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Unold Luigi

Schlauchboot geht gut mit Mehlen mit hohem W-Wert bzw. hohem Eiweiß-Anteil. Von Caputo ist da z.B. das "Caputo Nuvola super" sehr gut geeignet. Mal abgesehen von der vermutlich enthaltenen Chemie.
Dann den Rand einfach breiter stehen lassen. Ergibt eine wunderschöne Pizza Canotto mit Schlauchbootrand.
Je höher hydriert, desto besser. Das "Nuvola super" kann mehr Eiweiß aufnehmen, daher sind auch 75% kein Problem. Ganz im Gegenteil, denn je mehr Wasser im Teig ist, umso mehr "explodiert" der Rand und geht richtig kräftig auf.

Dem Bashing des Luigis muss ich auch widersprechen und @Andrethegiant zustimmen: Meist steht das Problem vor dem Ofen.
Ich habe wie schon geschrieben 2 Exemplare des ersten Luigis, bei dem die einstellbare Maximaltemperatur noch 400 Grad betrug. Auf der Steinmitte kommt er auf ca. 430-440 Grad.
Mit dem serienmäßigen Cordierit-Stein bäckt er problemlos "echte" Napoletanas, auch Canottos. Und vor allem mit "Eggshell"!
Da mit dem Cordierit-Stein ein schwarzer Boden droht, musste ich irgendwann nach 1 Minute einen Pizza-Screen unterlegen. Anfangs ging es auch ohne.
Mit einem Biscotto gibt es keine schwarzen Böden, aufgrund der langsameren Hitzeabgabe aber auch kein Eggshell mehr. Das ist dann aber Jammern auf extrem hohem Niveau. Ich glaube, dass nicht viele Leute unterscheiden könnten, mit welchem Stein die Pizza letztendlich gebacken wurde.

Also nicht verunsichern lassen. Der Luigi ist meiner Ansicht nach eine geniale Erfindung mit unschlagbarem Preis-/Leistungs-Verhältnis, insbesondere unglaublicher Portabilität, auch von Frauen problemlos transportabel.
Nur ist das Backen damit eben komplizierter und etwas aufwendiger als mit einem größeren, teureren (und viel schwereren) Ofen. Außerdem wird man sich, wenn man erst mal Blut geleckt hat, irgendwann einen größeren Ofen zulegen. Als Einstieg (oder später als Zweitofen für Besuche bei Freunden oder im Winter) sind der Luigi und seine Nachfolger aber eine ganz ganz große Nummer.

Um diesem Bashing des Luigis (dessen Entwicklung ich so viel zu verdanken habe) und der Unwahrheit, man könne nur mit einem teureren Ofen Napoletana und Eggshell hinbekommen, etwas entgegenzusetzen, hier ein kleiner Teil der Pizzen, die ich mit dem Luigi 2023 und 2024 gebacken habe. Auf dem Handy habe ich noch zig andere ... vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen bei seiner Entscheidung. Aber merke: "nicht der Ofen macht die Pizza" 🙃 .... meine Frau meint eben: ein Steinway macht einen auch nicht zum Profipianisten.

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Bei welchen Temperaturen ( Oberhitze und Unterhitze ) backt man Tiefkühlpizza im Luigi am besten?
Mit dem vorgegebenen Programm gelingt das nicht so gut.
Ich weiß Tiefkühlpizza ist eine Todsünde, aber die Pizzaprofis sollten mich jetzt nicht gleich hauen.
 
Normale TK Pizza gar nicht, die wird im Haushaltsbackofen besser.
Echte TK Pizzen mit richtigem Pizzateig (Gustavo Gusto und ähnliches) kannst du mit Biscotto auf voller Temperatur aufbacken, wenn du sie vorher komplett auftauen lässt. Dauert dann etwa eine Minute. Beim Cordierit muss man mit der Temperatur vorsichtiger sein, sonst wird der Boden schwarz.
 
@Shroom! Allererste Sahne deine Pizzen. Da soll noch mal einer sagen dass es einen teuren Pizzaofen braucht.
Ich bin mit meinem Don Alfredo genau so zufrieden. Es kommt halt doch wesentlich auf den Teig und den Pizzabäcker an.
 
Danke dir, ja da ist was dran. Aber auf den Ofen kommt es schon auch an. Gerade bei den günstigen Öfen ist die Streuung ja recht hoch. Manche kommen gerade so auf die beworbene Temperatur, meiner hingegen liegt deutlich drüber, da habe ich also Glück.

Er ist auch über die Nutzung wärmer geworden, wahrscheinlich weil sich die Sensoren zusetzen und dann träger reagieren. Gestern hatte ich 492 Grad auf dem Biscotto. Dadurch wird das Backergebnis natürlich schöner und in letzter Zeit muss ich die Pizzen auch kaum noch drehen, was die Backzeit verkürzt (meist 2 Minuten). Nur wenn der Rand ungleichmäßig hoch geworden ist, ist das nötig.

Die Elektronik scheint die hohe Temperatur zum Glück bisher nicht zu stören. Der Ofen ist jetzt ein Jahr alt und dürfte so langsam geschätzt an die 400 Pizzen durch haben, plus gelegentlicher Einsatz zum Grillen von Gemüse, Fleisch, Würstchen, was im Pizzaofen auch ganz toll funktioniert.
 
