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Weber Q1200: Grillrost rostet

Darf ich fragen, wo die Emaille abplatzt? Ich hab bei meinem Q 3200 nie ein Problem gehabt und der hat deutlich mehr Leistung als der 1200 - ebenso mit Hitzeschild usw, der Rost sah auch nach 5 Jahren noch fast so aus wie am ersten Tag.
Ich hänge mal ein paar Bilder ran.

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Also bin auch ein nörgeliger Kunde. Dass Grillroste aus Guss irgendwann rosten, ist aber schon klar, oder? An „Edelstahl“ hat man oft Flugrost. V2A dann ohnedies nicht. Eher V4A, da chloridbeständig. Kein Grund für eine Reklamation somit. Ist Guss.
 
(..)Kein Grund für eine Reklamation somit.
Doch.
Ich hätte die auch reklamiert.
Auf dieser Art von Rosten ist eine "sehr dicke" Schicht Emaille aufgebracht.
Hat man da jetzt eine Beschädigung wird sich das Emaille an dieser Stelle nach und nach verabschieden, und der Grillrost fängt auch unter der Emailleschicht an zu rosten.

Ergo.... reklamieren.

:)
 
Also bin auch ein nörgeliger Kunde. Dass Grillroste aus Guss irgendwann rosten, ist aber schon klar, oder? An „Edelstahl“ hat man oft Flugrost. V2A dann ohnedies nicht. Eher V4A, da chloridbeständig. Kein Grund für eine Reklamation somit. Ist Guss.

Wenn Du ein nörgeliger Kunde bist, dann ist das Deine persönliche Einschätzung. Ich bin zumindest kein nörgeliger Kunde, sondern jemand der ein Produkt kauft und zunächst die Beschreibung liest. Im Rahmen dieser Leistung erwarte ich ein Produkt, welches der Beschreibung und der beschriebenen Leistung entspricht. Nicht umsonst gewährt Weber auf die emaiilierten Grillrosten eine Gewährleistung und erkennt das Problem der Grillrosten an. Der Service bei Weber ist diesbezüglich sehr gut.

Das Guss rostet ist bekannt.Deshalb habe ich mich auch für die emaillierten entschieden. Aber vielleicht magst Du Keramikkrümmel am Fleisch.
 
Muss sagen das sind jetzt so kleine Stellen, das hätte ich in der Form nicht mal reklamiert.
Die „kleinen Stellen“ sind der Anfang vom Ende der Roste. Würdest Du soetwas auch bei einem Auto akzeptieren? Warum offensichtliche Mängel nicht reklamieren? Ohne Reklamation wird die Produktqualität mit Sicherheit nicht besser. Und Weber ist ja nun auch kein Schnäppchen. :rolleyes:
 
Diese Löcher sind riesig - das würde ich jetzt nicht als "kleine stellen" abtun - dass die Emaille kleine risse bekommt, die man mit freiem Auge nicht sieht und man daher trotzdem brav Ölen sollte, versteht sich von selbst.

Aber mal eine Frage: warum ist dein Rost in Seifenwasser eingelegt? Kann das ggf. die Ursache für die Abplatzer sein? Es gibt winzige Haarrisse die sich dann mit Seifenlauge füllen (die hygroskopisch ist) - augenscheinlich ist der Rost sauber und trocken, aber beim nächsten Grillen dehnt sich das Wasser unter der Emaille aus und nimmt dabei eine größere Fläche mit.

Der Rost meines Q 3200 hat nach 5 Jahren so ausgesehen - der hat, außer vor der Erstbenutzung, nie Seifenwasser gesehen.

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Diese Löcher sind riesig - das würde ich jetzt nicht als "kleine stellen" abtun - dass die Emaille kleine risse bekommt, die man mit freiem Auge nicht sieht und man daher trotzdem brav Ölen sollte, versteht sich von selbst.

Aber mal eine Frage: warum ist dein Rost in Seifenwasser eingelegt? Kann das ggf. die Ursache für die Abplatzer sein? Es gibt winzige Haarrisse die sich dann mit Seifenlauge füllen (die hygroskopisch ist) - augenscheinlich ist der Rost sauber und trocken, aber beim nächsten Grillen dehnt sich das Wasser unter der Emaille aus und nimmt dabei eine größere Fläche mit.

Der Rost meines Q 3200 hat nach 5 Jahren so ausgesehen - der hat, außer vor der Erstbenutzung, nie Seifenwasser gesehen.

