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Herder Windmühlen-Messer Thread

Aufgrund der Beschreibung habe ich zwei Buckels mit Schorl aus der Fehrekampf Edition mit Palisander Griffholz gekauft.

Mein Goniometer zeigt für die Schneide ca. 30° . Ist die ballig geschliffen?

Die Bess Werte sind: hinten 230, in der Klingenmitte 160 und nach dem vorderen Ende 180.

Die Schneide ist gratfrei.

Die Schneide verformt sich kein Stück, wenn ich mit dem Fingernagel oder dem Zahnstocher versuche, das Merkmal „nagelgängig“ zu überprüfen.

Bei einem Messer liegt eine Griffhälfte die ersten 8mm nicht an dem Erl an.

Sind diese Messer Ausreißer in der Serienstreuung oder habe ich falsche Erwartungen?
Wenn ich die Messer nacharbeiten will, welcher Schleifwinkel ist bei diesen Buckels vorgesehen?

Also einen Gegenwert für die 170€ sehe ich hier nicht. Die waren auch nicht als B-Ware gekennzeichnet.
Hallo Pietje,

die Buckels sind gerade runter auf null geschliffen.
15 Grad Schleifwinkel beim Fehrekamp-Buckels sind gut. Rasurschärfe ist dann kein Problem. Allerdings nicht lange anhaltend, denn der Stahl ist mit HRC 54 recht weich. Schnell und einfach mit dem Dick Mikro scharf zu halten, ohne den Tormek zu bemühen…
Nagelgängig sind meine vier auch nicht wirklich. Ich habe noch zwei nicht rostfreie Standardbuckels, die nageln tatsächlich!

Wenn der Reider beim Anpassen der Griffschalen geschludert hat, dann solltest du das entsprechende Messer retournieren und tauschen! 8mm Spalt ist inakzeptabel.
 
1. Aha.
2. Dann schau doch nach einem Hackmesser normaler Größe. Das Standard cck hat beispielsweise 21cm, quasi alle Messer bei Japanese Chefs Knife liegen zwischen 20 und 22.. Das wäre schon die normale Größe.
Zu 1: Das war keineswegs despektierlich mit dem Guru-Status gemeint! Du, Rübennase & Carbo waren vor über 10 Jahren diejenigen, die mich nach intensiver Einarbeitung in das Thema Kochmesser „verdorben“ haben…
Deine Expertise hat mich beim Kauf diverser Messer sehr beeinflusst…

Zu 2: Die CCK sind von der Länge her interessant, mir von der Geometrie allerdings zu rustikal. Ich suche eher etwas Filigraneres.
LangeRede-kurzerSinn: Ich habe mir heute das Herde K-Nakiri angeschaut und für tauglich befunden: Das Profil ist bauchiger als mein Shiro Kamo, und es ist deutlich sauberer verarbeitet als mein altes (mittlerweile an den Junior abgetretene) rostende Herder-Nakiri.
Optisch ist das K-von der Serie gewohnte Heft beim Nakiri etwas gewöhnungsbedürftig, beim kurzen Test aber durchaus funktional: Das Messer liegt im pinch grip sehr gut in der Hand.
Weiteres zum K-Nakiri kann ich erst nach Weihnachten beitragen, denn die GöGa hält es bis dahin kraft der Finanzierungsvereinbarung unter Verschluss…
 
Kannst du mir ne PN senden, wo das für die beschriebenen 150 Taler grade zu erstehen ist? - gerne auch öffentlich, falls noch mehr als 1 auf Lager
 
15 Grad Schleifwinkel beim Fehrekamp-Buckels sind gut.
Da habe ich mich falsch ausgedrückt. Mein Goniometer zeigt 30° Schleifwinkel an. 60° sind was für Beile oder Outdoormesser, aber für ein Brötchenmesser??
Nicht nagelgängig, keine besondere Schärfe, wie ist da der Preis von 80€ gerechtfertigt? Und was können die 12€ Buckels noch schlechter?
 
Da habe ich mich falsch ausgedrückt. Mein Goniometer zeigt 30° Schleifwinkel an. 60° sind was für Beile oder Outdoormesser, aber für ein Brötchenmesser??
Nicht nagelgängig, keine besondere Schärfe, wie ist da der Preis von 80€ gerechtfertigt? Und was können die 12€ Buckels noch schlechter?
Du klingst enttäuscht und etwas angefressen…
Die Fehrekamp-Buckels sind Liebhaberpbjekte und natürlich überteuert! Du hast aber sowohl die technischen Möglichkeiten als auch das Knowhow, daraus performante Schneidteufel zu machen.
Das Exemplar mit dem Spalt würde ich umgehend reklamieren
Zwei unserer Fehrekamp sind auf 15 Grad geeicht, sie gehen problemlos durch harte Salami. Die beiden anderen sind noch jungfräulich, ich muss sie mal testen…
Verarbeitet sind sie alle ohne Fehl und Tadel, sie ersetzen auch die alten K-Steakmesser mit Mikrozahnung…
Die normalen Buckels fühlen sich dagegen bäuerlich einfach und billig an.
 