Mal ne "blöde" Frage in die Runde: welche frische Hefe würdet Ihr empfehlen? Bisher nutze ich eigentlich nur die Aldi Hausmarke. Ein Pizza Bäcker hatte mir tatsächlich mal die von Lidl empfohlen, da komme ich aber nur schlecht hin. Hat jemand gute und günstige Vorschläge? Danke schon mal und beste Grüße! 🙂🙌
 
Allererste Sahne deine Pizzen. Da soll noch mal einer sagen dass es einen teuren Pizzaofen braucht.
Eine Unold Pizza erkennt man immer am hellen seitlichen Rand, wo die relativ kleine Heizschleife des Luigis oder Alfredos (und bauähnliche) nicht mit ihrer Hitze mehr hinkommen.
Abhilfe schafft da nur die Pizzen vom Durchmesser nicht größer als 28 cm zu machen.
Eine 32 cm Pizza wird nur oben am Rand dunkel und bleibt halt seitlich blaß.
 
Ich nehme fast immer eine frische " Biohefe" egal ob von Rewe/Edeka oder Kaufland die funktioniert bei mir immer!
Auch wenn der Ruf hier schlecht ist.
Laut meiner Info ist die Biohefe eine ganz andere Art der Produktion.
Gruß Andreas
 
Ich nehme fast immer eine frische " Biohefe" egal ob von Rewe/Edeka oder Kaufland die funktioniert bei mir immer!
Auch wenn der Ruf hier schlecht ist.
Biohefe ist halt nicht ganz so backaktiv wie die Standardbackhefe, die es bei jedem Lebensmittelhändler gibt.
Standardhefe (Name egal) ist für Pizza die beste Lösung.
Ich verwende selber nur italienische Trockenhefe und habe damit gute Ergebnisse.
Meine Caputo Trockenhefe habe ich jetzt schon fast ein Jahr im Gefrierfach und sie ist immer noch so aktiv wie am Anfang.
Ich mache aber auch regelmäßig vor der Teigherstellung einen Hefetest mit ihr (warmes Wasser mit Zucker).
 
Danke Euch! 😃👍

Die Aldi Hefe funktioniert ja auch, dachte halt, es gibt hier noch Geheimtipps oder so. Bin ja immer noch am optimieren meiner Ergebnisse, aber die Hefe hatte ich noch nicht variiert. 🤔
 
aber die Hefe hatte ich noch nicht variiert.
Die Aufgabe der Hefe ist ja auch nur, im Teig CO2 (Kohlendioxid) zu erzeugen und damit dem Teig Trieb zu geben.
Und diese Aufgabe erfüllt nun mal am besten Backhefe oder auch Bierhefe genannt.
Ach ja, eine schöne und geschmacklich wohlschmeckende Alternative, ist natürlich der Sauerteig.
Das erfordert aber einen gewissen Aufwand und vor allem Erfahrung.
 
@mfgrellen ja, aber manche machen da ja auch eine Wissenschaft draus. Oder züchten sogar eigene Kulturen. Ich hätte jetzt schon gedacht, dass es hier und da Unterschiede gibt. Meine sogar, hier im Forum auch schon darüber gelesen zu haben. Da wurde auch mal "Großmutters Hefe" oder so (oder Dr. Oetker!?) in der Art besprochen.

Hätte jetzt durchaus auch erwartet, dass evtl jemand explizit von Aldi abrät, bessere Alternativen kennt usw.

Die Lidl Hefe werde ich dann mal probieren, muss dann halt extra mal dahin. Edeka ist hier im Ort, Netto und Aldi in der Nähe. Muss also wohl doch eigene Erfahrungen sammeln. 😃

Caputo Trockenhefe hatte ich auch schon in der Hand. Aber frische Hefe erschien mir hier die bessere Wahl. Keine Ahnung...
 
ja, aber manche machen da ja auch eine Wissenschaft draus. Oder züchten sogar eigene Kulturen. Ich hätte jetzt schon gedacht, dass es hier und da Unterschiede gibt. Meine sogar, hier im Forum auch schon darüber gelesen zu haben. Da wurde auch mal "Großmutters Hefe" oder so (oder Dr. Oetker!?) in der Art besprochen
Sämtliche Hefekulturen die es beim Bäcker oder im Lebensmittelhandel in Deutschland zu kaufen gibt, entstammen dem selben Bakterienstamm der vor zig Jahrzehnten angesetzt wurde und seitdem kultiviert wird.
Anders sieht es beim Sauerteig aus, da kann man wirklich mit eigenen Ansätzen arbeiten und varieren oder eben den Sauerteig beim Bäcker seines Vertrauens holen, den dieser ganz speziell kultiviert.
 
Ich habe einen Luigi 450 und noch mit originalen Pizzastein. Wenn ich anfange, Pizza, Lahmacun und ähnliches zu backen, muss ich 5-6 Stück oder mehr machen. Die ersten ein oder zwei werden unten schön knusprig, aber dann kühlt der Stein ab und die nächsten werden unten nicht richtig durchgebacken. Ich möchte nicht lange warten und alles auf einmal fertig backen.
Ich glaube, der Heizkörper unten hat eine Leistung von etwa 600 W. Wäre es sinnvoll, einen stärkeren Heizkörper unten einzubauen, um sowohl die ersten Aufheizzeit zu verkürzen als auch die Wartezeit zwischen zwei Pizzen zu verkürzen?
Gibt es einen separaten Thermostat, der die Temperatur des unteren Steins misst und entsprechend die Stromzufuhr unterbricht? Oder gilt ein Thermostat für den gesamten Ofen?
 
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