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Neuer Fernseher Full-HD oder UHD?

@Röstwurst
Ich schreibe dir irgendwann einmal ausführlicher etwas dazu, vorab in aller Kürze.

Vergiss erst einmal alle Technik- und Markennamen, zunächst einmal muss man sich Gedanken darüber machen, woher die Musik kommt. Wenn du Klassik von YouTube hörst, kannst du auch bei deinem Bose-Boxen bleiben, denn ein schlechtes Signal wird auch mit der teuersten Elektronik nicht besser. Insoweit war der Hinweis von @Hypopheralcus auf Idagio absolut richtig. Die Alternative wären klassische CDs oder SACD. Spotify hat manchmal eine gute Qualität manchmal leider auch nicht. Das gleiche gilt für Amazon Music. Bevor du also auch nur einen Euro für neue Technik ausgibst, solltest du dir erst einmal im Klaren sein, wo du die für dich passende Klassik findest.

Angesichts deiner Beschreibung kann man aber schon einmal tendenziell sagen, dass Stereo vermutlich die richtige Lösung ist, so dass die meisten hier vorgestellten Anlagen für deine Anforderungen wenig Sinn machen. Mit Stereo sind die 16 m² dann auch kein großes Problem mehr, da gibt es sicherlich sehr gute Lösungen, Über die man sprechen kann, wenn man die Eingangsquellen und dein Budget kennt.
 
Servus,

Ja, da wurde schon vieles gesagt. Ich würde bei dem Anforderungprofil Klassik in hoher Qualität auch in Richtung Stereo gehen wollen. Zumal TV ja auch nur eine sehr untergeordnete Rolle spielt.

Deswegen ein kleiner Überblick zur Fragestellung:

1. Qualität
In aller Regel ist die Musik bei den Streamingdiensten komprimiert, d.h. diese wird verlustbehaftet „eingedampft“, damit diese mit möglichst wenig Bandbreite über das Internet kommt. MP3 sagt dir sicher was, moderne Kompressionsverfahren sind oft effizienter und klanglich besser. Je stärker die Musik komprimiert wird, umso schlechter hört sich das an. Krasses Beispiel finde ich ist das, was man als „CD-Qualität“ auf DAB-Radio ausstrahlt. Die Musik dort ist dermaßen komprimiert, dass man den dünnen Sound und das typische metallische Rasseln sofort hört.

2. Verlustfreie Kompression
Das geht auch, man kann sich das mit einem ZIP-Archiv vergleichen. Die Musik wird also auch eingedampft, aber nur soweit, dass man sie wieder 1:1 herstellen kann. Allerdings kann man damit nicht so viele Daten einsparen, was aber heute bei den großen Festplatten und der deutlich höheren Bandbreite keine so große Rolle mehr spielt. Eine CD mit rund 650 MB bekommt man ca. auf die Hälfte geschrumpft.


3. noch besser - High Res
Geht es natürlich immer, es gibt auch Audioformate die noch höher auflösen als eine CD. Der Vorteil liegt meist darin, dass der Dynamikumfang höher ist. D.h. beim abmischen der Musik bleibt mehr Spielraum laut und leise im vollen Umfang zu erhalten. Leider ist es eine große Unart CDs möglichst laut abzumischen. Deswegen hilft die beste CD nix, wenn diese dem „Loudness War“ zum Opfer gefallen ist. Auch ein Grund, warum Originalpressungen oftmals teuer bei Ebay gehandelt werden und einem neuere Pressungen („Digtal Remasterd“) oft nachgeworfen werden.

4. CD-Sammlung auf dem NAS
Das ist mittlerweile etwas old School, früher kaufte man sich ja die Musik auf CDs. Als dann MP3 seinen Siegeszug antrat, kam der Wunsch auf, die Musiksammlung irgendwo zu speichern. Das geht natürlich auf einem PC, aber das ist ja nicht das bevorzugte Gerät um Musik zu hören. So kamen die ersten Streaming Clients und auch das NAS erhielt Einzug ins heimische Netzwerk. Ein NAS ist nix anders als eine Netzwerkfestplatte, d.h. eigentlich ist es ein kleiner Server der im Netzwerk Daten bereitstellt. Manchmal läuft ein Dienst drauf, der dann Musikdienste anbietet, die dann vom Streamingclients gefunden werden und man abspielen kann. Oder der Streamingclient verwaltet die Musik selber und holt sich diese eben vom NAS. Der Vorteil des NAS ist, dass es eben klein, meist leise und stromsparend seinen Dienst verrichtet.

