Ich hatte ja für den Handwolf propagiert. Wenn man nicht gerade die kleinste Größe nimmt, reicht so einer für den gelegentlichen Einsatz vollkommen aus. Früher wurden damit ganze Hausschlachtungen durchgeführt - und niemand kam auf die Idee, das Fleisch vorher anzufrieren oder in katzenfuttergroße Würfelchen zu schneiden, damit es in den Wolf gepasst hat.
Die ganzen Haushaltswölfe oder Vorsätze für die Küchenmaschinen sind dem Grunde nach nur kleine Handwölfe für Faule.
Auch die meisten Beeketal-Wölfe sind nur aufgemotzte Küchenwölfe, da auch sie mit dem Enterprise-System (ohne Vorschneider) arbeiten. (Gut, es gibt auch Enterprise-Wölfe mit Vorschneider, aber die spielen in der Liga ab mehreren tausend Euronen aufwärts.) Wenn ich mir vorstelle, ich sollte eine ganze Sau mit so einem Wolf "warm" verarbeiten, dann gruselts mich.
Wer ernsthaft wolfen möchte, kommt um einen Wolf mit dem Schneidsystem "Unger" (mit Vorschneider) nicht herum. Die guten laufen mit ca. 80 Umdrehungen/Minute - da wird nichts zu warm. Auch muss man das Fleisch nicht unendlich klein schneiden (spart viel Arbeit). Es muss lediglich in den Wolf hinein passen, so dass die Schnecke das Fleisch von selbst einzieht. Längliche Streifen eignen sich da am besten. Bei Warmverarbeitung, z.B. für Original Eichsfelder Mettwurst, führt eh kaum ein Weg an so einem Wolf vorbei.
Welches System auch immer man nimmt - ohne scharfe Messer und Scheiben geht bei allen nichts.
Beim Wursten, bzw. Füllen der selbigen, verhält es sich ähnlich - ab und an mal nen paar Bratwürstchen lassen sich mit nem Wolf füllen. Wer etwas mehr wurstet, benötigt einen Wurstfüller. Die "Hobbywurstfüller" gehen ganz gut für Würstchen und kleinere Kaliber - so bis 40 - für Rohwurst.
Alle Kaliber darüber hinaus und Mengen über 20 kg werden damit zur Qual.
OK, ich habe gut lachen - ich habe quasi meinen Nachbarn (ehem. Hausschlachter) für ganze kleine Kasse "beerbt" - EDERTAL Wolf und 12l Wurstfüller von DICK.