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Fleisch aus USA

@ yellobiafra
Bei Stammtisch und Humor wäre der Post besser aufgehoben.


Eben nicht!

Weil es sich hier um gesetze handelt.

Mehr als merkwürdig, aber halt gesetze.

Da glaub ich schwerlich an die FDA, oder wie das ding da heißt:grin:
 
die Anderen kaufen jetzt einfach keins mehr, weil sie geschockt sind

das wäre doch eine adäquate reaktion. vielleicht war das ja die intention des films?

Das war die Schache mit den Lebensmittel Kontrollen. Die sind von 1996 von 50.000 auf unter 10.000 im Jahre 2006 gesungen und das bei einer Bevölkerung von über 298 Millionen.

wurde im film nicht auch erwähnt, dass von tausenden schlachtbetrieben nur noch 18 (!) fleischfabriken übrig geblieben sind, und diese einen großteil der nachfrage bedienen? damit wäre die sinkende zahl vielleicht zum teil erklärt (wobei ich glaube, dass die megaschlachthöfe schon seit mindestens 1996 entstehen)

ich finde so ein massenprodukt einfach weniger "sexy" als ein stück fleisch aus tatsächlich artgerechter haltung. das ist ne imagefrage. geschmack und co. möchte ich jetzt garnicht beurteilen, da zu subjektiv.

aber ein stück fleisch von einem rind, dass auf ner weide stand und gras gefrssen hat und dann in aller ruhe nach der schlachtung zerlegt wurde hat finde ich einfach mehr appeal als so ein industriefleisch. ich denke, das lässt sich zumindest teilweise objektivieren.
 
Mal kurz ein kleiner Einwurf zu den USA:

Fläche: über 9,6 Mio km²
Fläche Europa : etwas über 10,1 Mio km²

Ist es nicht etwas Fragwürdig über US Beef zu reden? Hier redet auch keiner über Eurobeef. Da gibt es schwarze Schafe und Biobauern und hier auch. Über US Beef generell zu reden ist etwas schwer. Es gibt in meinen Augen auch keinen Amerikaner. Die von der Westküste sind anders als von der Ostküste. Sind glaub ich so ca. 3000 Meilen Entfernung. Wenn ich von hier aus 3000 Meilen nach Osten reise, bin ich bei Leuten, die so ziemlich alles anders machen als ich.

Das ist ja meine Frage, aus dem Anfang des Freds: welche Möglichkeiten hab ich als Verbraucher nachzuvollziehen, aus welcher Art Tierhaltung mein »US Beef« stammt?

Bisher ging ich naiv davon aus (auch weil hier im Forum gern suggeriert wird, US Beef sei was ganz ganz Tolles), dass es sich dabei um ein qualitativ hochwertiges Produkt handelt, das gewissen Standards entsprechen muss, um diesen Namen tragen zu dürfen. Nie im Leben wär ich drauf gekommen, dass einfach alles Fleisch aus den USA »US Beef« genannt wird und das wars!
 
... und das soll jetzt was heißen? Angenommen es gäbe ein(!) Gesetz, dass die Rahmenbedingungen für die Tierhaltung regelt, ist die Ausschöpfung der Möglichkeiten von Gebiet zu Gebiet sicher unterschiedlich. Der Eine geht bis an die gesetzlichen Grenzen was die Tierhaltung angeht, der andere kümmert sich ein Wenig mehr und braucht z.B. für sein Vieh weniger Medikamente oder was weiß ich sonst noch was. Was ist also durch eine FDA garantiert? NIX, außer die gesetzlichen Rahmenbedingungen!

Eben. Aus genau diesem Grund esse ich ja nach Möglichkeit nur Fleisch von bäuerlichen Betrieben, die ich mir vorher angeschaut habe.
 
Mal kurz ein kleiner Einwurf zu den USA:

Fläche: über 9,6 Mio km²
Fläche Europa : etwas über 10,1 Mio km²

Ist es nicht etwas Fragwürdig über US Beef zu reden? .

naja,

wenn dat in <20 schlachthoefen abgefertigt wird, is das schon ne ansage.

wuerde ich das mal auf "eurobeef" umlegen, haette deutschland mit 357.093 km² ja nur anspruch auf 1-2 schlachthoefe.

immerhin koennte man dann aufteilen nach deutschem beef, italienischem usw. (wenn denn die "rohware" auch aus dem land kommt und nich zufaellig durch den halben kontinent gefahren wurde, weil zb die schlachtung 1000km weiter nur 50% (ich wollte nich direkt sarkastisch 70-90% schreiben) lohnkosten verursacht.

da hat der volker pispers nich ganz unrecht, das es in dieser hinsicht guenstiger gewesen waere, die mauer stehen zu lassen und im osten nur zu produzieren, ohne selbigen zu subventionieren.

die amis machen dat eben schlauer. ziehen den zaun zu mexiko hoeher, importieren die arbeit zum spottpreis und schieben bei bedarf einfach ab.

alles gesetzlich geregelt versteht sich :ballaballa:
 
Was habt ihr immer mit den USA? Ehrlich, ich verstehe es nicht.
Wie viele deutsche Schlachter stehen bei Tönnies in der Kolonne?
 
Also irgendwie meine ich leichte antiamerikanische Untertöne in der Diskussion zu vernehmen...

Viele Grüße,
Gerhard
 
da hat der volker pispers nich ganz unrecht, das es in dieser hinsicht guenstiger gewesen waere, die mauer stehen zu lassen und im osten nur zu produzieren, ohne selbigen zu subventionieren.