5. Streaming
Ein Streaming Client holt sich also die Musik vom NAS - bzw. Mittlerweile auch oftmals direkt aus dem Internet. Insofern ist bei der Auswahl darauf zu achten, dass das neu anzuschaffende Gerät möglichst viele Dienste unterstützt, vorzugsweise natürlich auch die, die „Lossless“ anbieten. Ich selbst habe seit bestimmt 10 Jahren das Sonos System, die beiden Zone Player der ersten Generation werden noch heute mit Updates versorgt. Sonos kennt aber nur „CD-Format“ und diverse komprimierte Verfahren, aber kein High-Res. Ich kann es verschmerzen, denn ich habe eh kein Material dazu.

6. Aktiv oder passiv
Die Frage sollte man sich auch stellen. Mittlerweile gibt es wirklich ausgereifte Aktivboxen. Es reicht im Prinzip, dort einen Streaming Client anzuschließen und schon ist ein Zimmer perfekt beschallt. Verstärker braucht es dann nicht. Ich habe mich ja schon mal als Nubertfan geoutet, aber ich finde die Firma hat in den letzten Jahren ziemlich viel auf die Beine gestellt und die Lautsprecher haben in jedem Fall ein gutes P/L. Aber auch andere Mütter haben schöne Töchter.

7. Budget
Tja, diese Frage sollte man eigentlich vor allem anderen stellen. Dagegen ist der GSV mit Vollaustattung direkt günstig, denn im High-End Bereich scheint es keine Grenzen nach oben zu geben. Ungelogen werden da selbst Stromkabel für hunderte und tausende von Euros feilgeboten, wo ich mir immer denke, was so ein Goldkabel wohl aus den letzten 2m von der Steckdose zur Anlage noch alles rausholen kann.... Aber selbst wenn man ein „bisschen“ was besseres will, dann sind auch schnell größere 4-stellige Beträge zusammen.

Ich hoffe das hilft dir ein bisschen weiter....
 
Hinzu die Frage welche Quellen nutzt ihr für Klassik?
Sowas...
Simplex02.jpg


und sowas...
LP12AroTroika_PS.jpg


an einer guten Stereoanlage und es bleiben zunächst keine Wünsche offen. Das Problem heute ist eher das, geeignete Platten zu finden. Das ganze Theater mit Surround, etc. halte ich gerade im Klassik- und Jazz Bereich für hoffnungslos überzogen. Die meisten dieser Anlagen schaffen es nicht einmal ein einzelnes kleines Instrument wie z.B. eine Querflöte oder Gitarre auch nur halbwegs detailgetreu wiederzugeben. Ganz zu schweigen von einem Konzertflügel oder gar einer Orgel.

Wenn dir ernsthaft an der Musik liegt, besuche Konzerte so oft du kannst. Am Anfang am besten Kammermusik mit drei, vier Instrumenten und versuche zu erfassen, wie die einzelnen Instrumente klingen und welche Schwingungen und Emotionen sie in dir erzeugen. Und dann lasse dich von einem seriösen Händler beraten, und versuche eine (bezahlbare) Anlage zu finden, die dich emotional ähnlich berührt, wie die echten Instrumente.
 
Wie steht man denn als Klangliebhaber zu Kopfhörern ?
ich bin da sehr zufrieden aber auch weit weg von Klassik.
 
Wie steht man denn als Klangliebhaber zu Kopfhörern ?
Eine gute Alternative, inbesondere wenn die Räumlichkeiten oder das Budget keine große Anlage zulassen. Hier ein paar Modelle, mit denen ich gute Erfahrungen gesammelt habe:

Ein Sennheiser HD660S wäre für mich der Einstieg in audiophile Kopfhörer

Ein Sennheiser HD 800 S (oder der neue 820) ist die Spitze der dynamischen Kopfhörer. Dazu am besten einen HDVA600 als Verstärker oder direkt den HDVD 820, dann braucht man gar keinen anderen Verstärker mehr.

