generationenwechsel bemerkbar macht, weiß ich nicht, weil ich habe schon länger keine jungen Großen Gewächse von Rebholz mehr getrunken.
Battenfeld Spanier „Mölsheim“

top-Weingut mit großem Reifepotential. Meiner Erfahrung nach kommt Battenfeld auch relativ schnell in die Genussreife.
Weingut Karl Haidle, „Stettener Häder“, Erste Lage Remstal

für mich der Wein, der wahrscheinlich am wenigsten reifen kann. Der ist jetzt sicher schon gut zu trinken. Mir gefallen die Spätburgunder des Weinguts sehr gut und diese können auch ohne Probleme 15 Jahre liegen. Beim Riesling habe ich da weniger Erfahrungen, aber ich würde mich hier nicht auf eine lange Reifezeit verlassen.
 
Wie gesagt,... hier gibt es kein richtig oder falsch. Ich kenne weder deinen Geschmack noch deinen sonstigen Keller.
Was ist deine Intention mit den Weinen und wie würdest du es machen?

Das sind alles renommierte Weingüter und sicher auch schöne Weine. Die Frage ist was ist 20 oder 21?
Ich kenne persönlich keinen der Weine, habe jetzt aber mal ein bisschen geschaut und ein paar Überlegungen oben eingetragen.
Keiner der Weine ist heute untrinkbar oder in 5 Jahren platt.
Hast du mehr davon? Dann würd ich es wie oben beschrieben machen und diese etwas auf die Jahre verteilen. (Den Mölsheim würd ich im Auge behalten)
Hast du nur eine? Dann würd ich Sie mal für 5 Jahre weglegen und dann etwas recherchieren.

Wie wählst du deine Weine aus?
Ich bin Mitte 50 und habe kurz vor dem Millenium damit begonnen Weine zu kaufen und mir einen Weinkeller aufzubauen.
Anlass dazu war, dass ich aufhörte Zigaretten zu rauchen, und dadurch monatlich freie Liquidität hatte, die ich in Weine investieren wollte.
Angefangen hat alles mit einem Weinabo bei Hawesko, bei dem man mtl. ein gemischtes 6er Paket bekam - immer mit einer kleinen
Expertise. Nach kurzer Zeit kaufte ich mir dann die ersten Weinführer und -bücher.
In der Kombination Weinführer + Internet, wurden dann im Laufe der Jahre viele Bestellungen aufgegeben, deren Rechnungen mittlerweile
einen Leitzordner füllen.

Mein Schwerpunkt liegt auf europäischen Weinen.
Weiß- und Schaumweine überwiegend aus Deutschland und Frankreich.
Rotweine überwiegend Frankreich, mit Schwerpunkt Bordeaux.

Ich habe über die Bordeaux-Suskriptionen 2000-2022 (mit Ausnahme der Jhg. 2013 und 2017) Weine bezogen, immer so zwischen 2-5 Kisten à 12 Fl.
Mein dzt. ältester weißer Bdx ist der 2005er Cht Doisy Daene - bei den roten ein 2004er Dom. de Chevalier.
Aktuell hat mein Weinkeller 386 Flaschen, davon 316 Rotwein und 70 Weiß- und Schaumweine.
Der Durchschnittspreis aller Flaschen liegt bei ca. 25 EUR. Mein aktuell teuerster Wein ist der 2019er Cht. Pontet Canet (für ca. 80 EUR), mein
günstigster ein Primitivo aus Apulien für 5 EUR. Als Schwabe schaue ich naturgemäß immer auch ein bisschen auf den Preis.

