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Fleischwolf: Ja? oder Nein?

Nutzt Ihr einen Fleischwolf zum Grillen

  • Ja

  • Nein

  • gelegentlich


Die Ergebnisse sind erst nach der Abstimmung sichtbar.
An Deiner Stelle würde ich zusehen, einen gut erhaltenen, gebrauchten Handwolf der Marke ALEXANDERWERK zu bekommen. Mindestens Größe 8, besser 10 oder 12.
Scheiben und Messer kannst Du beim Fleischereinkauf (gibts bestimmt irgendwo in Deiner Nähe) schleifen und abrichten lassen.
Du benötigst einen guten Küchentisch o.ä., damit Du den Wolf vernünftig befestigen kannst.
Diese Wölfe musst Du aber von Hand reinigen. Ist aber kein großer Akt.
Diese alten "Arbeitstiere" werden Dich wahrscheinlich überleben, so dass Du sie weitervererben kannst.

Ist unter der Größe die allgemeine Größe des Wolfs zu verstehen oder die Größe der Lochung ?
 
Die Größe des Wolfs bzw. den Durchmesser der Scheibe, nicht die Größe der Lochung.
 
Das bezeichnet die Größe des Wolfes allgemein - je größer natürlich der Wolf, umso größer die Scheiben und Messer im Durchmesser.
Der größte Handwolf von ALEXANDERWERK ist der 22-er.

Du meinst die Durchlassöffnungen der Lochscheiben. Die werden in Millimeter angegeben und sind für jede Größe der einzelnen Systeme identisch zu bekommen.
 
Hallo,

Ok also braucht man mit kleineren nur etwas länge. Dann mach ich mich mal auf die Suche. top !
Und das Fleisch wird wärmer und ggf. mehr gepresst als geschnitten.

Leider kosten die richtig Guten wirklich ein gutes Geld,
da bedarf es Kompromisse, der war bei mir eben hier:
Bosch MFW68660 (LINK) > Straßenpreis ca: 70-80,-€ günstiger.

GrillGruß
 
Und das Fleisch wird wärmer und ggf. mehr gepresst als geschnitten.
Quatsch!!

Entscheidend ist der Zustand des Schneidsatzes (dieser muss scharf sein) und dessen Zusammenbau (die Überwurfmutter sollte gut handfest angezogen sein). Und sowohl die von dir verlinkte Maschine als auch die Handwölfe verwenden das gleiche System.
 
Also ich habe den Fleischwolf passend zu meiner Bosch Küchenmaschine und muss sagen für meinen Bedarf reicht der definitiv aus. Größere Mengen werden aber schon schwieriger.
Das Modell heißt Bosch MUZ4FW3.
 
Die Frage im Titel kann man nur ganz klar mit JA beantworten. Mit einem Fleischwolf hat man so viel mehr Möglichkeiten als wenn man auf gekauftes Hack angewiesen ist. So kann man auch Fleisch zu Burgern etc. verarbeiten, das man gewolft fast nirgendwo kaufen kann (z.B. Wild, Lamm,...). Auch bei Rind und Schwein kann man sich aussuchen, welche Teile ins Hack sollen. Wenn man nicht sehr gute Connections zu einem guten Metzger hat bekommt man bei gekauftem Hack meistens nur nicht näher deklarierte Reste und Abschnitte.

Die Frage, welcher Fleischwolf sinnvoll ist und wie viel Geld man ausgeben sollte, ist da schon kniffliger. Ich wolfe vielleicht einmal im Monat so 0,5 bis 1 Kilo, da tut's der Aufsatz für die KitchenAid. Wenn du eine Küchenmaschine hast stehen die Chancen ganz gut, dass es einen Fleischwolf als Zubehörteil bekommst. Alternativ gibt es auch günstige Standalone-Geräte für den Hausgebrauch. Falls man allerdings öfter größere Mengen verarbeiten will wird einem die Batzerei mit einem Hausfrauengerät vermutlich schnell zu dumm.
 
