Ich hab das gestern (eher zufällig beim "Zappen") gesehen.
Sowas gibt es schon lange und ist meist nur durch Insider/Aussteiger nachvollziehbar.In der Toscana wurde einmal auf diese Weise ein gigantischer Schwindel aufgedeckt.
Und zwar: Oliven fragwürdiger Herkunft aus Nordafrika, gepresst in einer der Spanischen Afrika-Enklaven und über Malaga-Livorno mit dem Schiff in die Toscana gebracht ... Dort von namhaftem Premium-Hersteller "verschnitten und als sehr hochwertiges "Extravergine" über die Autobahn-Raststätten zu hohen Preisen vertickt. Das waren glaub ich, Produktionskosten um die 2,30/kg und wurde dann um 12,00/
Liter (Öl ist ja leichter als Wasser ... darum weiterer Zugewinn) verkauft. Die Schuldigen waren der "Hersteller" und der Raststätten-Betreiber ... beide hatten Wissentlich betrogen.
Ich kaufe grundsätzlich nur bei Bekannten oder zur Erntezeit direkt in der Ölmühle (Frantoio), denn nur so kann man sich der Qualität sicher sein. Zudem, der Marktwert für die Bauern liegt für "Extravergine" in Italien bei 7,30 €uro ... die bauern verticken dies dann meist für 10,00 bis 12,00 ab Hof. Bei der Ölmühle kostet es dann 12,00 bis 14,00/
Kilo. Wer also um weniger "günstig gutes Öl" gekauft hat ... darf sich dann nicht wundern ...
Was mich aber an dem Beitrag wundert, ist dass nur über spanisches bzw portugiesisches Öl gesprochen wurde ... denn meist handelt es sich um griechische "Spätlesen" ( maximale Öl-Ausbeute bei geringer, meist schon ranziger Qualität) ... deren Wirtschaft liegt am "Boden" und da ist es dann leicht billigst einzukaufen ...
Zudem, in Griechenland wird über 1 Monat früher geerntet ... bis das Zeug dann (erneut günstigst) verschifft wurde, kommt es gerade rechtzeitig für "die neue Ernte" ... Aber es gibt auch die, die Container-weise ganze Oliven importieren und dann "Oliven Europäischer Herkunft" pressen und somit verschneiden ...
Ich bin echt froh, dass das alles für uns in ein paar Jahren keine Roller mehr spielen wird ...