Bei den dt. Rieslingen habe ich auch viel direkt bei den Weingütern bestellt. Der Weinführer Eichelmann ist dazu sehr hilfreich.
Ich kaufe aber Wein auch gerne nach Saison. Zum Beispiel zu Beginn der Spargelsaison eine Kiste Weißwein aus Franken, oder der Touraine,
oder vor dem Hochsommer eine Kiste Rosé des neuesten Jahrgangs. Diese Weine werden dann i. d. R. im gleichen Jahr getrunken.
Seit letztem Jahr habe ich wieder ein Weinabo - und zwar bei "Wein am Limit". Das kostet mtl. 69 EUR und man bekommt dafür 1-3 Flaschen.
Die meisten Flaschen davon lagern noch im Keller, so dass ich mir noch kein abschließendes Urteil über die Qualität bilden konnte.
Meine letzte Bestellung waren 6 Fl. Chablis der Weingüter Bessin-Tremblay und Gilbert Picq aus dem Jhg. 2020.

Es würde mich freuen, wenn Ihr auch ein bisschen über Eure Weinleidenschaft plaudert - und für Geheimtipps bin ich immer dankbar.
 
@Schwobaseggel
Du stellst hier oft gute Weine ein. Darüber freue ich mich sehr.👍
Nicht unerheblich für die Lagerdauer sind ja auch die Lagerbedingungen.
Kannst Du uns hierzu was mitteilen oder habe ich das übersehen?
Mein Wein lagert ganz normal in einem dunklen, unbeheizten Kellerraum. Da stehen mehrere Regale in denen die Flaschen liegen,
sowie ein großer Weinlagerschrank von Bosch, der bei Bedarf eingeschaltet werden kann. Für die Luftfeuchtigkeit habe ich mehrere Eimer
Wasser stehen, die ich immer wieder fülle. In den Orginal-Holzkisten der Weingüter liegen auch noch einige Flaschen.
Ich glaube die Lagerung von Wein ist relativ unproblematisch, solange einige Grundsätze beachtet werden.
Liegende Lagerung bei Stillweinen mit Korken (Schaumweine stehend), sowie kühl, dunkel und mit nicht ganz trockener Luft.
Man kann dieses Thema sicherlich, wie alles, ins Extrem treiben (mit Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssteuerung) usw.
Für sehr wohlhabende Weinliebhaber, gibt es glaub ich auch Firmen, die maßgefertigte Regale usw. herstellen und verkaufen.
 
Entscheidend für die Lagerung sind (von dem Thema Luftfeuchtigkeit mal abgesehen) zwei Dinge: Konstante Temperaturen und keine Erschütterungen.

Es ist egal, ob der Wein bei 12° oder bei 15° lagert. Auch jahreszeitbedingte Schwankungen sind egal. Bei mir im Keller sind es im Sommer sagen wir 15° – 16° und im Winter so 12° – 13°. Diese Werte nähern sich im Frühjahr und im Sommer immer wieder an, aber eben langsam. Es darf bloß keine großen Unterschiede geben, z.B. tagsüber 15° und nachts 12° (oder so ähnlich). Beständige Temperaturwechsel machen den Wein kaputt. Sehr wichtig, aber gemeinhin unterschätzt ist das Thema Erschütterung. Wenn der Weinkeller direkt an einer Straße liegt und bei jedem Lkw wummert es, dann wird man keine Freude an den Weinen haben, selbst wenn Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu 100 % passen.
 
Ich bin Mitte 50 und habe kurz vor dem Millenium damit begonnen Weine zu kaufen und mir einen Weinkeller aufzubauen.
Anlass dazu war, dass ich aufhörte Zigaretten zu rauchen, und dadurch monatlich freie Liquidität hatte, die ich in Weine investieren wollte.
Angefangen hat alles mit einem Weinabo bei Hawesko, bei dem man mtl. ein gemischtes 6er Paket bekam - immer mit einer kleinen
Expertise. Nach kurzer Zeit kaufte ich mir dann die ersten Weinführer und -bücher.
In der Kombination Weinführer + Internet, wurden dann im Laufe der Jahre viele Bestellungen aufgegeben, deren Rechnungen mittlerweile
einen Leitzordner füllen.

