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Rindfleisch aus Uruguay

In den 60er und 70er Jahren hat ein durchschnittlicher Haushalt ca. 50% seines Einkommens für Nahrungsmittel ausgegeben, soweit ich weiß sind das heute unter 30%. Alle Konsumenten zeigen also, dass Ihnen eine ordentliche Ernährung nichts mehr wert ist.

2018 wurden in Deutschland 14% des Einkommens für Lebensmittel, Getränke und Tabak ausgegeben. Rechnet man die Getränke und den Tabak raus, sind es ca. 10% (hier liegen keine genauen Zahlen vor) Quelle: Statistisches Bundesamt.

Cheers
.
 
Meine Mutter hat vor mehr als 30 Jahren als " Fleischwurstwarenfachverkäuferin " gearbeitet, da kostete ein Kilo Rinderfilet 30 DM ( gab es fast nie daheim, zu teuer), heute Euro oder oft weniger, das heißt für mich, am Fleisch ging die Inflation fast vorbei. Ich esse täglich zu viel Fleisch und Wurst, warum? Es ist zu billig und schmeckt zu gut, oft günstiger als regional erzeugtes Gemüse.
In Deutschland sind meines Erachtens die Lebensmittel im EU Vergleich mit am günstigsten, zum Einkommen verglichen. Nein, ich bin kein Geldsack, aber es wird, meines Erachtens, zu sorglos
mit Nahrung umgegangen. 500 Gramm Hackfleisch, abgepackt im Discounter besteht aus vielen hundert Rindern vermischt, Hauptsache billig und in der Pfanne oder auf dem Grill steigen 30% Masse als Wasserdampf auf und Frikadellen schrumpfen auf Klickergrösse.
 
2018 wurden in Deutschland 14% des Einkommens für Lebensmittel, Getränke und Tabak ausgegeben. Rechnet man die Getränke und den Tabak raus, sind es ca. 10% (hier liegen keine genauen Zahlen vor) Quelle: Statistisches Bundesamt.

Cheers
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Noch schlimmer als ich gedacht hätte. >:(

Ich hatte nur irgendwann mal gelesen, dass wir viel weniger als vor 30-40 Jahren für unsere Nahrungsmittel ausgeben. Solange wir nicht bereit sind besser zu bezahlen, kriegen wir auch nur diesen Schrott vorgesetzt.
 
Klar, weil es heute ein viel zu großes Angebot gibt, wodurch sich die Läden im Preis unterbieten, um Marktanteile abzugreifen. Das ist eine fatale Spirale nach unten.
Die meisten Leute essen auch gar nicht mehr bewusst, genießen nicht mehr. Es geht nur noch um Nahrungsaufnahme.
Das ist so schade, weil ein gemütliches gemeinsames Essen mMn sehr wichtig ist, speziell innerhalb einer Familie oder auch unter Freunden.
 
da kostete ein Kilo Rinderfilet 30 DM ( gab es fast nie daheim, zu teuer), heute Euro
Verzeihung, aber da 30€ etwa 60DM entsprechen verstehe ich Deine Ausführungen nicht ganz. Lebensmittel sind also auch deutlich teurer geworden, was nicht heißen soll, daß sie nicht trotzdem noch zu billig angeboten werden.
Die meisten Leute essen auch gar nicht mehr bewusst, genießen nicht mehr
Den meisten Leuten fehlt jegliches Basiswissen um die Erzeugung von Lebensmitteln und damit der Respekt vor der Arbeit der Erzeuger und vor dem Lebensmittel selbst. Wenn diese Menschen mal morgens 1:30h in der Backstube stehen müssten, damit Brot und Brötchen für die Kundschaft rechtzeitig fertig werden, oder 5:00h im Stall und die Kühe melken mit allen Zusatzarbeiten, die noch nebenbei damit verbunden sind, dann würden sie vielleicht aufgrund der gemachten Erfahrungen begreifen, daß man z.B. einen Liter Milch nicht für 0,60€-0,70€ verramschen kann, wovon der Handel auch noch ca. 65% der Marge einstreicht.
 
Preise werden im Verhältnis zum Einkommen oder der Arbeitszeit gemessen. Z.B.während 1960 jemand 3 Stunden für ein Kilo Fleisch arbeiten musste, sind es heute 30 Minuten. Lebensmittel sind so gesehen viel billiger geworden.

