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Pelletgrill - ein neuer Versuch

Grill-Tom

Veganer
5+ Jahre im GSV
Hallo liebe Grillsportgemeinde!
Leider blieb seit Montag mein Beitrag im Bereich der Kaufberatung frei von jeglicher Reaktion. Da ich den Thread nicht selbst verschieben kann, versuche ich mein Glück mit einer Kopie im Fachbereich "Pelletgrills" und hoffe, dass sich ein Pelletgriller erbarmt, mir ein paar der Fragen zu beantworten. Würde mir wirklich sehr helfen... DANKE! @Admins: Alten Beitrag gerne löschen! Sorry für den Doppelpost

Nach ewiger Passiv Mitgliedschaft (die liebe Zeit *heul*) habe ich meinen alten Account mal wieder aktiviert um eine Frage loszuwerden. Ich hoffe, trotz Abwesenheit wird einem Grill Kollegen wieder so gut geholfen wie damals, als es um meine Gasgrill Entscheidung ging.

Damit wären wir direkt beim Thema. Ich besitze einen Napoleon Mirage 730 Gasi und bin an sich mega zufrieden. Hatte damals dank der netten Beratung durch UBBQ hier im Forum dieses Monster angeschafft und es bis heute nicht bereut. Einziges Problem ist, dass ich immer wieder neidisch auf Longjobs schiele und es aus diversen Gründen (Primär die Zeit) mit dem Nappi nicht klappt.

Aus diesem Grund habe ich die Entwicklung der Pelletgrills mit Staunen verfolgt und einiges dazu gelesen, brauche aber noch etwas Verständnis Input.

1) Beim Gasi habe ich das Problem bei Longjobs, dass ich dafür zu wenig Zeit habe bzw. nie die benötigte Zeit habe, den Grill beim low & slow zu bewachen. Ich hab noch nie gelesen, ob das jemand überhaupt macht, aber den Gasgrill über Nacht auf der Terrasse unbewacht laufen zu lassen, ist für mich kein Thema da mir das Risiko zu hoch erscheint, dass doch mal was passiert. Vermutlich ganz normale Einstellung.

--> ABER: wie sieht das Eurer Ansicht nach bei einem Pelletgrill aus? Kann ich den z.B. Samstag Abend anwerfen und beruhigt in die Koje gehen weil da (außer vielleicht ein nicht mehr laufender Grill / leere Pellets) erstmal nix passieren kann?

2) Ich sehe den großen Vorteil hier in meinem Grillprofil, dass ich keine Temperaturüberwachung machen muss. So wie ich die Grillbeschreibungen verstehe, wird die entsprechende Temperatur eingestellt und dauerhaft gehalten, kombiniert mit Garthermometer dann bis zum Ende des Jobs. Richtig verstanden?

3) Mein Grillprofil ist AKTUELL vornehmlich: Steaks (idR Filet via Sizzle + Garziehen), Burger, Pizza, Schweinefilet und hier und da ein paar "exotischere" Dinge wie Bacon Bomb, Spieße usw. Was ich leider eben nicht bzw. nur extrem selten mache (aber LIEBE) ist Pulled Pork oder auch Pastrami. Gleichzeitig stehe ich mit dem Rauch auf Kriegsfuß, manchmal klappts, manchmal nicht... Gegrillt wird MEISTENS für 2-4 Personen, hier und da kann sich die Menge auch mal verdoppeln.

--> Wäre hier tatsächlich die Anschaffung eines Pelletgrills eine sinnvolle ERGÄNZUNG? Möchte den Gasi eigentlich nicht loswerden bzw, ersetzen, sondern nur ergänzen...

4) Ist die Reinigung der Pellet Modelle vergleichbar mit dem des Gasis? Habe soweit ich das sehe nur bei den Grillson Modellen welche gefunden, die auch zum Abbrennen der Reste im Grill taugen oder habe ich einfach nicht richtig geschaut? Aus Zeitgründen möchte ich da ungern ein Pflegemonster anschaffen...

