Moin,
mit etwas Verzögerung hier mal mein Bericht zum ersten Versuch am 08.10.2023 eine Art Pulled Beef herzustellen...
Ich habe den Woodfire unter anderem auch gekauft um mal Pulled Beef selbst zu machen.
Da mein Leben vorwiegend aus Arbeiten, Sporttreiben und Schlafen besteht, ist die Planung für solch ein zeitaufwändiges "Kochen" nicht immer so einfach für mich.
Bei Aldi gab es neulich Steaknacken:
Da nach meinen Recherchen Nacken das richtige Fleisch für Pulled Beef sein soll, habe ich mir gedacht, das kaufst du mal.
Am letzten Tag des Ablaufdatums musste ich es dann verarbeiten, Sonntags nachdem mich das Bett lange nicht losgelassen hatte, am Abend, als es schon dunkel wurde nach dem Radfahren.
Auf der Suche nach einem Rezept bin ich auf das Video hier gestoßen:
Rinderwade ist bei Braten und gekochtem Rindfleisch mein absoluter Favorit. So dicke Beinscheiben bekommt man bei uns in den Märkten leider nicht, das werde ich aber auch noch testen. Nichtsdestotrotz, das Rezept musste herhalten.
Vorbereitung
Nach ca. 130 Min. Räuchern bei 140 Grad mit den All-Purpose-Blend-Pellets, Kerntemperatur 92 Grad:
Vorbereitung für die weiteren 2 Stunden:
140 Grad, Backen, 120 Minuten.
Gut, dass ich innerhalb von 30 Minuten noch mal auf den Balkon geschaut habe, das Display zeigte "Done" an. Keine Ahnung wo der Fehler lag und wie lange das in dieser Zeit tatsächlich lief, also nochmal starten und gut aufpassen.
Da es fast schon 21:30 Uhr war habe ich dann nach ca. 90 Minuten ausgeschaltet und noch ca. 10 Minuten nachziehen lassen.
Dazu gab es Erbsen und Fingermöhrchen:
Wie ich schon schrub, ich bin nicht so der passionierte und erfahrene Griller, das war mein erster Versuch.
Das Fleisch ließ sich im dicksten Bereich des Stückes nicht besonders gut "Pullen", geschweige denn, dass es auseinanderfiel.
Im dünnen Bereich ließ es sich einigermaßen "Pullen".
Woran es lag, dass das Ergebnis am Ende haptisch nicht den Erwartungen entsprach, ist für mich schwer zu beurteilen. Evtl. das "falsche" Fleisch oder es hätte noch 30 - 60 Minuten schmoren müssen.
Was am Ende zählt, geschmacklich war es klasse. Vor allem der Rand hatte einen exzellenten BBQ-Geschmack.
Ich habe die gesamte Restbrühe mit in die Fleisch-Gemüse-Mischung gegeben.
Am Ende waren es zwei Essen für mich.
Die zweite Hälfte habe ich 3 Tage später gegessen. Das hat mich so positiv und ohne Völlegefühl gesättigt, das war echt klasse.
Als Fan von Rinderwade, werde ich es irgendwann noch mal mit beim Metzger vorbestellten Beinscheiben zubereiten.
Beim nächsten Versuch wird es sicher besser...
