Es folgt mein erster "Grillbericht" in diesem Forum: Ein Flank mit diversen Hindernissen.
Der vergangene Sonntag verwöhnte uns mit herrlichem Wetter und das bringt es mit sich, dass man nicht alleine am Grill steht, sondern mit Freunden gemeinsam auf der Terrasse sitzt. Den Appetit meiner Gäste hatte ich allerdings etwas überschätzt. Nach dem ersten Hauptgang (Schweinefilets im Speckmantel mit Apfel-Balsamico-Reduktion aus Webers American BBQ) waren doch alle ganz gut gesättigt, so dass der zweite Hauptdarsteller erstmal im Wasserbad belassen wurde:
Flank-Steak aus Namibia, 2 Stück, zusammen ca. 900g (bezogen über Gourmondo)
mit etwas Rosmarin und Butter im Sous Vide Bad bei 54°C
Nachdem sich bei über 4h im Wasser abzeichnete, dass der Hunger auch nicht so recht zurück kommen mochte, habe ich das Flank aus dem Bad genommen, runtergekühlt und in den Kühlschrank gelegt.
Neuer Versuch am Montag: Steaks für ca. 30 min bei 54° wieder regeneriert, dann raus aus dem Beutel, abgetrocknet und gesalzen. Grill mit Sear Station auf volle Pulle vorgeheizt. Nebenbei den Fleischsaft mit etwas Weißwein und Gemüsefonds einreduziert, gewürzt und mit einem Schuß Sahne und Petersilie verfeinert.
Dann das nächste Hindernis: Ein gänzlich unerwarteter und ziemlicher rabiater Gewitterschauer. Also Gusspfanne auf den Herd und die Steaks - aufgrund der Größe nacheinander - von beiden Seiten jeweils eine Minute volle Pulle angebraten. Und viola:
Dazu gab es ein Süßkartoffelpüree (ebenfalls vom Vortag und im Vac-Beutel aufgewärmt) und besagte Soße. Und was soll ich sagen: Göga und ich waren hellauf begeistert. Das Fleisch war trotz - oder wegen? - dem ganzen hin und her überaus zart und hatte einen feinen, beefigen, Geschmack. Das beste Steak, welches ich seit längerer Zeit gegessen habe. Ob das an der unorthodoxen Zubereitungsmethode lag oder am Ausgangsmaterial, werde ich zeitnah erforschen.
Nota bene: Ich entschuldige mich beim geneigten Leser, dass an der Zubereitung dieses Leckerbissens trotz aller guten Vorsätze schlussendlich gar kein Grill beteiligt war. Aber Grillen ist schließlich keine Sache der Hardware, sondern eine Geisteshaltung und ich versichere euch, hier wurde mit Hingabe gerillt.
Der vergangene Sonntag verwöhnte uns mit herrlichem Wetter und das bringt es mit sich, dass man nicht alleine am Grill steht, sondern mit Freunden gemeinsam auf der Terrasse sitzt. Den Appetit meiner Gäste hatte ich allerdings etwas überschätzt. Nach dem ersten Hauptgang (Schweinefilets im Speckmantel mit Apfel-Balsamico-Reduktion aus Webers American BBQ) waren doch alle ganz gut gesättigt, so dass der zweite Hauptdarsteller erstmal im Wasserbad belassen wurde:
Flank-Steak aus Namibia, 2 Stück, zusammen ca. 900g (bezogen über Gourmondo)
mit etwas Rosmarin und Butter im Sous Vide Bad bei 54°C
Nachdem sich bei über 4h im Wasser abzeichnete, dass der Hunger auch nicht so recht zurück kommen mochte, habe ich das Flank aus dem Bad genommen, runtergekühlt und in den Kühlschrank gelegt.
Neuer Versuch am Montag: Steaks für ca. 30 min bei 54° wieder regeneriert, dann raus aus dem Beutel, abgetrocknet und gesalzen. Grill mit Sear Station auf volle Pulle vorgeheizt. Nebenbei den Fleischsaft mit etwas Weißwein und Gemüsefonds einreduziert, gewürzt und mit einem Schuß Sahne und Petersilie verfeinert.
Dann das nächste Hindernis: Ein gänzlich unerwarteter und ziemlicher rabiater Gewitterschauer. Also Gusspfanne auf den Herd und die Steaks - aufgrund der Größe nacheinander - von beiden Seiten jeweils eine Minute volle Pulle angebraten. Und viola:
Dazu gab es ein Süßkartoffelpüree (ebenfalls vom Vortag und im Vac-Beutel aufgewärmt) und besagte Soße. Und was soll ich sagen: Göga und ich waren hellauf begeistert. Das Fleisch war trotz - oder wegen? - dem ganzen hin und her überaus zart und hatte einen feinen, beefigen, Geschmack. Das beste Steak, welches ich seit längerer Zeit gegessen habe. Ob das an der unorthodoxen Zubereitungsmethode lag oder am Ausgangsmaterial, werde ich zeitnah erforschen.
Nota bene: Ich entschuldige mich beim geneigten Leser, dass an der Zubereitung dieses Leckerbissens trotz aller guten Vorsätze schlussendlich gar kein Grill beteiligt war. Aber Grillen ist schließlich keine Sache der Hardware, sondern eine Geisteshaltung und ich versichere euch, hier wurde mit Hingabe gerillt.


