Zutaten

2000 g Schweizer Bergkäse wie Gomser, Tilsiter, Appenzeller oder Emmentaler,

schwarzer Pfeffer,

2000 g Pellkartoffeln,

1 Glas Gewürzgurken,

1 Glas Perlzwiebeln,

1 Glas Mixed Pickles.

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Leicht
8

Anweisungen

Haben Sie als Kind auch darüber nachgegrübelt, wie der brutzelnde Käse wohl schmeckt, den der Großvater in Johanna Spyris Roman »Heidi« seiner Enkelin servierte? Er schmeckte wie Raclette - und war auch Raclette, ein Käsegericht aus dem Schweizer Kanton Wallis. Heute essen es nicht mehr nur die Bergbauern. Selbst feinste Restaurants servieren Raclette, das ebenso ein Ess-Spaß ist wie Käsefondue. Und man sollte es ebenso in einer großen Runde (mindestens 8 Personen) genießen.

Der Name kommt übrigens von dem speziellen Messer, Raclette genannt, mit dem der geschmolzene Käse vom Stück geschabt wird. Das ist wichtig: Der Käse muss im ganzen Stück sein. Heidis Großvater steckte den Käse an einen Holzspieß und hielt ihn übers offene Feuer, bis er schmolz. (Und so kann man es auch am Lagerfeuer machen.) Heute gibt es spezielle Raclette-Öfen, die mit Holzkohle beheizt werden. Aber Sie können auch einen normalen Holzkohlengrill verwenden, vorausgesetzt, das Glutbecken ist hochstellbar.

Und nun kann es losgehen: Käse mit der Schnittfläche vor die Glut legen. Wenn der Käse zu schmelzen beginnt, wird die geschmolzene Masse mit dem Messer auf einen vorgewärmten Teller geschabt. Reichlich mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen und dem ersten Esser reichen. Dann die zweite und alle weiteren Portionen zubereiten. Jeder sollte seinen Käse sofort verzehren, denn wenn er wieder abkühlt, wird er fest und zäh und schmeckt leider nicht mehr so gut. Auf dem Esstisch stehen Schalen mit heißen, geschälten Pellkartoffeln, Gewürzgurken, Perlzwiebeln und Mixed Pickles. Vor und nach dem Essen sollte man Kirschwasser oder Birnengeist servieren, zu dem Essen einen trockenen Weißwein von der Mosel oder aus dem Elsaß. Für Rotweinfreunde sollten Sie einen fruchtigen Landwein bereitstellen. Aber auch ein gut gekühlter Rosé schmeckt dazu. Das Essen dauert etwa 2 Stunden.

Wer keinen Holzkohlengrill hat, kann auch den Elektrogrill nehmen:

Käse mit der Schnittfläche nach oben unter den Grill legen. Schmelzen lassen.

Notfalls geht auch eine Pfanne. Sie muss aber einen Deckel haben. Nur in diesem Fall wird der Käse in etwa 1 cm dicke Scheiben geschnitten. Sie werden, mit etwas verquirltem Eigelb bestrichen, in die leicht eingefettete Pfanne gegeben. Deckel drauf. Käse bei mittlerer Hitze in etwa 3 Minuten schmelzen lassen. Mit Pfeffer bestreut servieren.