Ich hatte ja für den Handwolf propagiert. Wenn man nicht gerade die kleinste Größe nimmt, reicht so einer für den gelegentlichen Einsatz vollkommen aus. Früher wurden damit ganze Hausschlachtungen durchgeführt - und niemand kam auf die Idee, das Fleisch vorher anzufrieren oder in katzenfuttergroße Würfelchen zu schneiden, damit es in den Wolf gepasst hat.

Die ganzen Haushaltswölfe oder Vorsätze für die Küchenmaschinen sind dem Grunde nach nur kleine Handwölfe für Faule.
Auch die meisten Beeketal-Wölfe sind nur aufgemotzte Küchenwölfe, da auch sie mit dem Enterprise-System (ohne Vorschneider) arbeiten. (Gut, es gibt auch Enterprise-Wölfe mit Vorschneider, aber die spielen in der Liga ab mehreren tausend Euronen aufwärts.) Wenn ich mir vorstelle, ich sollte eine ganze Sau mit so einem Wolf "warm" verarbeiten, dann gruselts mich.

Wer ernsthaft wolfen möchte, kommt um einen Wolf mit dem Schneidsystem "Unger" (mit Vorschneider) nicht herum. Die guten laufen mit ca. 80 Umdrehungen/Minute - da wird nichts zu warm. Auch muss man das Fleisch nicht unendlich klein schneiden (spart viel Arbeit). Es muss lediglich in den Wolf hinein passen, so dass die Schnecke das Fleisch von selbst einzieht. Längliche Streifen eignen sich da am besten. Bei Warmverarbeitung, z.B. für Original Eichsfelder Mettwurst, führt eh kaum ein Weg an so einem Wolf vorbei.

Welches System auch immer man nimmt - ohne scharfe Messer und Scheiben geht bei allen nichts.

Beim Wursten, bzw. Füllen der selbigen, verhält es sich ähnlich - ab und an mal nen paar Bratwürstchen lassen sich mit nem Wolf füllen. Wer etwas mehr wurstet, benötigt einen Wurstfüller. Die "Hobbywurstfüller" gehen ganz gut für Würstchen und kleinere Kaliber - so bis 40 - für Rohwurst.
Alle Kaliber darüber hinaus und Mengen über 20 kg werden damit zur Qual.

OK, ich habe gut lachen - ich habe quasi meinen Nachbarn (ehem. Hausschlachter) für ganze kleine Kasse "beerbt" - EDERTAL Wolf und 12l Wurstfüller von DICK.
 
Also da ich (noch) nicht selber wurste, lohnt sich der Aufwand für mich nicht. Für Burger und alles andere mit Hackfleisch (und ich liebe Hackfleisch, kommt im Schnitt mindestens 1x pro Woche auf den Teller), gehe ich daher weiterhin zum MmV.
Abgepacktes Hack aus dem Supermarkt, ist für mich aber ein absolutes NoGo.

Wenn man nicht sehr gute Connections zu einem guten Metzger hat bekommt man bei gekauftem Hack meistens nur nicht näher deklarierte Reste und Abschnitte.

Diese Aussage halte ich für Blödsinn. Bei meinem MmV ist das Schweinemett schon fertig, da es auch gewürzt wird. Das Rind hingegen, wird vor meinen Augen aus der Theke, direkt in den Wolf verfrachtet. Da brauch ich keine Connections, das ist Handwerker-Ehre.
 
Na toll, lese den Artikel und bin schon wieder in der Bucht nach Alexanderwerk am suchen...:fleig:
Habt ihr nebst Größe, allg. Zustand und Vollständigkeit noch irgendwelche Tipps, was die Teile betrifft?
 
Also fangen wir mal ganz einfach an. Mit einem Alexander oder sonst einem manuellen Wolf, wichtig sind die Messer und Scheiben das die scharf sind. schau mal nach einem richtigen alten Handwolf schicke Messer und Scheibe zum schleifen und du hast für viele Jahre ruhe.