Du hast aber sowohl die technischen Möglichkeiten als auch das Knowhow, daraus performante Schneidteufel zu machen.
Dann kann ich sie aber nicht mehr zurückgeben. Und nagelgängig werden sie vom Tormek Schleifen auch nicht.
Ja, ich bin angefressen. Versprochen wurde ein nagelgängiges Messer und ich bekomme eine 60° Klinge.
Das ganze Geschreibsel über Blaupleisen nur Marketing?
Ich befürchte, mir ist überteuerte B-Ware verkauft worden.
 
Dann kann ich sie aber nicht mehr zurückgeben. Und nagelgängig werden sie vom Tormek Schleifen auch nicht.
Ja, ich bin angefressen. Versprochen wurde ein nagelgängiges Messer und ich bekomme eine 60° Klinge.
Das ganze Geschreibsel über Blaupleisen nur Marketing?
Ich befürchte, mir ist überteuerte B-Ware verkauft worden.
Blaupliessten heist ja nicht automatisch nagelgängig dünn ausgeschliffen sondern vielmehr hochwertig auf Spiegelglanz polierte Flanken.

Wenn dir die Fehrekamp-Buckels nicht gefallen, dann schick sie einfach zurück.
Von Otter gibt es auch traumhaft schöne Buckels mit Vollerl und mit Räuchereichengriff zum halben Preis bei „scharferladen“. Frau Frecot selektiert gerne vor und schickt dir auch Bilder vorab!
 
Habe gestern mal etwas Grünkohl gemetzelt mit dem Herder Nakiri, dem alten rostenden, das hat mal 60€ gekostet.
Das hat eine 16cm Klinge, beim Grünkohl hätte ich gerne 2cm mehr gehabt.
Aber 190€. :D
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…mit dem Herder Nakiri, dem alten rostenden, das hat mal 60€ gekostet.
Das hat eine 16cm Klinge, beim Grünkohl hätte ich gerne 2cm mehr gehabt…
Genau für solche Fälle hatte ich nach der Legitimation und Absolution für das Herder K-Nakiri gesucht…
Die rostfreie Version verschandelt zwar die Leiste. aber man kann von Herder (derzeit) nicht alles haben.
 
Habe gestern mal etwas Grünkohl gemetzelt mit dem Herder Nakiri, dem alten rostenden, das hat mal 60€ gekostet.
Das hat eine 16cm Klinge, beim Grünkohl hätte ich gerne 2cm mehr gehabt.
Aber 190€. :D
Anhang anzeigen 3527750
Ich hab meins damals für 45 gekriegt. Gute alte Zeit.
 
Liebe Mitglieder,

nach gut 25+ Jahren der Sammlertätigkeit sehe ich nun keinen Sinn mehr darin, Windmühlenmesser anzuhäufen!
Die Manufaktur hat sich unter der neuen Leitung nicht unbedingt zum besseren verändert, das neue Lieferprogramm spricht mich jedes Jahr weniger an und es wird mir insgesamt zu viel (400+ Messer) und zu teuer. Der Tropfen, welcher letztlich das Faß zum Überlaufen gebracht hat, war die Weigerung der Windmühle, künftig ihre eigenen Messer im Haus zu reparieren.

Einer meiner Sammelschwerpunkte war Fast-alles-von-früher sowie der einzige mir bekannte umfängliche Katalog aus der Fehrekampf-Ära (2005/6):

https://www.messer-mit-tradition.de/prospekte/windmuehlenmesser-auf-einen-blick.pdf

Ich habe nicht alles aus diesem Katalog, aber vieles davon. Für den Rest dieses Jahres werde ich davon absehen, Messer auf Online-Plattformen anzubieten. Falls Mitglieder hier z.B. an einem neuwertigen 1922 Messerset von Fehrekampf interessiert sein sollten (21cm französische Form), oder einem Goldene Zwanziger Messer, oder Solinger Säbelspitz usw., einfach PN an mich schicken. Fast alles, was hier im Faden jemals abgebildet wurde, ist noch vorhanden.

Nicht ungeduldig werden, wenn ich nicht sofort antworte. Wir haben einen häuslichen Pflegefall in der Verwandtschaft, wo wir uns die Arbeit teilen und da kann es auch mal der nächste Tag werden.
 