Alternativ einen elektrostatischen Kopfhörer wie den STAX SR-009S mit einem Verstärker SRM-007tII (kann man direkt aus Japan zum halben Preis importieren, ich hatte den SRS-007)


Wenn man Single ist, kann man sich so Verstärker + Boxen komplett sparen, die in ähnlicher Qualität mehr als das 5fache kosten würden. Gerade bei Klassik, wo die Bässe nicht wummern müssen, ist ein Kopfhörer, insbesondere ein Elektrostat (den kleinen Stax mit Amp bekommt man unter 1.000 €), eine sehr gute Option
 
Boahhh :o

Jetzt wird aber groß aufgefahren :thumb2:

Budget stell ich mal hinten an!
Sicher kaufe ich mir keine vergoldeten Kabel, denn eines muss ich zur Korrektheit noch hinzufügen:

Ich habe den letzten Gehörtest nicht sonderlich gut bestanden :(
Knalltrauma im linken Ohr, nicht reparabel! >:(

Von daher bin ich schon etwas eingeschränkt und ich glaube, der letzte, winzigste Ton bleibt mir verborgen. Leider!
Vielleicht sollte ich folgendermaßen an die Sache herangehen:

Zuerst die Quelle festlegen, um erst einmal soviel "Noten und Instrumente" wie möglich in mein Wohnzimmer lassen.
Danach würde ich die Kopfhörervariante bevorzugen. Das kostet weniger, ich hab kein Platzproblem und würde erstmal testen können.
Sollte dann der Wunsch nach mehr sein, ließe sich immer noch eine neue Anlage installierend so würde ich dann aus den 16m2 ein Wohnzimmer, ein Büro ein Lesezimmer und ein Musikzimmer machen :-)

Heut werd ich als nächstes die neue App "Idagio" testen und mir mal zu Gemüte führen, was denn meine Bose damit so anstellt.

Hab letzte Woche in der Berliner Philharmonie ein wunderbares Stück von Henry Purcell gehört und werd mich mal auf die Suche machen.

Bildschirmfoto 2019-10-31 um 09.42.49.png


War ein tolles Konzert, wobei ich dann schon wieder etwas "mäklig" war, denn die "Feuerwerksmusik" in Originalbesetzung klingt für mich wesentlich kraftvoller, hier hatte der König den richtigen Riecher als er Händel die Streicher verbannen lies.

Danke für Eure Unterstützung und @Kimble, ich werd in Sachen Kopfhörer noch einmal auf Dich zukommen! :-)
 
Zuerst die Quelle festlegen, um erst einmal soviel "Noten und Instrumente" wie möglich in mein Wohnzimmer lassen.
Ein sehr guter Plan :thumb2:

Danach würde ich die Kopfhörervariante bevorzugen. Das kostet weniger, ich hab kein Platzproblem und würde erstmal testen können.
Wenn das Budget klein sein soll, könntest Du auch mit dem Vorgänger des 660, dem 650 starten. Der ist nicht viel schlechter und ist schon für 250 € zu haben. Ich habe sogar noch einen hier derzeit ungenutzt liegen, wenn Du ihn mal testen willst. Den Rest per PN. Das mit den teureren Kopfhörern kommt dann von selbst, wenn man erst einmal "Blut geleckt hat". Die kann man dann ja auch vorher probehören.
 
Hello zusammen,

habe nicht alles gelesen, sondern nur die letzten 2 Seiten.
Das ist keine Schleichwerbung und ich habe nix davon. Bin weder befreundet noch sonst irgendwie verknüpft.
Je nachdem wo du herkommst würde ich empfehlen mal Beim Udo Wohlgemuth in Bochum vorbeizuschauen. Einfach mal google bemühen.
Mach nen Termin mit Udo, nimm Zeit mit und eigene Platten / Cds. Die Beratung ist Spitze. Udo ist in Sachen Akustik wirklich ein Fachmann.
Genug Material (Lautsprecher) zum Probe hören hat Udo da stehen. Hören ist was subjektives. Würde niemals nicht auf Rezension oder Empfehlung etwas kaufen was mit Klang zu tun hat.

Vg,
Seb
 
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