Servus,
wir hatten doch glatt dieses WE sturmfrei und so hatten wir beschlossen, nur mal für uns eine Reihe von Pizzen zu backen - klar 6 Stück wäre ein bisserl viel für zwei
, aber ich hatte Lust ein paar Sachen auszuprobieren. Reste wanderten in den Gefrierschrank, das ist oft mal ein praktisches, schnelles Essen. Eigentlich wäre ja der PizzaParty dran gewesen, aber das Gewitter hatte uns eh schon beim Radlfahren kalt geduscht, deswegen musste der P134H wieder mal einspringen.
Vor einiger Zeit hatte ich mir in einer Buchhandlung dieses Buch hier mitgenommen. Von den ersten Seiten und den Bildern war ich sehr angetan und habe es spontan gekauft. Leider sind die Teigrezepte ziemlich - wie soll ich sagen - wertlos. Mag sein dass das so funktioniert, aber über so pauschale Rezepte sind wir hier im GSV denke ich längst hinaus. Weiterhin wird als Mehl "ungebleichtes, steingemahlenes Weizenvollkornmehl" empfohlen. Ich bin ja ein Fan von Mehlmischungen, aber 100% ist eine heftige Ansage. Zudem kann ich mir von den Bildern her kaum vorstellen, dass hier 100% VK im Einsatz ist. Bleiben noch viele schöne Bilder und Rezeptvorschläge - da muss ich sagen sind echt tolle Ideen mit dabei. Jedenfalls blieb ich dann beim Rezept "Capocollo, eingelegte rote Zwiebel und Pecorino" hängen.
Gut, es wurde etwas improvisiert, denn Capocollo habe ich nicht zuhause, aber unlängst von Bekannten ein Mitbringsel aus Italien erhalten. Das gute Stück müsste Coppa sein, geschmacklich würde ich sagen nur luftgetrocknet. Also mal ran an die Arbeit:
Teig
85% Molini Pizzuti Costa d'Amalfi
10% Drax Mühle Kamut hell
5% Kamut frisch gemahlen
60% Wasser
2,5% Salz
0,1% Hefe
2x S+F
19h Stockgare im Keller bei 15°
5 h Stückgare bei ca. 22°
Also GSV-Standardrezept, einzige Abwandlung ist der Mehlmix
Zwiebelmischung
4 rote Zwiebeln
250 ml Rotweinessig
50g Zucker
2 EL Olivenöl
1 EL fein gehackte Petersilie
Die Mischung habe ich für mich etwas reduziert, nur eine große Zwiebel mit 150ml Essig und entsprechend 30g Zucker. Die Zwiebel-Essigmischung kann lt. Rezept bis zu einem Monat im Kühlschrank gelagert werden.
Der vewendete Essig und die Zwiebel...
Rote Zwiebeln muss man mit roten Aufschnittmaschinen schneiden... Tatsächlich geht das super und man hat ein sehr gleichmäsiges Ergebnis.
Die Zwiebeln werden in eine flache Schale gegeben...
...Essig und Zucker kurz aufkochen und die Zwiebeln damit übergießen.
Das habe ich bereits am vormittag vorbereitet und abkühlen lassen. Ein paar Stunden später schaut das schon ganz anders aus:
Für den Walter @DarkRoast war die Oileria an der Tankstelle...
Der Pizzaiolo funktioniert nur gut hydriert... (saugleies Zeugs, war mal eine Sonderauflage bei Camba)
Meine Teiglinge mit je 260-270g
Ein weiterer Hauptdarsteller - sensationell gut, schmilzt direkt auf der Zunge...
Getränketechnisch haben wir uns an die Reise nach Italien gehalten. Start mit einem Bier in Bayern, dann einem leckeren Veltliner aus Österreich. Sehr feiner Tropfen, Bioweingut, feine Säure.
Aus dem Mehl werde ich aktuell noch nicht ganz schlau. Einerseits lässt es sich ziehen und ist super stabil, aber es verträgt verhältnismäßig wenig Wasser. Mit 60% ist es super zu handeln, drüber hinaus wird es fast ein wenig pappig. Dranbleiben, es ist ja noch einiges da.
Das wird die erste Bianca: Mozzarella, Kirschtomaten, Knoblauchöl und Basilikum
Die war schon sehr, sehr lecker! Gebacken bei ca. 400°, knappe 2 Minuten.
Tja, ich hätte da mehr fotografieren sollen. Aber mit so pappigen Händen... Vorgehensweise ist wie folgt:
1. Die roten Zwiebeln aus dem Essig nehmen, ausdrücken und mit Olivenöl, der Petersilie, Salz und Pfeffer abschmecken.
2. Teigling ausbreiten und mit Mozzarella belegen.
3. Pizza backen
4. Mit Coppa bzw. Capocollo belegen
5. Mit Zwiebeln garnieren
6. Etwas Pecorino (alternativ Parmesan) über die Pizza hobeln.
Ich finde, die hat was - schon rein optisch. Schmecken tut das super, das ist mal ganz was anderes. Es passte zu der Coppa super, die Zwiebeln "prickeln" mit dem Essig etwas auf der Zunge, sind aber durch den Zucker super angenehm. Mir ist auch noch etwas übrig geblieben, insofern wird es das demnächst nochmals geben. Je länger die Zwiebeln ziehen, umso besser sollen sie werden.
Hier kommen wieder ein paar Klassiker - Tomate, Salami, frische Tropea Zwiebel
Pizza "Regina" mit Schinken und Pilzen
Schinken, Salami, Zwiebel
Genau so soll das sein!
Hier nochmals das Potential des Mehls getestet - ca. 450° und Backzeit 90 Sekunden macht noch mehr Leoparding.
Mit einem kleinen Limoncello endet hier unsere Italienreise.