Mein Schwerpunkt liegt auf europäischen Weinen.
Weiß- und Schaumweine überwiegend aus Deutschland und Frankreich.
Rotweine überwiegend Frankreich, mit Schwerpunkt Bordeaux.

Ich habe über die Bordeaux-Suskriptionen 2000-2022 (mit Ausnahme der Jhg. 2013 und 2017) Weine bezogen, immer so zwischen 2-5 Kisten à 12 Fl.
Mein dzt. ältester weißer Bdx ist der 2005er Cht Doisy Daene - bei den roten ein 2004er Dom. de Chevalier.
Aktuell hat mein Weinkeller 386 Flaschen, davon 316 Rotwein und 70 Weiß- und Schaumweine.
Der Durchschnittspreis aller Flaschen liegt bei ca. 25 EUR. Mein aktuell teuerster Wein ist der 2019er Cht. Pontet Canet (für ca. 80 EUR), mein
günstigster ein Primitivo aus Apulien für 5 EUR. Als Schwabe schaue ich naturgemäß immer auch ein bisschen auf den Preis.

Bei den dt. Rieslingen habe ich auch viel direkt bei den Weingütern bestellt. Der Weinführer Eichelmann ist dazu sehr hilfreich.
Ich kaufe aber Wein auch gerne nach Saison. Zum Beispiel zu Beginn der Spargelsaison eine Kiste Weißwein aus Franken, oder der Touraine,
oder vor dem Hochsommer eine Kiste Rosé des neuesten Jahrgangs. Diese Weine werden dann i. d. R. im gleichen Jahr getrunken.
Seit letztem Jahr habe ich wieder ein Weinabo - und zwar bei "Wein am Limit". Das kostet mtl. 69 EUR und man bekommt dafür 1-3 Flaschen.
Die meisten Flaschen davon lagern noch im Keller, so dass ich mir noch kein abschließendes Urteil über die Qualität bilden konnte.
Meine letzte Bestellung waren 6 Fl. Chablis der Weingüter Bessin-Tremblay und Gilbert Picq aus dem Jhg. 2020.