5) Welcher Hersteller bzw Modell wäre empfehlenswert? Ihr seht vielleicht am vorhandenen Napoleon, dass ich gerne bereit bin, Geld in die Hand zu nehmen WENN ES SINN MACHT. Bin keiner der für unnütze Dinge extra Geld bezahlt, aber jemand der gerne Geld für Qualität und Nutzen ausgibt. Somit wäre bei der Auswahl der Kaufpreis sekundär. Bisher lande ich immer bei Traeger und Grillson...

6) Wie stark ist die Rauchentwicklung Außerhalb des Grills? Da ich in einer Mietwohnung mit entsprechender Terrasse wohne und dort laut Mietbedingungen KOHLEGRILLEN verboten ist, würde ich ungern anfangen wollen, den Nachbarn dauerhaft mit Rauch zu belästigen. Allerdings habe ich das Glück, ganz oben zu wohnen und nur einen Nachbarn auf der Ebene zu haben... runter wird der Rauch nicht ziehen ;-)

7) Nachtrag: Die Terrasse ist zwar überdacht, allerdings mit einem sehr hohen Flachdach. Sprich: Je nach Windlage wird beim Regen die Terrasse zu 80% nass. Da bei den restlichen 20% der Hauptteil vom Mirage und den Sitzgelegenheiten eingenommen wird, würde der Grill jedem Wetter ausgesetzt sein. Gibt es hier Erfahrungen bez. entsprechender Abdeckungen oder wäre das eine Todsünde für so ein Sportgerät? Den Platz kann ich leider nicht herzaubern und bin froh, generell soviel Platz zu haben um die Geräte unterzubringen...

Das wären aktuell mal meine brennenden Fragen. Würde mich über jede Hilfe und Antwort sehr freuen - natürlich auch über Ratschläge abseits dieser Fragen. Vielleicht macht so ein zweites "Monster" ja am Ende gar keinen Sinn für mich - das versuche ich herauszufinden ;-)

Herzlichen Dank an Euch alle!!!
 
Hallo,

ich probiere einmal die Fragen zu beantworten:

zu 1)
Ich lasse mein Gasi- oder Pelletgrill über Nacht laufen. allerdings nur mit Überwachung vom Maverik. Somit bekomme ich ein akustisches Signal, wenn etwas aus dem Ruder läuft.

zu 2)
Ja, die Temperatur wird mehr- oder minder immer Konstant gehalten

zu 3)
Ich habe beides und möchte beides nicht mehr missen. Den Gasi für kurz-gebratenes und den Pelletgrill für die Longjobs

zu 4)
Die Pyrolyse funktioniert soweit mir bekannt, nur bei den Grillson- Modellen. Meinen Tepro reinige ich ganz normal- jedoch auch ohne großen Aufwand.

zu 5)
Hier gibt es keine wirkliche Empfehlung. Ich habe mich für einen Tepro entschieden, weil dieser für mich das beste Preis- Leistungsverhältnis bietet- obwohl ich als Gasi einen Weber Summit besitze.

zu 6)
Natürlich raucht ein Smoker, wenn nicht würde ich ihn umtauschen! Und ob das deinen Nachbarn zuträglich ist, kannst nur Du beurteilen.
Ein probades Mittel, einfach den Nachbarn einladen;-)

zu 7)
Ich habe eine Abdeckung, obwohl meine Sportgeräte komplett überdacht stehen. Mir wäre es zu schade, die Geräte der Witterung ungeschützt auszusetzten.


Generell einfach einmal ein wenig Zeit nehmen und in dieser Rubrik stöbern, da beantworten sich viele Fragen von selbst.

Viel Spaß bei der Entscheidungsfindung.
 
