Heute ist es nun soweit...
ich erstelle meinen ersten Forumsbeitrag. Zuerst möchte ich mich mal kurz vorstellen:
Ich bin der Torsten, bin 27 Jahre alt und komme aus einem Dorf zwischen dem Dreieck Forchheim, Erlangen, Höchstadt / Aisch.
Bis Ende August 2015 hatte ich mit dem Grillen eigentlich nix am Hut. Bisher hatten wir auch nur einen gemauerten Grill.
Wie es dazu kam, dass ich plötzlich diese unbändige Lust auf Grillen hatte kann ich mir selbst nicht erklären. Also ab in den Fachhandel zur BBQ Schule in Adelsdorf und mich kompetent von einem Rösle Kugelgrill F.60 überzeugen lassen. Schickes Ding.

Irgendwann kam der Zeitpunkt an dem ich Beef Brisket, Spare Ribs und Pulled Pork mit dem Minion Ring getestet habe und wie ich finde gute Erfolge hatte. Doch irgendwie war da diese Lust auf mehr. Durch Zufall habe ich dann in einem Fachgeschäft in Herzogenaurach den Rösle Smoker entdeckt und mich Anfang Dezember zu einem Kauf durchgerungen.
erster Test:
Spare Ribs bei 140°C und Wasser im Wasserbehälter in 4 Stunden. Sorry ich weis, kein Low and Slow, aber hatte nicht mehr Zeit

Lüftungsschieber unten und oben komplett offen.
Ergebnis war gut und der Smoker lief stabil ohne Probleme, bis ich versucht habe die Kohlen zu ersticken... Dies war nicht möglich, da der Grill zuviel Falschluft zog. Also Kohlen in den Kugelgrill umgefüllt und erstickt.
zweiter Test:
Beef Brisket. Smoker Nachts um 1 auf Temperatur gebracht und dabei vorgegangen wie in dem Forumsbeitrag Rösle Smoker gepimpt. Also unten komplett die Lüftung zu also auf OFF und oben etwas offen und mit Sand in der Wasserschale. Der Smoker lief damit bis 5 Uhr stabil bei ca 115°C bis 120°C, dann stieg die Temperatur auf über 130°C. Lüftung zumachen ging nicht, also der Entschluss ein Brikett zu entfernen. Dabei viel mir aber auf, dass sich die Briketts ungleichmäßig in eine Richtung entzündet hatten. Nachher habe ich herausgefunden, dass es daran lag, dass sich die Luftzufuhrplatte einseitig durch die Hitze verbogen hatte. Danach lief der Smoker aber soweit stabil weiter. Das Ergebnis sah wie folgt aus:
Getrieben durch die schlechte Regelbarkeit des Grills und der Tatsache dass Griffe fehlen habe ich mir ein Paar Gedanken dazu gemacht. Letztlich bin ich auf die gleichen Ideen gekommen wie hier in dem Thread, nur dass ich bis dahin nichts von selbigem wusste.
Als Griffe habe ich die Transportgriffe von Rösle bestellt, welche innerhalb von 2 Tagen da waren
Das Ergebnis passt wie ich finde, und durch den Winkel nach oben liegen die Griffe perfekt in der Hand. Kostenpunkt 39,95€. Auf dem Bild sieht man aber auch ein nächstes Problem, am vorderen Standbein dieses braune Zeug, das ist dreckiges Wasser und tropft einfach aus dem Grill raus.
Nächster Punkt Luftregulierung. Wie in diesem Thread habe ich den Lüftungschieber oben in der Mitte platt gemacht, dadurch liegt er sauber auf und dichtet gut ab. Als nächstes habe ich mir von einem Laserschneidebetrieb eine neue Luftzufuhrplatte für unten anfertigen lassen. 4mm Stahl, Gewicht ca. 1,2 kg. Ich hatte gehofft das Problem mit der Dichtigkeit dadurch zu lösen, leider ist aber auch der Boden selber komplett verzogen. Also per Internet Hochtemperatursilikon bis 1500°C bestellt und um die Löcher in der Bodenplatte satt aufgetragen, dann Frischhaltefolie drüber und die Zuluftplatte aufgelegt. Der Silikon Rand ist gerade einmal 2 mm hoch je nach Stelle und auf den Bildern kaum sichtbar. Nach zwei Tagen war es ausgehärtet. Zudem habe ich mit flexiblem Silikon bis 350°C und Ofendichtband noch die Türen und die Stacker abgedichtet.
Der Finale Test:
26.12. die ganze Familie kommt zum Beef Brisket essen. 17 hungrige Mäuler zu versorgen.
Die Mission 4,2kg und 3,6kg Rinderbrust bis 18:00 fertig zu bekommen. Der Smoker wurde um 1:00 gestartet und war um 2 Uhr, stabil bei 115°C, soweit das Fleisch aufzulegen. In der Hoffnung dass die "Verbesserungen" etwas gebracht haben, habe ich mein Nachtquartier auf dem Sofa bezogen um die Holde Maid nicht zu stören. Doch anstatt stabil zu laufen hatte ich üble Temperaturschwankungen. Zwischen Einbrüchen bis auf knapp 95°C bis Sprünge auf 130°C war alles dabei. Die Luftzufuhr unten war auf ganz klein gestellt und oben halb offen. Stündliches Asche runterschütteln durch bewegen des Lüftungschiebers brachte etwas Besserung, aber nervig war es trotzdem. Der Aufbau war übrigens wieder mit Sand statt Wasser. Um 15 Uhr habe ich das Fleisch bei gerade einmal 75°C KT in Jehova gepackt und bin pünktlich um 17:30 bei 92°C KT gewesen, halbe Stunde ruhen lassen und das Ergebnis war perfekt. Butterweiches, herrliches Brisket. Ab 17:00 habe ich zum überbrücken und als Vorspeise ein paar Bratwürste in den Rauch gehangen, diese haben mit Merretich herrlich geschmeckt und wird es öfters geben.
So nun meine Frage, woran kann diese schwankende Temperatur nach den "Verbesserungen" liegen?
Zu viel Asche die die Luftzufuhr einschränkt? Oder falsche Einstellungen? Bin etwas überfragt und naja traurig, dass all die Mühe nicht wirklich etwas gebracht hat. Falls alles nix bringt muss eben doch ein BBQ Guru her
Vielen Dank für eure Geduld und ich hoffe ihr hattet viel Spass beim Lesen.