Wenn Du Steine im NF (Normal-Format 240 × 115 × 71 mm) hast, diese "normal" verbaust, dann erreichst Du eine Wandungsstärke von 115mm. Das reicht als Speichermasse vollkommen.
Hast Du in einem Bereich mehr, dann musst du da auch länger heizen, um wiederum eine gleichmäßige Temperatur im Ofen zu haben. Im Umkehrschluss hält dieser Bereich aber auch die Wärme länger.
Ergebnis:
Ofen anheizen bis die Kuppel /das Gewölbe "freigebrannt" ist (Pyrolyse >>500°C)
Ofen "aufladen" = Temperatur halten, bis die Steine genug Energie gespeichert haben (so etwa bei 450...500°C) >im "dickeren" Steinbereich dauert das länger
erst Pizza backen bei ca. 350...400°C...… (dabei brennt ein kleines Feuerchen im Ofen)
dann Brot backen.... Der Ofen sollte jetzt so ca. 250....300°C haben, das Feuer von der Pizza wird ausgeräumt. Der Abgasschieber wird vollständig geschlossen, damit keine Hitze mehr entweichen kann.
Der Backboden wird "ausgehudelt" (mit einem feuchten Lappen oder einem feuchten Kokosbesen wird die Asche vom Boden weggefegt), dabei fällt die Temperatur des Bodens auf ca. 250°C.
Mehltest: Mehl wird in den Ofen gestreut. Verbrennt es sofort, ist die Bodentemperatur zu hoch und muss gesenkt werden, weil sonst das Brot von unten verbrennt.
Jetzt kommt´s: Das Brot wird eingeschossen. Wasser wird im Ofen zum verdampfen gebracht um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, damit das Brot schön aufgehen kann.
Die Bodentemperatur fällt langsam ab.
Wenn jetzt das Verhältnis Boden / Decke nicht passt (Decke zu viel Energie), dann ist das Brot von außen dunkel, unten noch nicht, oder gerade fertig, aber innen hätte es noch eine Weile gebraucht.
Deshalb ist es eher kontraproduktiv, wenn unterschiedliche Materialstärken verbaut werden. Wenn dick, dann überall dick!
Edit sagt noch: Wenn der Ofen nicht so schnell auskühlen soll, dann hilft nur eine vernünftige Isolierung.