Liebe Mitglieder,

nach gut 25+ Jahren der Sammlertätigkeit sehe ich nun keinen Sinn mehr darin, Windmühlenmesser anzuhäufen!
Die Manufaktur hat sich unter der neuen Leitung nicht unbedingt zum besseren verändert, das neue Lieferprogramm spricht mich jedes Jahr weniger an und es wird mir insgesamt zu viel (400+ Messer) und zu teuer. Der Tropfen, welcher letztlich das Faß zum Überlaufen gebracht hat, war die Weigerung der Windmühle, künftig ihre eigenen Messer im Haus zu reparieren.

Einer meiner Sammelschwerpunkte war Fast-alles-von-früher sowie der einzige mir bekannte umfängliche Katalog aus der Fehrekampf-Ära (2005/6):

https://www.messer-mit-tradition.de/prospekte/windmuehlenmesser-auf-einen-blick.pdf

Ich habe nicht alles aus diesem Katalog, aber vieles davon. Für den Rest dieses Jahres werde ich davon absehen, Messer auf Online-Plattformen anzubieten. Falls Mitglieder hier z.B. an einem neuwertigen 1922 Messerset von Fehrekampf interessiert sein sollten (21cm französische Form), oder einem Goldene Zwanziger Messer, oder Solinger Säbelspitz usw., einfach PN an mich schicken. Fast alles, was hier im Faden jemals abgebildet wurde, ist noch vorhanden.

Nicht ungeduldig werden, wenn ich nicht sofort antworte. Wir haben einen häuslichen Pflegefall in der Verwandtschaft, wo wir uns die Arbeit teilen und da kann es auch mal der nächste Tag werden.
OMG!
Das ist wahrscheinlich die weltweit größte Privatsammlung an Windmühlenmessern, die du auflösen möchtest.
Eigentlich ein Schatz der Solinger Handwerkskunst, dem ein eigenes Museum gewidmet sein sollte.

Klingenmuseum Solingen?

Ansonsten hast du eine Nachricht von mir…
 
Ich hab meins damals für 45 gekriegt. Gute alte Zeit.
Ja. So lange ist die gute alte Zeit noch nicht her. Man kommt sich langsam vor wie ein Opa, der vom Krieg erzählt.
"Damals in der Schlacht in den Ardennen, da ham wir es den Froschfr.... gezeigt." Ich hab mich von Herder abgewendet als das 1022er Kochmesser so Richtung 200 € gegangen ist. Gute Messer aber irgendwann ist auch Mal Ende Gelände mit den Preisen.

Aber das Rübennase seine Sammlung auflösen will, macht mich traurig. Das gehört für die Nachwelt erhalten, gerade weil bei Herder die Qualitätsversprechen zu Marketingsprüchen abdriften und heute offenbar keiner mehr weiß was sie bedeuten.
 
Darf ich fragen, warum sich so am Preis aufgehängt wird? Klar, früher war alles billiger, aber auch für ein Päckchen Butter muss ich heute den dreifachen Preis zahlen, als vor ein paar Jahren. Ich habe sicher keinen kompletten Überblick über Messerpreise, aber 200 Euro für ein Spitzenmesser sind doch nicht total überzogen? Natürlich muss die Qualität dann passen, sonst wird es schwierig.

Auch bei den anderen Serien finde ich nicht den eklatanten Preisunterschied. Ein Herder Santoku in Carbon habe ich letztes Jahr um die Zeit um ca. 48 Euro gekauft. Ein Victorinox Santoku mit Holzgriff kostete 2 Euro weniger. Ok, beides Stanzmesser, aber halt beides von etablierten Marken. Bevor jetzt wieder wer Cullilux als Vergleich heranzieht, ja die sind billiger und möglicherweise besser (kann ich nicht aus eigener erfahrung sagen), aber nicht so bekannt. Wer weiss, wie es da preislich in ein paar Jahrzehnten aussieht. Dass man einen bekannten Namen immer bezahlt, ist ja jetzt weder auf die Messerlandschaft, noch Herder beschränkt.
 
Darf ich fragen, warum sich so am Preis aufgehängt wird? Klar, früher war alles billiger, aber auch für ein Päckchen Butter muss ich heute den dreifachen Preis zahlen, als vor ein paar Jahren. Ich habe sicher keinen kompletten Überblick über Messerpreise, aber 200 Euro für ein Spitzenmesser sind doch nicht total überzogen? Natürlich muss die Qualität dann passen, sonst wird es schwierig.

