Welche Rasse ist denn der Jungbulle und wie wurde er gehalten/gefüttert ?
Der Bulle ist ein Fleckvieh x Limousine, gut 2 Jahre alt.
Weidehaltung von April/Mai bis November/Dezember je nach Witterung. Kälber bleiben bis 9 oder 10 Monate bei ihrer Mutter.
Im Stall Gruppenhaltung auf Stroh.
Heu ad hip und Getreideschrot - beides aus eigenem Anbau.
Seit 01.01. BioBetrieb in Umstellungsphase. Naturland Verband.
Seit letztes Jahr werde unsere Damen von einem Aubrac Stier betreut. Die ersten Kälber sehen bisher wirklich gut aus. Dann haben wir noch eine Handvoll HochlandRinder, die ebenfalls von dem Aubrac Herrn betreut werden.
Wir haben den Betrieb zum 01.01. übernommen mit dem vorhanden Viehbestand. Hauptsächlich Milch-Fleisch-Kreuzungen im Mutterkuhbestand, aber auch ein paar reine Limousine, Simmentaler, Grauvieh, die von einer Fleischrasse gedeckt werden - bisher Limousine. Seit letztem Jahr Aubrac.
Nach dem Schlachten reift das Fleisch mindestens 1 Woche am Knochen dort im Kühlhaus. Kleine Familienmetzgerei. Wir bleiben dabei bis das Tier in Hälften weg gehangen wird. Verläuft alles relativ ruhig und stressfrei. Normalerweise vermarkten wir in 10 kilo Paketen einmal quer durchs Rind - Filet und Roastbeef können extra dazu bestellt werden. Zwischendurch aber immer wieder Tiere für Spezialzuschnitte.
Im Allgemeinen gehen die Bullen nach dem Absetzen zum Händler. Wir behalten die Färsen zur Endmast - weil sie mir besser schmecken. Am Samstag haben ein Rind geschlachtet, welches bereits einmal gekalbt hat. Man ließt, dass das Fleisch erst dann richtig gut schmeckt. Ich bin gespannt.
Ich mag unser Rindfleisch sehr gerne und bin meist irritiert, wenn ich anderes Rindfleisch esse. Das scheint mir oft so fad im Geschmack.
Wir hatten im Herbst unseren alten Deckstier (Limousin, 8 Jahre) geschlachtet. Selbst der Metzger war skeptisch, weil ich nicht alles in die Wurst packen wollte. Das war echt lecker. Sehr aromatisch. Trotzdem wirklich zart. Konnte man hervorragend essen.