...Deine Fragen kenn ich fast alle...und ich kann nur sagen, dass ich seit Samstag einen Grillson habe ABER der Gasi (Summit) im Leben dafür nicht gehen muss. Wie oben schon geschrieben, Gasi für Flachgrillen und den Grillson für Longjobs wie PP oder Ribs...

Die Kombi hat (für mich) was und ist vollkommend ausreichend und ich bin happy!
 
Deine Fragen wurden von nightcap umfassend beantwortet.
Ich grille seit 8 Jahren zu 95 % auf Pelletgrills, einen Gasgrill besitze ich gar nicht.
Einen Pelletgrill ohne Rauch gibt es nicht, allerdings ist die Verbrennung so sauber,
dass man manchmal meinen könnte, das Ding ist aus gegangen.
In deinem Fall würde ich Dir einen GMG Daniel Bone empfehlen, der kann im LOW & SLOW Bereich
alles, was die teueren Modelle auch können und hat diesbezüglich ein tolles Preis-Leistungsverhältnis.
Falls Du bereit bist, für massive Metallverarbeitung mehr als den doppelten Preis zu bezahlen,
wäre der YODER 480 meine Empfehlung.
 
Hallo Grill-Tom, ich habe seit mehr als 3 Jahren den Bob Grillson und auch einen Gas- und Holzkohlegrill und auch eine Lokomotive. Seit dem wir den Bob haben, habe ich die anderen Geräte nicht mehr benutzt und wüsste auch nicht warum ich diese noch benutzen sollte, denn keines der anderen Geräte kann irgend eine Funktion bzw. Grillart besser.
Selbst eine stinknormale Bratwurst wird auf dem Bob durch die höhere Hitze besser (knuspriger) als auf dem Gas und Holzkohlegrill.
Liebe Grüße aus Iserlohn
 
... Selbst eine stinknormale Bratwurst wird auf dem Bob durch die höhere Hitze besser (knuspriger) als auf dem Gas und Holzkohlegrill.
Liebe Grüße aus Iserlohn

Das wage ich aber ganz stark zu bezweifeln. Bei welchen Temperaturen machst Du denn Deine Bratwurst und warum?

Falls relevant, sollte man auch Pelletverbrauch und die Kosten erwähnen. 1kg /Stunde sollte man wohl im Schnitt bei den herkömmlichen Pelletgrills rechnen. Wenn man regelmäßig Longjobs plant, sollte man das auf dem Schirm haben.
 
Hallo Donny, ich grill die Bratwürstchen bei 330•C und diese sind rundherum knusprig braun (keine helle Seite), so wie wir diese am liebsten mögen.
Ich verbrauche mit meinem Bob kein kg pro Stunde bei dieser Temperatur. Der Verbrauch liegt wohl etwas mehr als die Hälfte davon.
 
Falls relevant, sollte man auch Pelletverbrauch und die Kosten erwähnen. 1kg /Stunde sollte man wohl im Schnitt bei den herkömmlichen Pelletgrills rechnen. Wenn man regelmäßig Longjobs plant, sollte man das auf dem Schirm haben.

Ich habe einen GMG Daniel Boone und der verbraucht bei low&slow kein Kilo pro Stunde. Ich denke so mit 500 Gramm kommt der aus.
 
Ok, stimmt, der Davy kommt mit seinem 5kg/ Behälter auch ungefähr 10 Stunden hin. War mein Fehler. Aber wenn wir von einem Pfund/Stunde ausgehen, liegt man bei schätzungsweise 10 - 12 Euro pro Pulled Pork. Ein Ferrari- Fahrer fragt zwar auch nicht nach den Benzinpreisen, aber man sollte sich dessen doch bewusst sein. :D
 
