Die Gans von der Rotisserie war ein voller Erfolg! Danke für alle Tipps!
Ich hatte die Flügel abgeschnitten, den Vogel mit Boskoop-Äpfeln, Maronen, Beifuss, Pfeffer und Salz gefüllt, rauf auf den Spieß und die Beine festgebunden.
Dann die äußeren Brenner auf 100% gestellt. Das ergab an der gemessenen Stelle nur 110 Grad. Ich hielt es für etwas wenig, war aber erst mal geduldig. Ach, fast vergessen... in die Alu-Schale (gibt es im Dreierpack bei Metro für 5 Euro) 1 l Wasser und ein Glas Gänsefond gefüllt (ob es wirklich Fond sein muss, keine Ahnung, würde ich mir beim nächsten mal sparen, da so viel Fett und Saft austritt).
Dann bin ich erst mal eine gute Stunde spatzieren gegangen. Danach:
Schon mal nicht schlecht. Die KT war so überschlägig gemittelt 55 Grad. ich denke mal, die 110 Grad am Fühler waren vielleicht eher 120 Grad am Vogel - also ziemlich optimal. Zwischendurch habe ich das gute Stück immer mal wieder mit dem Fett aus der Schale bepinselt.
Nach 3 Stunden hatten wir dann KT von ca. 80 Grad. (wichtig: in den "Achseln" unter den Schlegeln messen, denn da gibt es die niedrigste Temperatur.)
Dann kam der Backburner zum Einsatz. Dazu habe ich das Gänslein mit einer konzentrierten Salzlösung mehrfach bepinselt. Ich dachte erst, zum Anknuspern brauche ich locker eine Dreiviertelstunde. Nach 20 min habe ich den BB aber ziemlich runtergestellt, weil es mir zu schnell ging. Leider haben die Schlegel etwas viel Hitze abbekommen. Die Brust war aber optimal...
Die Sauce war eher ein Reinfall. Ich hatte das Gemüse mit einem Teil des Fetts und Fonds aus der Schale in einem Topf püriert, Rotwein, Pfeffer und Salz dazu. War überhaupt nicht meins. Da halte ich mich doch das nächste Mal an ein anderes Rezept.
Und so war der Vogel lecker saftig undknusprig.
Alle waren zufrieden. Eine 4,4 kg Gans hat für 2 Erwachsene und 2 kleine Kinder locker gereicht. Ich denke, 4 Erwachsene wären auch satt geworden.