Nachdem ich ebenfalls von @Röstwurst "beschworen" wurde habe ich mir die letzten Seiten durchgelesen und habe einige Zitate gesammelt, die ich kurz kommentieren möchte:
Klemmbretter KÖNNEN schön sein, aber ich verbinde damit einige ganz spezielle Arten von Restaurants:
Bistros, steakhouse/diner und hipster-Buden
Ob das am Ende zu dir passt, sei dahingestellt.
Wenn du regelmäßig tauschen willst gibt es Karten in Form einer doppelseite, in die man je ein Blatt einlegen kann, das an den Ecken in einen Schlitz gesteckt und damit befestigt wird. Damit kannst du ein professionelles "äußeres" mit einem Variablen inneren verbinden. Manche machen auch zB links die tageskarte (in Sterne gastro das Menü) und rechts die Klassiker (bzw a la carte)
Und nein, ich rede nicht von den furchtbaren Karten mit Ledereinband, wo die Blätter in vergilbte Folien gesteckt werden...
Da bin ich, anders als @Kimble , deiner Meinung. Es mag nicht praktisch sein, das stimmt, aber wie bei Zeitungen ist es immer noch so, je größer, desto wertiger wirkt es.
Das kenne ich eigentlich auch nur von südländern und ist für Leute wie mich, die oft eine Viertelstunde nur die Karte durchblättern, natürlich völlig unpraktisch.
Das sehe ich auch so
Wie oben schon erwähnt bin ich da anderer Meinung. Es mag praktisch sein (wobei ich die A5 eigentlich hauptsächlich bei banketten kenne) aber eine große Karte macht schon was her, vor allem wenn das äußere elegant und ansprechend ist.
Es gab gerade kürzlich mal einen lauten "Skandal" weil irgend ein Restaurant ich glaube in Österreich wieder eine Damenkarte eingeführt hat.
Ich selbst habe das letzte Mal eine Damenkarte vor ca 8-9 Jahren im damaligen 2stern und heutigen 3 Stern Haus St Hubertus in St. Kassian gesehen. War für uns damals schon ein recht ulkiges Erlebnis.
Da schließe ich mich durchaus vorbehaltlos an. In den Karten, die über x Seiten hinweg alle möglichen Stilrichtungen anpreisen (pizza, pasta, grill, steak, Kartoffel, burger, salate, Flammkuchen, etc) verliere ich mich immer völlig.
Schnörkel finde ich eigentlich nur in "normalen" Häusern die auf "gorumet" machen wollen.
Bei privaten Einladungen, wo ich entsprechende Menüs koche, steht auf der Menükarte in der Regel nur die "highlight-Zutaten", also auch keine Eigenschaftswörter wie "geröstet"
Hier ein Beispiel von mir selbst:
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Das lässt die Phantasie ein wenig spielen, hat aber in deinem Fall sicher die Gefahr, "einfache" Gäste zu überfordern.
Übrigens verzichtet zB Massimo bottura in seiner osteria francescana teilweise völlig auf Beschreibungen (ein Gericht heißt dann zB "an eel swimming up the Po River" oder "the crunchy part of the lasagna")
Das kann man sich aber nur leisten, wenn man ohnehin 365 Tage ausgebucht ist
Ein Mittelweg wäre sinnvoll, aber wie kimble schon sagte, auf allerwelt Namen verzichten ("chefsalat", "nach Art des Hauses"). Entweder man findet einen witzigen und passenden Stil oder man schreibt einfach drauf, was es ist, ohne Schnörkel oder Ausflüchte
Bzgl. Mündlicher Karten habe ich oben schon geschrieben, dass mich die regelmäßig überfordern. Was tagesgerichte betrifft habe ich oben schon einen Vorschlag mit der Karte linkes/rechtes Blatt gemacht.
Wenn es keine normale Tageskarte, sondern etwas ganz besonderes oder ein Saisongericht ist (zB Gänsewochen), wäre auch ein völlig eigenständiger "Flyer" möglich.
So gibt es zB im sehr empfehlenswerten Restaurant schwarzreiter in München eine eigene kaviarkarte, die sich auch stilistisch von der eigentlichen Menükarte unterscheidet.
Was die Tafeln betrifft bin ich aber auch etwas anderer Meinung. Die großen Wandtafeln übersehe ich mit erschreckender Regelmäßigkeit.
Im richtigen Kontext wirkt hingegen eine hand geschriebene Tafel am Tisch oft interessant, aber dann muss man davon genügend haben, damit sie eben nicht "schnell verschwinden".
Außerdem sollten auf den Tafeln dann auch wirklich wechselnde Gerichte stehen. Mein Stammitaliener hat seit Jahren die selben 5 Gerichte auf den Tafeln stehen
Das finde ich unpraktisch. Auf einem Klemmbrett ist die Rückseite nicht lesbar und als einzelblatt versprüht ein einzelnes doppelseitiges Blatt den Charme einer Eisdiele
Abschließend bin ich schon der Meinung, dass sich eine gute Karte entweder stilistisch am absoluten Eleganzniveau bewegen sollte (wie die oben beschriebene aufklappkarte mit Inlay) oder aber einen ganz eigenen Stil haben sollte, der in Erinnerung bleibt, wie die Menükarte des Restaurants Alois (dallmayr):
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Bin schon gespannt, wie sie dann aussehen wird!