Cheers
 
Lebensmittel sind so gesehen viel billiger geworden.
Ich verstehe was Du sagen willst, aber es besteht aus meiner Sicht ein Widerspruch in Deiner Aussage. Eine Preiserhöhung oder -Senkung wird nominal angegeben. Wenn also damals das Kilo Fleisch 30DM gekostet hat und der Preis heute dem Wert von 60DM entspricht ist das eine Preiserhöhung um 100%.
Das im gleichen Zeitraum die Einkommen der Bevölkerung gestiegen sind und man sich heute "mehr leisten" kann hat damit nichts zu tun. Man hat mehr Geld und gibt entsprechend mehr aus. Damit wird die Preiserhöhung aber nicht geringer, man kann sie lediglich besser kompensieren.
 
Ob sich das Einkommen bei gleicher Leistung verdoppelt oder der Preis für die Ware halbiert ist vom Ergebnis gleich. Der Verbraucher bekommt das Doppelte für sein Geld. Das habe ich mir nicht ausgedacht, sondern so wird es weltweit gerechnet, weil anders keine Vergleiche möglich sind.
Vielleicht kannst du die Welt überzeugen die Statistiken nach deiner Methode zu erstellen und die Volkswitschaftslehre revolutionieren :D

Cheers
.
 
Vielleicht kannst du die Welt überzeugen die Statistiken nach deiner Methode zu erstellen und die Volkswitschaftslehre revolutionieren :D

Ich lerne ja gern dazu. :-)

Du meinst die Lebenshaltungskosten - das ist die Darstellung eines Verhältnisses, nämlich das Verhältnis zwischen dem Einkommen und den Ausgaben für die Lebenshaltung. Das Verhältnis hat sich sicher verbessert, da gebe ich Dir ja Recht. Aber die Erhöhung oder Senkung eines Preises ist ein absoluter Wert und kein Verhältnis. Deshalb ist die Aussage, daß Lebensmittel billiger geworden sind schlichtweg falsch. Das hat mit VWL gar nichts zu tun, allenfalls mit Mathematik.

Und nochmal, damit es hier nicht zu weit vom eigentlichen Thema abschweift: Ich habe bereits erwähnt, daß ich ja auch die Kosten für Lebensmittel und den Umgang damit als für zu billig und falsch erachte. So lange in D genauso viele Lebensmittel weggeschmissen wie konsumiert werden sehe ich da einen erheblichen Korrekturbedarf.

so, und nun bin ich auch still ;-)
 
@John F
30 Jahre Inflationsrate, im Schnitt 3%/pro Jahr[/QUOTE
 
Super interessant wie sich die debatte hier entwickelt hat. Da wird ja von übertriebenem Konsum bis hin zu volkswirtschaftlichen Überlegungen einiges angesprochen. Echt gut!

Unterm Strich steht für mich persönlich eines fest, - Achtung wird politisch! - Das neo liberale Diktat und die Globalisierung haben unweigerlich hierzu geführt: Am 3. Mai diesen Jahres haben wir in Deutschland bereits die Ressourcen für das komplette Jahr aufgebraucht.

Global am 29. Juli https://www.overshootday.org

Das ganze ist absolut nicht tragbar, von der totalen Überfischung der Meere, der Verseuchung von Wasser und Luft, bis hin zur Massentierhaltung, ich spreche immer gern von Qualzuchthaltung, es muss sich was ändern und zwar schnell.

Ach ja, last but not least, auch die Massenmenschhaltung gehört endgültig abgeschafft.
 
Super interessant wie sich die debatte hier entwickelt hat. Da wird ja von übertriebenem Konsum bis hin zu volkswirtschaftlichen Überlegungen einiges angesprochen. Echt gut!

Unterm Strich steht für mich persönlich eines fest, - Achtung wird politisch! - Das neo liberale Diktat und die Globalisierung haben unweigerlich hierzu geführt: Am 3. Mai diesen Jahres haben wir in Deutschland bereits die Ressourcen für das komplette Jahr aufgebraucht.

Global am 29. Juli https://www.overshootday.org

Das ganze ist absolut nicht tragbar, von der totalen Überfischung der Meere, der Verseuchung von Wasser und Luft, bis hin zur Massentierhaltung, ich spreche immer gern von Qualzuchthaltung, es muss sich was ändern und zwar schnell.

Ach ja, last but not least, auch die Massenmenschhaltung gehört endgültig abgeschafft.