Moin,

dass Meiste wurde bereits erwähnt. Ich besitze bis auf einen Offset-Smoker (LOK) eigentlich jegliche Formen an Grills. (Gas-Smoker, Water-Smoker, Pelletgrill, Gasgrill, Keramikei, Kugelgrill).
Alle haben Ihre Vor und Nachteile. Von den Verbrauchskosten ist in jeglicher Hinsicht Gas am günstigsten, gefolgt vom Ei. Ein Water-Smoker braucht vernünftige Briketts und braucht auf 20 Stunden auch etwa 8 Kilo. Ein Pelletgrill ist in meinen Augen jedoch eine der teuersten Arten zu Smoken. Ich kann die Aussagen, dass die Brennstoffkosten für Pelletgrills deutlich günstiger wären als für Kohle oder Gas nicht nachvollziehen. Wenn man mal nur den hier gerade erwähnten Davy Crocket nimmt mit der Angabe von 5 Kilo auf 10 Stunden (der Davy ist ein sogenannter Tailgater, also ein kompakter Grill zum Transportieren) kommt man auf 10 Kilo Pellets für 20 Stunden. Reine Holz-Pellets kosten im Schnitt etwa 1,80 € pro Kilo. Summer summarum kommt man auf 18 € für einen Longjob, selbst wenn man anfängt mit günstigeren Buche zu mischen, wird es nicht viel günstiger.

Ich schweife ab, für mich haben alle meine Grills Ihre Daseinsberechtigung. Müsste ich jedoch 2 auswählen, würde ich nen Gasgrill und das Ei nehmen.

Achja und kein Grill sollte ohne irgendeine Überwachung über Nacht alleine laufen, zumindest wie bereits erwähnt mit nem Maverick.
 
Sorry, ich weiß nicht was ein UDS ist. Aber grundsätzlich kann man wohl sagen, wenn ich eine Pizza bei 400•C machen möchte, dann muss ich wohl oder übel einiges an Energie einsetzen. Innerhalb von 40 Minuten ist der Bob auf 400•C und ich kann die erste Pizza auf den Stein schieben und nach 4-6 Pizzen (ca. 1,5 Stunden insgesamt).sind alle satt. Die hier verbrauchte Pelletmenge hält sich wirklich in Grenzen .
 
Hallo Ihno, man kann die Pelletgrills nicht direkt miteinander vergleichen, das das Prinzip der Verbrennung bei den Grillson Typen anders ist. Hier wird das Holzgas verbrannt und der Verbrauch bei vergleichbarer Hitze ist geringer. Ich hatte bisher 3 Gasgrills und die maximal erreichbare Temperatur am Rost lag etwa bei gemessenen 220 bis 250•C. Die optimistischen Deckelthermometer hatten deutlich mehr angezeigt. Wenn ich meinen Grillson mit diesen 220 bis 250 •C fahre, dann bin ich mir nicht sicher, ob der Gasverbrauch (Kosten) geringer wäre.
 
Grüß Dich ThMaih,

ich würde den Bob Grillson, wie du bereits erwähnt hast, per se schon nicht als regulären Pelletgrill bezeichnen. Ich habe mich vor dem Kauf meines Pelletgrills intensivst damit beschäftigt und mich schlussendlich ja auch für einen entschieden. Jedoch gerade aus Erfahrung kann ich die Verbräuche und Kosten durchaus bestätigen, was nicht heißt das ich den Kauf bereue, jedoch sollte man dieses von vornherein wissen.
 
Wenn man bereit ist 2000 Euro und mehr + Zubehör für einen Grill auszugeben, spielt es dann wirklich eine Rolle ob die Stunde ein paar Cent mehr oder weniger kostet :hmmmm:

.... mal ganz unabhängig davon was die preisgünstigste Art ist Hitze zu machen....
 
Meine Güte, man darf hier auch nichts äußern ohne das sich irgendwer auf den Schlipps getreten fühlt. Es war der reine Hinweis auf die Kosten, weil diesbezüglich oft etwas anderes suggeriert wird. Je nach Art sind das gewiss nicht nur ein paar Cent.
Für dich mag das keine Rolle spielen, für andere Vllt schon. Derjenige ist aber sicher nicht auf deine Suggestivfrage angewiesen um dies zu wissen.
 
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