So, ich hoffe euch hat die kulinarische Reise gefallen - danke für's reinschauen und bis demnächst in der Pizzaria d'Alessandro!
wir hatten doch glatt dieses WE sturmfrei und so hatten wir beschlossen, nur mal für uns eine Reihe von Pizzen zu backen - klar 6 Stück wäre ein bisserl viel für zwei
Vor einiger Zeit hatte ich mir in einer Buchhandlung dieses Buch hier mitgenommen. Von den ersten Seiten und den Bildern war ich sehr angetan und habe es spontan gekauft. Leider sind die Teigrezepte ziemlich - wie soll ich sagen - wertlos. Mag sein dass das so funktioniert, aber über so pauschale Rezepte sind wir hier im GSV denke ich längst hinaus. Weiterhin wird als Mehl "ungebleichtes, steingemahlenes Weizenvollkornmehl" empfohlen. Ich bin ja ein Fan von Mehlmischungen, aber 100% ist eine heftige Ansage. Zudem kann ich mir von den Bildern her kaum vorstellen, dass hier 100% VK im Einsatz ist. Bleiben noch viele schöne Bilder und Rezeptvorschläge - da muss ich sagen sind echt tolle Ideen mit dabei. Jedenfalls blieb ich dann beim Rezept "Capocollo, eingelegte rote Zwiebel und Pecorino" hängen.
Gut, es wurde etwas improvisiert, denn Capocollo habe ich nicht zuhause, aber unlängst von Bekannten ein Mitbringsel aus Italien erhalten. Das gute Stück müsste Coppa sein, geschmacklich würde ich sagen nur luftgetrocknet. Also mal ran an die Arbeit:
Teig
85% Molini Pizzuti Costa d'Amalfi
10% Drax Mühle Kamut hell
5% Kamut frisch gemahlen
60% Wasser
2,5% Salz
0,1% Hefe
2x S+F
19h Stockgare im Keller bei 15°
5 h Stückgare bei ca. 22°
Also GSV-Standardrezept, einzige Abwandlung ist der Mehlmix
Zwiebelmischung
4 rote Zwiebeln
250 ml Rotweinessig
50g Zucker
2 EL Olivenöl
1 EL fein gehackte Petersilie
Die Mischung habe ich für mich etwas reduziert, nur eine große Zwiebel mit 150ml Essig und entsprechend 30g Zucker. Die Zwiebel-Essigmischung kann lt. Rezept bis zu einem Monat im Kühlschrank gelagert werden.
Der vewendete Essig und die Zwiebel...
Rote Zwiebeln muss man mit roten Aufschnittmaschinen schneiden... Tatsächlich geht das super und man hat ein sehr gleichmäsiges Ergebnis.
Die Zwiebeln werden in eine flache Schale gegeben...
...Essig und Zucker kurz aufkochen und die Zwiebeln damit übergießen.
Das habe ich bereits am vormittag vorbereitet und abkühlen lassen. Ein paar Stunden später schaut das schon ganz anders aus:
Für den Walter @DarkRoast war die Oileria an der Tankstelle...
Der Pizzaiolo funktioniert nur gut hydriert... (saugleies Zeugs, war mal eine Sonderauflage bei Camba)
Meine Teiglinge mit je 260-270g
Ein weiterer Hauptdarsteller - sensationell gut, schmilzt direkt auf der Zunge...
Getränketechnisch haben wir uns an die Reise nach Italien gehalten. Start mit einem Bier in Bayern, dann einem leckeren Veltliner aus Österreich. Sehr feiner Tropfen, Bioweingut, feine Säure.
Aus dem Mehl werde ich aktuell noch nicht ganz schlau. Einerseits lässt es sich ziehen und ist super stabil, aber es verträgt verhältnismäßig wenig Wasser. Mit 60% ist es super zu handeln, drüber hinaus wird es fast ein wenig pappig. Dranbleiben, es ist ja noch einiges da.
Das wird die erste Bianca: Mozzarella, Kirschtomaten, Knoblauchöl und Basilikum
Die war schon sehr, sehr lecker! Gebacken bei ca. 400°, knappe 2 Minuten.
Tja, ich hätte da mehr fotografieren sollen. Aber mit so pappigen Händen... Vorgehensweise ist wie folgt:
1. Die roten Zwiebeln aus dem Essig nehmen, ausdrücken und mit Olivenöl, der Petersilie, Salz und Pfeffer abschmecken.
2. Teigling ausbreiten und mit Mozzarella belegen.
3. Pizza backen
4. Mit Coppa bzw. Capocollo belegen
5. Mit Zwiebeln garnieren
6. Etwas Pecorino (alternativ Parmesan) über die Pizza hobeln.
Ich finde, die hat was - schon rein optisch. Schmecken tut das super, das ist mal ganz was anderes. Es passte zu der Coppa super, die Zwiebeln "prickeln" mit dem Essig etwas auf der Zunge, sind aber durch den Zucker super angenehm. Mir ist auch noch etwas übrig geblieben, insofern wird es das demnächst nochmals geben. Je länger die Zwiebeln ziehen, umso besser sollen sie werden.
Hier kommen wieder ein paar Klassiker - Tomate, Salami, frische Tropea Zwiebel
Pizza "Regina" mit Schinken und Pilzen
Schinken, Salami, Zwiebel
Genau so soll das sein!
Hier nochmals das Potential des Mehls getestet - ca. 450° und Backzeit 90 Sekunden macht noch mehr Leoparding.
Mit einem kleinen Limoncello endet hier unsere Italienreise.
So, ich hoffe euch hat die kulinarische Reise gefallen - danke für's reinschauen und bis demnächst in der Pizzaria d'Alessandro!