Jetzt nicht falsch verstehen, ich bin absolut Deiner Meinung. Das Problem ist aber leider, dass viele Deine Meinung kennen, vielleicht sogar unterstützen. Aber 99% der Menschen sind Egoisten, die meinen alle anderen müssen damit anfangen. Sobald es an den eigenen Wohlstand oder Geldbeutel geht, ist es vorbei mit der Unterstützung.

Ich kenne niemanden, der von einem Haus zurück in eine 50qm Wohnung zieht, der statt Handy nur mit Festnetz arbeitet, oder tatsächlich alles an Geld, was er nicht zum „über“leben braucht, abgibt.

Sobald 99% der Menschen hier tatsächlich was machen müssen, ist es rum. Reden und Meinung haben tut halt nicht weh, selber seinen Teil dazu beitragen ist halt was ganz anderes. Das sieht man auch daran, dass Populisten und extremeres Gedankengut wieder deutlich Zulauf erhält, denn wenn ich anderen nichts abgebe und mich vor allem abschotte, muss ich auch nichts abgeben.

Deshalb wird die Menschheit leider früher oder später diesen Planeten komplett zerstören. Jeder denkt erstmal nur an sich und alle anderen sind schuld.
NEIN, jeder ist verantwortlich!

Ich bin ehrlich, ich könnte bestimmt noch viel mehr machen und rede mir selbst ein, dass ich ja schon viel mache und jetzt erstmal andere auch was bringen müssen. Oder argumentiere, dass ich doch eh nichts ändern kann, wenn USA und China auf ein Klimaabkommen oder eine freie, offene Welt sch... Aber sind wir ehrlich, jeder könnte mehr machen.

Deshalb Danke für Deine Meinung, die ich unterstütze, aber Meinungen helfen nix. Jeder muss auch danach handeln und nicht warten, bis andere was tun oder die Gesetze geändert werden.
 
Moin @MacBBQ

Natürlich ist ein individuelles umdenken und handeln notwendig, und natürlich gibt es hierbei auch die Trägheit der Masse.

So wie ich das einschätze, muss der Druck auf die politische Administration noch viel stäker werden bevor da wirklich was ernstzunehmendes passiert.

Was ich im Moment beobachte ist ein zunächst oberflächlicher politischer Zerfallseffekt welcher aktiv und zu Gunsten eines mittlerweile global organisierten Protofaschismus konstruiert wurde.

Ich persönlich denke, ohne einen "Marshall-Plan", also unter anderem der massiven Verlagerung von Produktionskapazitäten, ist das ganze nicht mehr zu bewältigen.

Also: BBQ or future? :D

BILDZEITUNG: In einer weltweit bespiellosen Flashmob Aktion reisten 118.090 organisierte Griller des deutschen Grillsportvereins nach Berlin um Ihr gesamtes Arsenal an Kugelgrills, Smokern, Dutch Oven uvm. auf dem Berliner Alexanderplatz zu einer einzigen gigantischen Mahnmal-Skulptur zu verschweissen. Geschätzt 800-1000 Kunstschmiede und Industrieschweisser aus aller Welt hatten sich hierzu ebenso in Berlin eingefunden. Die Polizei hatte einem so massiven flash mob nichts entgegenzusetzen.

;)
Muss ja auch mal Quatsch machen, das Thema ist schon extrem bedrückend.
 
Doch ich finde, dass trotz allem Übel langsam eine Veränderung in der Gesellschaft einsetzt. Ich bin wahrlich kein Grüner, doch es tut sich was in den Köpfen der Leute. Viele legen wieder mehr Wert auf Regionalität, Herkunft und "bio", nicht im Sinne eines Labels, sondern eher im Sinne von Natürlichkeit.
Aber bei neuester Technik und anderen Konsumgüter oder, wie böse Zungen behaupten, "Statussymbole" halte ich es mit der individuellen Entscheidungsfreiheit des Einzelnen. Jeder soll und kann sein Geld ausgeben für was er möchte. Schließlich ist ein Highend-Gasgrill oder 10mm 30' Smoker auch nicht unbedingt eine Lebensnotwendigkeit, zumindest für den einen oder anderen. ;)
 
Die meisten, die sich als Retter der Umwelt preisen machen selbst auch nur Alibilösungen. Ich schließe mich da gar nicht aus, auch ich begehe mehr als genug Umweltsünden wie zwei zu große und zu durstige Autos, ein Motorrad zum Spaß, zu zweit fast 180 qm Wohnfläche und viele Urlaube.
Gleichzeitig glaube ich ist es notwendig das Problem zu erkennen und auch an sich selbst zu arbeiten, auch wenn ich mich selbst auch noch nicht zu einem radikalen Schnitt durchringen kann und einen gewissen Luxus durchaus zu schätzen weiß.
 