Das ist ja der Witz - im Osten lebte man sogar noch bestens von den Subventionen, die von der EU für landwirtschaftliche Flächenstillegung gezahlt wurden. :mad:
Wenn dort Fleischvieh weiden könnte / würde, müßten wir über US-Beef gar nicht reden, wir hätten nämlich unser eigenes - aus artgerechter Haltung.
Leider hat bis heute kaum jemand begriffen, dass der Bereich der früheren DDR, lange bevor diese existierte, eigentlich bereits die Agrarzone Deutschlands war und nicht gerade durch sonstige Produktivität sonderlich auffiel... aber niemand kam auf die Idee, dass man daraus nach der Wende das "Wisconsin Deutschlands" hätte machen können.
Schade drum.
 
Also irgendwie meine ich leichte antiamerikanische Untertöne in der Diskussion zu vernehmen...

Viele Grüße,
Gerhard

zumindest was industriefleisch angeht, hast Du da auch recht. Ich mag aber auch kein deutsches industriefleisch.

es ging hier ja um die (massen-)produktion von fleisch fragwürdiger qualität in den USA. und da sage ich :puke:

tönnies finde ich aber auch :puke:


diese "alles ist machbar", "viel aber billig", "hauptsache profit", "scheiß auf den mexikaner"-menatlität finde ich eben nicht so geil.

dass solche strukturen nach amerikanischem vorbild auch bei uns fuß gefasst haben, halt ich echt für schwerst bedenklich.

das führt doch zu nix und ist in wahrheit ein rückschritt - auch wenns noch so modern aussieht.
 
Von wegen Mexikaner - die kommen als "Gastarbeiter" in den USA für unter 14 $ die Stunde gar nicht erst arbeiten. Und selbst diese Info ist schon etwas älter.

Ich denke, da muß man über deutsche "Löhne" nicht mehr weiter sprechen- dagegen haben wir hier bei bestimmten Jobs eher rumänisches Gehaltsniveau...

Für 5-7 Euro die Stunde bekommt man keine Qualitätsarbeit, egal in welcher Branche. Im Lebensmittelbereich schon mehr als heikel.
 
Dazu noch eine Nachrichtenmeldung von vor ein paar Tagen:

Noch nie wurde in Deutschland soviel Fleisch verarbeitet wie im letzten Jahr. Nicht "erzeugt", verarbeitet. Wir sind Mexiko! Deutschland ist ein Billiglohnland geworden. Der ein oder andere Leiharbeiter in deutschen Schlachthöfen würde sicher gerne mit seinem mexikanischen Kollegen in den USA tauschen.

Und wie es der Zufall so will hatte ich gestern zum ersten Mal Billigfleisch aus den USA. Ein genial marmoriertes Fleisch, ein T-Bone. 800 Gramm für 11$. War ein Geschenk das jemand von der Airbase mitgebracht hat. Wurde zu zweit genossen. Wunderbares Fleisch. Ob das ethisch und moralisch einwandfreies Fleisch war kann ich nicht sagen (ich vermute nicht unethischer als an einer deutschen Fleischtheke). Sicher sagen kann ich: Es war lecker.

Viele Grüße,
Gerhard
 
Von wegen Mexikaner - die kommen als "Gastarbeiter" in den USA für unter 14 $ die Stunde gar nicht erst arbeiten. Und selbst diese Info ist schon etwas älter.
Ich denke, da muß man über deutsche "Löhne" nicht mehr weiter sprechen- dagegen haben wir hier bei bestimmten Jobs eher rumänisches Gehaltsniveau...

Für 5-7 Euro die Stunde bekommt man keine Qualitätsarbeit, egal in welcher Branche. Im Lebensmittelbereich schon mehr als heikel.

Wo hast du das denn her?
Ich denke diese Summe bekommt da keiner bezahlt.

Hier ein Link zur Realität.

Planet Schule - Wissenspool | Mexikaner in Kalifornien | Sendungen | Sendungen | USA - The Sound of ...

Ab "Details" kommt es zum Thema.
Ich weiß es geht um Erdbeeren, aber das ist mit Fleisch nicht anders.
Grüße aus der Wetterau.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wo hast du das denn her?
Ich denke diese Summe bekommt da keiner bezahlt.

Ich weiß es geht um Erdbeeren, aber das ist mit Fleisch nicht anders.

Da liegst Du daneben. Bei uns sind die "Spargelpflücker" ähnlich schlecht bezahlt - allerdings kommen die meist aus dem Osten und fragen nicht groß.

Wir haben Partnerfirmen in den USA, die ganz normal und legal Mexikaner als "Gastarbeiter" beschäftigen, die bekommen rund 15$ die Stunde. Der Bruder eines Kollegen betreibt in Arizona eine Baumarktkette, dort kommt für weniger niemand arbeiten. Weder US-Bürger noch Mexikaner...

Aus dem einfachen Grund, weil man dort die Einstellung hat, von Arbeit leben zu müssen, und zu können. Bei uns subventioniert der Steuerzahler für "Aufstocker" ohne Mindestlöhne über das Hartz-4-Modell die Dumpinglöhne diverser Unternehmen und Leiharbeitsverbrecher, mit staatlicher Unterstützung.
Das hörst Du aber so nicht in unseren Medien, weil es nicht "opportun" wäre und wir ja gerade ein "Jobwunder" erleben - aber die Realität kann man eben nicht verleugnen.
 
Du hast natürlich Recht.
Ich arbeite in der Gastronomie und kenne das Spiel.
Personalleasing ist das Stichwort. Leihfirmen gibt es in FFM reichlich.
Selber habe ich bei so einer Gearbeitet und in unserer Firma laufen hunderte
AÜG Kräfte rum.

Schon schlimm.

Grüße aus der Wetterau.
 
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