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Der sieht wirklich gut aus.
Ich reinige gemäss den Pflegeanleitungen:
"Reinigen Sie alle Weber Grillroste (aus
Edelstahl, verchromt oder emailliert)
mit dem Weber Grillrost-Reiniger,
einem rauen Küchenschwamm und
heißem Wasser."
Aber du könntest recht haben. Nur müsste man dann bei der Pflegeanleitung auch darauf hinweisen.
 
ich habe einen 4 Jahre alten 1200 q. heute habe ich zum dritten Mal meine emailiebeschichteten Grillrosten bei Weber reklamiert. Im Rahmen der Garantie werde ich wieder 2 neue erhalten, aber die Lieferzeit ist erst in 6 Wochen , da die Ersatzteile seit März im Rückstand sind.
Es kann immer mal was sein mit einem Gußrost.
Aber wenn das drei mal passiert in vier Jahren, dann denke ich steht das Problem vor dem Grill ...
Sorry ... aber jetzt weis ich warum Weber so teuer ist ...
Genau wegen solchen Aktionen ...
 
Es kann immer mal was sein mit einem Gußrost.
Aber wenn das drei mal passiert in vier Jahren, dann denke ich steht das Problem vor dem Grill ...
Sorry ... aber jetzt weis ich warum Weber so teuer ist ...
Genau wegen solchen Aktionen ...
Also , ich bin eigentlich dem Forum beigetreten um festzustellen , ob jemand anderes ähnliche Probleme hat. Aber ehrlich gesagt gehen mir einige Antworten daneben. Kritik gerne aber bitte sachlich. Ich werde mich aus diesem Forum daher zurückziehen.
 
Aber wenn das drei mal passiert in vier Jahren, dann denke ich steht das Problem vor dem Grill ...

Geh bitte, das muss echt nicht sein - man kann nach besten Wissen und gewissen handeln und trotzdem was falsch machen - auch wenn man das "Problem vor dem Grill" ist, sind solche Kommentare unnötig. Du kannst nicht wissen, ob FrankW verdammt viel Pech hat oder ob andere auch dieses Problem haben und sich einfach nicht oder nirgendwo melden und Weber einfach eine Scheiss-Qualität liefert und deshalb so teuer ist, damit man die Retouren einfach abfedern kann (was ja auch eine Strategie sein kann).

@FrankW nicht entmutigen lassen, es ist tatsächlich ein außergewöhnliches Problem, welches sich nicht so einfach nachvollziehen lässt - irgendwelche unqualifizierten Kommentare einfach ignorieren :)
 
Du kannst nicht wissen, ob FrankW verdammt viel Pech hat
Sorry, aber in vier Jahren dreimal das gleiche Problem, das hat doch nichts mit Pech zu tun. Jetzt sei mal ganz ehrlich.
 
Dass das etwas schief läuft ist klar, darum wurde auch hier im Forum die Frage gestellt - aber anstatt zu helfen einfach untergriffig werden bringt hier keinen weiter.
Also gut ... ich habe meinen Q seit knapp 2 Jahren. Grille sehr viel drauf und habe absolut keine Probleme mit dem Grillrost ;)
 
Hallo,
ich habe mir vor kurzem einen Q1200 gekauft und bislang drei mal gegrillt. Auch ich verwende warmes Wasser und Spülmittel zur Reinigung der Roste weil Weber es so empfiehlt.
Weber schreibt:
"Oft entfernt man allein schon mit heißem Wasser, Spüli und einem weichen Topfschwamm mit aufgerauter Oberfläche oder aber einem Kunststoff-Spachtel die gröbsten Verunreinigungen."
Wenn der Hersteller es empfiehlt kann es doch nicht falsch sein.
Wie reinigt Ihr denn eure Roste ohne Wasser, also die emaillierten?
Ich Grille unregelmäßig und reinige die Roste nach jedem Einsatz. Ich finde diese Löcher auf den Bildern ebenfalls sehr groß und ich würde auch reklamieren.
 
Wie reinigt Ihr denn eure Roste ohne Wasser, also die emaillierten?
Ich Grille unregelmäßig und reinige die Roste nach jedem Einsatz. Ich finde diese Löcher auf den Bildern ebenfalls sehr groß und ich würde auch reklamieren.

Nach dem Grillen das gröbste mit Holzspachtel und Küchenkrepp abwischen - zusätzliches Wasser oder "Spüli" hätte ich nie gebraucht. Dann nochmal aufheizen (Brenner voll auf), bis alles verbrannt oder zumindest trocken ist und dann mit einer Drahtbürste abbürsten. Eventuelle Reste (also kleinste trockene Krümel) kann man ignorieren - beim nächsten Grillen wieder aufheizen und dann nochmal abbürsten und dann das Grillgut auflegen.