Die Frage ist nun wie viel Kilo möchtest du verarbeiten die größeren Handwölfe können 10 kg gut verarbeiten klar das ist nicht in zwei Minuten durch, da ist Muskelkraft gefordert. Wenn du wie ich im Jahr fast 200 kg durch jagen musst kommst du um ein Profigerät nicht drum rum.

Ich gehe aber mal bei dir von einer Menge, von na sagen wir mal 2 kg pro Monat aus. Da tuts auch ein 5 oder 8 Handwolf
 
Diese Aussage halte ich für Blödsinn.
Es war vielleicht etwas überspitzt formuliert. Ich sag mal so: Man braucht zumindest einen echten Metzger, der sein Handwerk versteht. Dann muss man explizit danach fragen, dass ein bestimmtes Teil durch den Wolf gedreht wird. Wenn man nur "Rinderhack" kauft hat man auch bim guten Metzger keine Kontrolle darüber, welche Teile vom Rind gewolft wurden.

Und es ist ganz logisch, dass aus wirtschaftlichen Gründen in der Regel die Teile gewolft werden, die man nicht am Stück verkaufen kann. Das gilt natürlich insbesondere für abgepacktes Hackfleisch aus dem Supermarkt.

P.S.: Lustig finde ich, dass der Threadersteller nach diesem einen Posting hier nicht mehr gesehen wurde. Aber die Diskussion ist auch unabhängig von der eröffnenden Frage ganz interessant.
 
Ja klar, Rinderhack ist nun mal Rinderhack - was soll es auch sonst sein. Oftmals werden, teilweise regional bedingt, Begriffe vertauscht. Genauso gerne wird Rinderhack mit Tartar vertauscht.
Kein Fleischer würde nämlich auf die Idee kommen, freiwillig ein Roastbeef oder eine Hohe Rippe zu wolfen, nur damit er schön anzusehendes Rinderhack verkaufen kann.

Will ich eine Schulter durch den Wolf gedreht haben, dann bekomm ich das auch zu 99,9% bei nem halbwegs vernünftigen Fleischer.
 
Kein Fleischer würde nämlich auf die Idee kommen, freiwillig ein Roastbeef oder eine Hohe Rippe zu wolfen, nur damit er schön anzusehendes Rinderhack verkaufen kann.
Beim Edeka in *** (anonymisiert zum Schutz des Betreffenden) haben man mir doch tatsaechlich ein Stueck Hohe Rippe gewolft. Der Vorteil bei einem Supermarktmetzger ist vermutlich, dass die Fleischfachverkaeufer(innen) keinem Metzgermeister Rede und Antwort stehen muessen, wenn sie das machen...
 
Wie groß sollten den die Löcher in den Scheiben sein. Was ist denn da die Standardgröße für Burger. Gibt es da eine Auflistung welche Lochgröße für welches Produkt.
 
Mein Kenwood MG 510 kam mit drei Scheiben, Lochdurchmesser 3mm, 4,5mm, 8mm. Fuer Hamburger nehme ich gerne die grobe Scheibe, aber ich habe den Verdacht, dass die grossen Fleischstueckchen eine schlechtere Bindung ergeben. Leider komme ich im Augenblick nicht dazu, das zu verifizieren.
 
Mein Kenwood MG 510 kam mit drei Scheiben, Lochdurchmesser 3mm, 4,5mm, 8mm. Fuer Hamburger nehme ich gerne die grobe Scheibe, aber ich habe den Verdacht, dass die grossen Fleischstueckchen eine schlechtere Bindung ergeben. Leider komme ich im Augenblick nicht dazu, das zu verifizieren.

Das ist doch ganz logisch, da Du durch die größeren Fleischstücken weniger Oberfläche zum Binden hast, als bei kleinen Fleischstücken.
Mehr Bindung kannst Du dann nur erreichen, wenn Du besser und länger knetest, bzw. vermengst.
 
Nun ist's passiert, hab in der Bucht einen Alexanderwerk Typ 5 für 5€ geschossen. Zustand ganz okay, Messer und Lochscheibe wirken auch noch recht scharf, Bericht folgt...
 
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