Es würde mich freuen, wenn Ihr auch ein bisschen über Eure Weinleidenschaft plaudert - und für Geheimtipps bin ich immer dankbar.
Bei mir fing es irgendwie schleichend an, bin viel unterwegs, und oft ist bei unseren Kunden Wein ein
fester Bestandteil des Jobs, da sie repräsentieren und auch große Einladungen auf dem diplomatischen Parkett geben (müssen). Da stehen dann in den Weinkellern natürlich ausgesuchte Leckerchen und ich habe mir dann oft vor Ort diese Weine besorgt aber auch oft einfach ein paar Flaschen geschenkt bekommen. Hatte früher auch mal die Chance die Chiantistrasse abzufahren, natürlich an den Weingütern eingekehrt und bin auch auf dem Balkan unterwegs gewesen. Da gibt es auch viele Weine mit einem sehr guten PLV. Highlight war bisher ein Besuch auf den Weinfarmen in Stellenbosch/Südafrika, einfach ein Traum. Da ich aber auch seit Ewigkeiten im Kaukasus unterwegs bin, bin ich auch ein großer Fan von georgischen und armenischen Weinen. Zuhause ist Göga ein Primitivo-Fan, gehen aber auch relativ oft sehr gut Essen und lassen uns meist vom Somelier was empfehlen. Da haben wir auch schon einige Leckerchen kennen gelernt, die dann geordert werden. Eigentlich waren wir meist „rot“ unterwegs, in den letzen zwei Jahren haben wir dann aber auch einige sehr leckere Weiße gefunden, so ist der Anteil stetig gestiegen.
Naja, und vor ein paar Wochen bin ich dann auf die Idee gekommen, aus unserem „Gerümpelzimmer“ welches nur mit 8 Aktenschränken und Krimskrams
belegt war, ein „Weinzimmer“ zu basteln. Habe mir dann 2 Weinkühlschränke geordert, einen zum Lagern, den anderen zum „trinkfertigen“ kühlen und ein paar Regale geordert und gebastelt. Aktuell warte ich noch auf meinen Geniessersessel, der kommt Ende März.
Aktuell habe ich ca. 500 Flaschen, Tendenz stark steigend😂
Aktuell sind das unsere Lieblinge in rot
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und das unsere weißen Favoriten
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Weinleidenschaft plaudert
Gerne doch, mal frisch von der Leber weg, habe gerade etwas Zeit. Ich bin noch ein bisschen älter und hatte mir in den 80er und 90er Jahre zum Ziel gesetzt, die damals 62 klassierten Bordeaux Güter (Medoc) mit vertretbaren Jahrgängen (aus Sicht Preis/Leistung) alle im Weinkeller zu haben. Viele davon habe ich auch persönlich besucht. Dass habe ich Anfang 2000 erreicht und seitdem den Vorrat abgebaut. Verblieben sind mir noch Flaschen wie Lafite, Palmer, Comtesse de Lalande, Montrose, Conseillante, div. Sauternes wie Rieussec, Doisy Verdrines und einige mehr. Natürlich sind auch die grossartigen Pomerols wie, z.b. Vieux Chateau Certan oder LaFleur und St. Emillions wie Angelus, Ausone usw. nicht zu kurz gekommen. Ich habe auch ab Anfang 2000 alle Top Weine der neuen Welt, wie z.B. Heitz Martha`s Wineyard, Dominus, Caymus usw., die Australier/Neuseeländer wie den Grange, Henschke Hill of Grace, Cullen usw. ab und zu verkostet. Im Laufe der Jahre, so ab 2012 habe ich mein Augenmerk vermehrt den klassischen, grossartigen Burgunderweinen zugewandt. Die Piemonteser wie Barolos oder Barbarescos von Top Produzenten, wie auch die klassischen und Garagen Toscaner (Stichworte Banfi, Ornellaia, Sassicaia, Reserva Chiantis usw.) und natürlich alle guten Spanier, Ribeiras und klassische Riojas gehören auch noch dazu. Kann sagen, dass der heutige Schwerpunkt bei europäischen Produkten, natürlich auch bei tollen Weissweinen, wie Sauvignon Blancs von der Loire Pouilly Fumé, Pouissé, Sancerre oder Elsässer Grand Cru Rieslingen oder auch deutschen Rieslingen liegt. Ab und zu werden wir aber schwach und geniessen einen kalifornischen Chardonnay aus dem Mendocino Gebiet.

Fertig geplaudert, Prost allen Weinliebhabern. :-)
 
Ja dann gibt es allerdings auch noch den Portwein😍
Da bin ich absoluter Fan, und gebe da eigentlich viel mehr Geld für aus, wie eigentlich geplant🤷‍♀️Problem ist halt einfach, das ich irgendwie immer noch „besseren“ meist älteren oder Sonderausgaben finde. Den letzten den ich gekauft habe ist von den „Douro Boys“ eine
auf 950 Flaschen limitierte Auflage aus den besten „very old Tawny Ports“ von 1860,1930,1960 und 2000 Ansonsten Vintage aus 1968.1970, 1994,1995,1997, einen White Colheita aus 1968 (mein Baujahr) und einige 40 und 50 jährige Tawny. Bin auch regelmäßig jedes Jahr in Portugal, da macht das stöbern vor Ort natürlich richtig Spaß 👍😜
 
