Den
Comus hatte ich letztens bei meinem Freund auf der Geburtstagsparty.
Deutlich heftiger im Geschmack und der Rauchigkeit als der 5.1
Hierauf möchte ich nochmal kurz zurückkommen.
Denn der ppm Gehalt, der gerne als Referenzwert für die Rauchigkeit eines Whiskies herangezogen wird, sagt im Grunde rein gar nichts über die Rauchigkeit aus
Das liegt zunächst daran, dass die ppm Zahl nicht die Phenole im Whisky, sondern in der gemälzten Gerste angibt.
Und dann drückt sie die Gesamtzahl der phenolischen Verbindungen im/am Korn aus. Für das, was wir als “rauchig“ empfinden, sind aber längst nicht alle Phenole verantwortlich.
Ausserdem ist noch ein weiterer Punkt für einen kräftigen Malt verantwortlich: die Form der Brennblasen.
Während PC und Octomore auf den Bruichladdich stills gebrannt werden, die ob ihrer langen, schmalen Form eher feine, sauber fraktionierte Malts erzeugen, sind es bei Ardbeg und Laphroaig eher kleine, breite, gedrungene Brennblasen, die einen deutlich voluminöseren, kräftigeren Malt hervorbringen.
Der nächste Punkt ist die Stabilität der Phenolverbindungen. Längst nicht alle am Korn gemessenen Phenole “überleben“ die Stadien “wash“ und “Destillation“.
Die Phenole, die es dann bis in den new make rübergeschafft haben, werden sich im Laufe der Fassreifung immer weiter abbauen.
Daher sind gerade die jungen Tropfen die Torfmonster, während bei länger gereiften Malts der Rauch bereits zu komplexen Aromen zerfallen ist.
Von irgendwelchen ppm Zahlen sollte man sich daher nicht blenden lassen. Die bilden höchstens einen kleinen Anhaltspunkt um einen Malt einzuordnen, werden vom Marketing der Konzerne aber gerne als großes Merkmal aufgeblasen.