Nein, es lief bis zum Schluß alles wie gewohnt. Der Schock kam erst beim Messen
Hatte beim letzten Sud das gleiche Phänomen.
Nach dem maischen den Nachguss bis 12,5% Stammwürze laufen lassen um nach dem Würzekochen auf ungefähr 13,5% zu kommen.
Dann die Überraschung, 15% Stammwürze.
Malz war das selbe wie sonst, kaufe 50kg Säcke. Menge der Schüttung von 20kg war gleich, Kochzeit auch 90min.
Beim nachrechnen der SHA war ich aber bei ca. 8% mehr.
Ich hab den Luftdruck in Verdacht, somit eine niedrigere Siedetemperatur und eine höhere Verdampfung. Ich hab beim kochen immer ein Grillthermometer drin hängen und mußte den Gasbrenner ziemlich stark runteregeln.
Restextrakt messe ich auch und ermittle den ungefähren Alkoholgehalt. Hat für mich den Grund, sollte schon ungefähr zu dem geplanten Bierstyle passen. (Pils mit 8%?)
Zweimal das gleiche Bier zu brauen hab ich aufgegeben, ich wechsle da immer zwischen obergärig, Sommer, untergärig Winter, Kellerbier, Märzen, Dunkles, Ale durch. Ich möchte meinen Brauprozess gar nicht soweit standardisieren.
Das Bier darf und soll sogar immer anders schmecken. Mit dem Wechseln der Bierstyle kann ich es eh nicht kontrollieren. Zumal ich festgestellt habe, das die Gebindegröße in welcher das Bier reift schon geschmacklich Unterschiede hervorbringt. Sprich 0,5 schmeckt anders als 2, 5 oder gar 10 Liter.
Denke vor der Industrialisierung der Brauereien war das Gang und Gäbe.
Zum Karbonisieren ziehe ich Speiße ab. Da ich in Ingolstadt das Licht der Welt erblickte, fühle ich mich dazu verpflichtet, nach dem Reinheitsgebot zu brauen und da ist Zucker halt Tabu.
Schmecken muss es.
Hab gerade ein untergäriges Dunkles im Gärschrank.
Gruß Christian