Ich beobachte im näheren Umfeld auch dieses umdenken, vermute aber das hängt auch mit der peer group zusammen. Jedenfalls setzt sich von denen keiner wg. eines verlängerten Wochenendes 400km (in NRW) in den Stau. Mal wieder der Pfingst Irrsinn ausgebrochen, wie auch in den Supermärkten, man könnte jedesmal meinen, morgen iss alle, fertig, aus, gibt nix mehr. An einem Stand wurde sich bitter um eine handvoll letzte Pfifferlinge gestritten, im Ernst! Ein anderer bescheisst die Symbol-Waage - Lach, sowas hab ich auch noch nie gesehen, wie dreist! - Haut sich ein paar neue Kartoffel in die Tüte, ab auf die Waage, Preisschild dran gepappt, wieder zurück zu den Kartoffeln und schwupp voll gemacht.

Ryanair ist mittlerweile unter den ersten zehn CO2 Schleudern in Europa, direkt neben den Kohlekraftwerken sind die Plätze No. 2-7 und No.9 mit RWE und LEAG alles fest in deutscher Hand, No 1. ist eine 38 millionen Tonnen Dreckschleuder in Polen, No.8 ist Bulgarien, und No.10 jetzt Irland.

Insgesamt stiegen von 2013 bis 2018 die CO2 Emissionen der Luftfahrt um 26,3 Prozent. Tolle Wurst!

Einen interessanten Report vom 4.6.2019 habe ich gerade erst gefunden.

47 Schiffe, dicke Pötte der Carnival Corporation, luxury cruise ships, brutzelten in 2017 10x soviel SOX :eek: in die Luft wie.... alle 260 millionen Autos in Europa!

Hier hätten wir mal ein schönes Beipiel wo man radikal mit umgehen müsste, meiner Meinung nach sollten alle diese luxury liner Flotten sofort abgeschafft werden. Sofortiges weltweites Fahrverbot. Ja, dann gehen Arbeitsplätze und Aktionärsgewinne verloren.

Schaut mal hier: https://www.transportenvironment.org/sites/te/files/publications/One Corporation to Pollute Them All_English.pdf
 
Trotzdem hat das nichts damit zu tun, welches Handy man kauft oder was für ein Auto man fährt.
Das sehe ich anders. Handys haben einen echt fiesen ökologischen und sozialen Fußabdruck, da ist es eben nicht völlig egal, ob es immer das tollste und neueste Modell sein muss und wie lange es benutzt wird... Für Autos gilt im Prinzip das Gleiche.
Nur muss eben jeder für sich entscheiden, wie weit er in Sachen Fainess und Umweltschutz gehen möchte.

Ansonsten bin ich komplett bei dir!
 
Das sehe ich anders. Handys haben einen echt fiesen ökologischen und sozialen Fußabdruck, da ist es eben nicht völlig egal, ob es immer das tollste und neueste Modell sein muss und wie lange es benutzt wird... Für Autos gilt im Prinzip das Gleiche.
Nur muss eben jeder für sich entscheiden, wie weit er in Sachen Fainess und Umweltschutz gehen möchte.

Ansonsten bin ich komplett bei dir!
Generell gebe ich Dir Recht. Egal ob E-Autos oder Solarzellen, alles auf den ersten Blick total umweltfreundlich, aber in ihrer Herstellung oder später in der Entsorgung ökologisch sehr bedenklich.
ABER:
Würden wir wieder auf Bäumen sitzen und Rinde kauen, käme wieder irgend jemand, der uns erklären würde, dass wir die armen Bäume beschädigen und anderen Tieren den Platz wegnehmen.
Frei nach dem Motto "Kevin, möchtest Du, dass sich der Baum auf Dich setzt?" "Nein? Warum machst Du es dann?"
Es wird immer eine Umfrage oder Statistik geben, die erklärt wie schlecht dies und das ist, was wir gerade tun...
 
Frei nach dem Motto "Kevin, möchtest Du, dass sich der Baum auf Dich setzt?" "Nein? Warum machst Du es dann?"
:thumb1:

Sehr gut! Wollte auch nur darauf hinaus, dass es "egal" beim Tema Umweltbilanz und Fairness nicht gibt. Unter uns: Ich nutze nicht nur ein Handy und fahre (manchmal) Auto, ich dusche auch noch meist länger als unbedingt nötig...:whip:
 
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