Auch bei den anderen Serien finde ich nicht den eklatanten Preisunterschied. Ein Herder Santoku in Carbon habe ich letztes Jahr um die Zeit um ca. 48 Euro gekauft. Ein Victorinox Santoku mit Holzgriff kostete 2 Euro weniger. Ok, beides Stanzmesser, aber halt beides von etablierten Marken. Bevor jetzt wieder wer Cullilux als Vergleich heranzieht, ja die sind billiger und möglicherweise besser (kann ich nicht aus eigener erfahrung sagen), aber nicht so bekannt. Wer weiss, wie es da preislich in ein paar Jahrzehnten aussieht. Dass man einen bekannten Namen immer bezahlt, ist ja jetzt weder auf die Messerlandschaft, noch Herder beschränkt
Die Preise sind gemessen am Markt unmäßig stark gestiegen und sind schon seit langem nicht mehr wirklich konkurrenzfähig. Langsam werden sie ernsthaft albern, und dabei wird auch noch der sowieso schon nicht gute Service auch noch immer schlechter. Ein Kagayaki Carbonext kostete vor 15 Jahren 109€ und kostet jetzt 120. Ein Schanz Lucidus kostete 229 und kostet jetzt 269. Ein Herder 1922 kostete 109 und kostet jetzt 249. Für knapp unter 286€ habe ich mir dieses Jahr noch ein Schanz nach Wunsch mit eigener Klingen- und Griffkontur machen lassen, mit Wunschgriffholz und Wunschgeometrie. Dauert das ein paar Monate Wartezeit? Klar. Ist das eins der besten Messer, die man für Geld kaufen kann? Ja. Ist das 1922 in der gleichen Liga. Absolut nein.
 
Guten Morgen,
ich frag da mal für einen Freund. 🤪

Ne, habe von unseren netten Müllerin das Käsemesser Große Kulle für immer ausgeliehen bekommen, da man ja Messer nicht verschenkt. 😊
Sehr lieb von Ihr, habe mich auch wirklich sehr darüber gefreut. Sie selber darf es im Laden nicht benutzen, da Holzgriff.

So nun die Frage, wie ist die Große Kulle angeschliffen, meine erscheint mir als stumpf, aber weichen Käse meistert sie, wie der erste Test ergab.

Schöne Adventszeit!
 
Meine ist auch stumpf.
Die Geometrie ist relativ dick und nicht nagelgängig.
Die Kullen sind schmückendes Beiwerk.
Wozu das alles gut sein soll, weiß ich bis heute nicht.

Schöne Adventszeit!
 
@Rübennase

Vielen Dank für die Antwort. Salami kann es noch nicht schneiden, gerade getestet. Laut Windmühle soll es:

Besonders geeignet​

- zum Schneiden auf dem Brett
- für Käse und Hartwurst

und weiter:

Großes Käsemesser Große Kulle

Ein gutes Käsemesser braucht einen hochstehenden gewinkelten Griff, damit man bis zum Boden gleichmäßig drücken kann.
Die eingeschliffenen Kullen bilden beim Schneiden ein Luftpolster zwischen Käse und Messer, wodurch sich der Käse besser vom Messer löst.
Besonders ist auch die leicht gerundete Klinge: Durch Abrollen lassen sich auch harte Käserinden leicht und kraftsparend durchteilen.

Nun jut. Glauben wir mal.

Ich werde mal vorsichtig die Große Kulle über die Steine ziehen.
 
@Rübennase

Vielen Dank für die Antwort. Salami kann es noch nicht schneiden, gerade getestet. Laut Windmühle soll es:

Besonders geeignet​

- zum Schneiden auf dem Brett
- für Käse und Hartwurst

und weiter:

Großes Käsemesser Große Kulle

Ein gutes Käsemesser braucht einen hochstehenden gewinkelten Griff, damit man bis zum Boden gleichmäßig drücken kann.
Die eingeschliffenen Kullen bilden beim Schneiden ein Luftpolster zwischen Käse und Messer, wodurch sich der Käse besser vom Messer löst.
Besonders ist auch die leicht gerundete Klinge: Durch Abrollen lassen sich auch harte Käserinden leicht und kraftsparend durchteilen.

Nun jut. Glauben wir mal.

Ich werde mal vorsichtig die Große Kulle über die Steine ziehen.
Sowohl die „große Kulle“ als auch das „Meisterstück“ haben sich bei mir als ergonomisch sinnlose und ausgesprochen unscharfe Rohrkrepierer der Windmühle entpuppt.
Beide Exemplare habe ich nach einiger Leidenszeit damit wieder verramscht.
Seither bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass Herder einfach keine Käsemesser kann…
 
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