Hallo zusammen, ich lese hier bei euch Forums-Jägern sporadisch und gerne mit. Meine aktive Zeit liegt allerdings schon 10 oder 12 Jahre zurück. Aber ich schaue immer gern hier rein. Es schneit hier bei uns gerade und das war der Anlass einfach ein paar Zeilen zu schreiben.
Ich erinnere mich an solchen Tagen immer gerne an „früher“ und an einen mittlerweile verstorbenen Freund, der hier ein großes Niederwildrevier als Berufsjäger betreute.
An solchen Tagen, wenn die Flocken nachts vom Himmel gefallen waren, lag dann am Tag die Doppelflinte im Kofferraum, der Hund war mit im Büro ( kaute aus Langeweile auch schon mal das Telefonkabel durch

) und gegen 11 Uhr klingelte mit großer Wahrscheinlichkeit das Telefon. Der Jagdkollege hatte im Neuschnee eingezäunte Kulturen abgespürt und festgestellt an welchen Füchse steckten, und wohl nicht mehr herausgewandert waren.
Vier unserer 5er-Truppe umstellten dann die Kultur, einer war abwechselnd mit den Hunden innerhalb der Umzäunung und versuchte Meister Reineke zum Springen zu bringen. Manchmal war dann auch ein Iltis oder ein weiß gefärbtes Hermelin dabei. Es waren teils herrliche Tage mit Sonnenschein und glitzerndem Neuschnee. Und Diana legte uns bis Nachmittag oft 3 bis 5 Füchsen auf die Strecke. Schön war´s. Die Gedanken wollte ich einfach mal los werden.
Gibt´s hier noch ältere Semester, welche die großen Niederwildreviere mit hohen Beständen an Fasanen, Hasen und Rebhuhnketten aus den 80ern erlebt haben?
Den ersten Jagdschein löste ich als Junger Spund 1982 mit 21 Jahren. Hund war ein DK, den ich mit 41/2 Jahren bekam. Der hatte natürlich mehr Routine und Erfahrung als ich.

Die erste Flinte hatte ebenfalls schon mehr als ihr junger Schütze gesehen. Die war aus dem Bestand, eine gebrauchte englische Doppelflinte - schlicht ohne jegliche Verzierungen auf den Seitenschlössern, schon etwas mitgenommen. Der Schaft wurde auf mich angepasst und das Ding passte dann einfach. Die 1/4-3/4 Bohrung wurde für größere Reichweite durch 36er Ladung (damals noch mit Bleischroten) und Schrotbeutel kompensiert.
Zu der Zeit fielen an einem Jagdtag mit einem halben bis einem Dutzen Gästen 250 Hähne plus einige Hasen und Karnickel. Die Hunde wurden in der Mittagspause teilweise getauscht und an guten Tagen waren es auch mal 400 Gockel.
Das kann man sich heute warscheinlich nicht mehr vorstellen.