Vielleicht sollte man eine Testreihe unter Laborbedingungen starten.
Dann sollte sich doch ganz leicht die Lösung finden lassen.
Alles andere wäre doch nur reine Spekulation und Geschmacksache.
Ich glaub mal, wir beschäftigen uns hier recht viel mit dem Thema Fleisch und sind nicht die totalen Laien.
Was ich, zum Thema, sagen möchte sind drei Dinge:
Zum Ersten, ist der Begriff "Poren" kompletter Unsinn.
Es handelt sich hier um einen längs durchtrennten Muskel, oder eben (Flank, Filet) um einen parierten Muskel.
Poren befinden sich in der Haut, der Begriff ist irreführend.
Was sich hier "schließt" ist lediglich die Oberfläche des Fleisches, welche ein austreten des Fleischsaftes entgegenwirkt. Punkt!
Zum Zweiten, dass Fleisch vorher zu salzen.
Für mich ergibt sich da nur eine sinnvolle Erkenntnis.
Salze ich vorher, entzieht das Salz dem Fleisch Flüssigkeit und verteilt sich somit gleichmäßiger auf der Oberfläche.
Salze ich nach dem garen, ist es kaum möglich eine komplette, "flächendeckende" Aromatisierung herzustellen.
Mal weniger, mal mehr, mal gröber, mal feiner, je nach Methode des Würzens.
Zum Dritten, ist das salzen vor dem Grillen im Verhältnis zum austretendem Saft "mikroskopisch".
Was können ein paar Prisen Salz in einer Stunde auf der Oberfläche im Fleisch anrichten?
Sie können sich auf der Oberfläche verteilen, mehr schon mal nicht.
Wichtiger scheint mir hier der Aspekt des "Ruhen"!
Jeder kennt die Pfütze, die sich beim Anschnitt auf dem Schneidebrett verteilt, hat das Fleisch keine Zeit bekommen sich zu entspannen.
Meist hat der Griller Angst, dass Fleisch könnte kalt werden. Ist aber nicht so, denn wenn ich minutenlang extreme Hitze einwirken lasse,
wie soll die nach 3-5 Minuten Ruhezeit verschwinden können?
Das ist für mich reine Logik, da muss ich mich nicht wissenschaftlich bemühen.
So, und nun könnt ihr über mich herfallen