Gerne doch, mal frisch von der Leber weg, habe gerade etwas Zeit. Ich bin noch ein bisschen älter und hatte mir in den 80er und 90er Jahre zum Ziel gesetzt, die damals 62 klassierten Bordeaux Güter (Medoc) mit vertretbaren Jahrgängen (aus Sicht Preis/Leistung) alle im Weinkeller zu haben. Viele davon habe ich auch persönlich besucht. Dass habe ich Anfang 2000 erreicht und seitdem den Vorrat abgebaut. Verblieben sind mir noch Flaschen wie Lafite, Palmer, Comtesse de Lalande, Montrose, Conseillante, div. Sauternes wie Rieussec, Doisy Verdrines und einige mehr. Natürlich sind auch die grossartigen Pomerols wie, z.b. Vieux Chateau Certan oder LaFleur und St. Emillions wie Angelus, Ausone usw. nicht zu kurz gekommen. Ich habe auch ab Anfang 2000 alle Top Weine der neuen Welt, wie z.B. Heitz Martha`s Wineyard, Dominus, Caymus usw., die Australier/Neuseeländer wie den Grange, Henschke Hill of Grace, Cullen usw. ab und zu verkostet. Im Laufe der Jahre, so ab 2012 habe ich mein Augenmerk vermehrt den klassischen, grossartigen Burgunderweinen zugewandt. Die Piemonteser wie Barolos oder Barbarescos von Top Produzenten, wie auch die klassischen und Garagen Toscaner (Stichworte Banfi, Ornellaia, Sassicaia, Reserva Chiantis usw.) und natürlich alle guten Spanier, Ribeiras und klassische Riojas gehören auch noch dazu. Kann sagen, dass der heutige Schwerpunkt bei europäischen Produkten, natürlich auch bei tollen Weissweinen, wie Sauvignon Blancs von der Loire Pouilly Fumé, Pouissé, Sancerre oder Elsässer Grand Cru Rieslingen oder auch deutschen Rieslingen liegt. Ab und zu werden wir aber schwach und geniessen einen kalifornischen Chardonnay aus dem Mendocino Gebiet.

Fertig geplaudert, Prost allen Weinliebhabern. :-)
Deine Weinerfahrung und die genannten Weingüter sind natürlich ein Traum, den wahrscheinlich viele Weinlieber haben, sich aber nur wenige leisten können.
Hast Du vielleicht einige Tipps für Weine, die Deines Erachtens ein besonders gutes PLV haben (so bis max. 100 EUR/Fl.)?
Mit dem Wineterminator, der im Internet postet, hast Du nichts gemeinsam? Der stellt auch immer solche Granaten vor.
 
Ja dann gibt es allerdings auch noch den Portwein😍
Da bin ich absoluter Fan, und gebe da eigentlich viel mehr Geld für aus, wie eigentlich geplant🤷‍♀️Problem ist halt einfach, das ich irgendwie immer noch „besseren“ meist älteren oder Sonderausgaben finde. Den letzten den ich gekauft habe ist von den „Douro Boys“ eine
auf 950 Flaschen limitierte Auflage aus den besten „very old Tawny Ports“ von 1860,1930,1960 und 2000 Ansonsten Vintage aus 1968.1970, 1994,1995,1997, einen White Colheita aus 1968 (mein Baujahr) und einige 40 und 50 jährige Tawny. Bin auch regelmäßig jedes Jahr in Portugal, da macht das stöbern vor Ort natürlich richtig Spaß 👍😜
Habe mal vor einiger Zeit 6 Flaschen 2016er Taylor´s Vintage Port gekauft. Ab wann würdest Du den trinken?
 
Habe mal vor einiger Zeit 6 Flaschen 2016er Taylor´s Vintage Port gekauft. Ab wann würdest Du den trinken?
Vintage entwickelt sich immer noch, kann man ewig lagern, muss man aber nicht😜 Wobei der ja noch wirklich relativ jung ist. Problem ist das die geöffnete Flasche dann auch zeitnah geleert werden muss.

Tawny’s kannst du offen noch einige Wochen/Monate stehen lassen, die waren im Fass und sind Luft gewöhnt.
 
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