Mehr ist nicht notwendig, auch wenn Weber das anders empfiehlt - diese Empfehlung richtet sich halt an den Standard-Kunden und das ist auch nicht grundsätzlich falsch, aber idR. unnötig.

Bevor das Argument kommt "das ist nicht hygienisch" oder "schmutzig": Problem is, dass die meisten Menschen einen falschen Bezug zu Schmutz, "Grillrückständen" und "Patina" haben - oft kursiert da die Mär, dass man einen Grill nicht putzen muss und dass die Grillstreifen und das Aroma vom Fett der letzten 10 Grillsessions kommen und das finden viele grauslig. Die die andere Fraktion putzt übereifrig alles blitzeblank bis auf das strahlende Chrom wieder runter. Und das ist beides gewissermaßen Unfug

Daher die Lösung (Achtung, Wall of Text):

Die Grillstreifen kommen von der Hitze: im Grillgut verkohlen dabei verharzen Fettsäuren, Kohlehydrate karamellisieren und Proteine werden über die Maillard-Reaktion umgesetzt. Da gibt es nichts zu diskutieren, das ist so (von Fake-Grillstreifen mit Lebensmittelfarbe reden wir jetzt nicht).

Den Grill nicht reinigen und den Dreck einfach drauflassen und beim nächstem Mal einfach das Grillgut drauflegen ist in der Tat grausig und keine Option: einerseits schmeckt ranziges Fett nicht gut (auch wenn es idR. nicht gesundheitsschädlich ist) und andererseits gibt es eine Menge Dinge, die auf alten Rückständen wachsen können und sich durch Hitze nicht so einfach zerstören lassen (z.B. Giftstoffe die durch Schimmelpilze entstehen)

Daher ist es imperativ den Grill zu reinigen:

Die Frage ist aber, was ist Dreck:
Fettsäuren im Öl verharzen und bilden ein Polymer, welches nach und nach immer dunklere Schicht ("Patina") bildet - das ist vor allem bei unbehandelten Gusseisen-Rosten wichtig - bei glatt emaillierten Rosten oder Edelstahl-Rosten ist diese Schicht aber unnütz, sieht nur unschön aus. Die Schicht ist aber de facto geschmacksneutral und behindert die Funktion des Rosts nicht.

Wenn man dieses Polymer sehr stark erhitzt, zerfallen die Verbindungen in Wasserstoff, Sauerstoff und Kohlenstoff wobei der Kohlenstoff als schwarze, poröse Kruste übrig bleibt - die kann man relativ leicht abbürsten. Auch sie ist fast geschmacksneutral und nicht schädlich, verfärbt aber das Grillgut schwarz, wenn man sie nicht abbürstet.

Das dritte was auf dem Rost sein darf sind Fette die nicht ranzig werden - wenn man z.B. länger nicht grillt und ihn nicht schützen will. Hier nimmt man idR. geschmacksneutrale neutrale Öle wie z.B. Mineralöle (gibts in der Spraydose) die man dann sehr dünn auftragen kann. Habe ich selbst noch nie benötigt für den Grill, aber wenn man den Grill tatsächlich monatelang vielleicht auf der feuchten Terasse im Winter stehen hat ist das eine gute Idee.

Fazit: Mit Aufheizen und Bürste bekommt man alles weg was weg muss - mit Wasser und Spülmittel auch, aber es dauert halt länger und ist mehr arbeit. Teilweise verharztes Fett mittels Pyrolyse wegbrennen dauert ein paar Minuten, mit Wasser und Spülmittel kannst du die Roste erstmal ein paar Stunden einweichen oder ordentlich schrubben.
 
Hallo,

danke für deine sehr umfangreiche Antwort.
Ich möchte es mir so einfach wie möglich machen. Deinen Tip werde ich ausprobieren, wenn der Rost dann so sauber wird wie dein Rost auf dem Bild bin ich zufrieden.

Ich habe die letzten Male den Grill voll aufgedreht für 10 min. Dann mit der Bürste alles runter. Anschließend beide Roste in die Spüle gelegt und im warmen Wasser mit einem Schuss Spüli für 30 Min. liegen lassen. Danach liessen sich alle Rückstände mit einem Küchenschwamm entfernen ohne groß Schruppen zu müssen. Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis ohne viel Zeit investiert zu haben.
 
Alles richtig, bis auf die Mineralöle. Die gehören weder ins Essen noch auf den Grillrost oder in den Grillraum, da sie gesundheitsschädlich sind.
 
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