Alles schön und gut, aber einige Aspekte werden hier recht unausgewogen dargestellt:
- Man muss einfach fairerweise zugestehen, dass die Ooni einen sehr einfach abzunehmenden Teigbrecher hat, man sie also je nach Einsatzzweck mit und ohne betreiben kann. Und ein Teigbrecher „zerreißt“ den Teig keineswegs, das ist frei erfunden. Es ist nachgemessen worden, dass sich die Teigerwärmung durch den Teigbrecher in de Größenordnung von 0,7° auf 20 Minuten bewegt. Wenn das im Einzelfall ein Problem ist und man keine Möglichkeit hat, sein Wasser herunterzukühlen, lässt man den Teigbrecher einfach für dieses Gebäck weg. Wobei man sich über die erforderliche Wassertemperatur immer Gedanken machen sollte. Der optionale Teigbrecher der Ooni ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal.
- Der Preis des Timers bei der Wilfa beträgt aktuell 100€. Der Timer der Ooni ist kein Stück schlechter. Preisbereinigt ist die Ooni also 300 € günstiger. Für den optimierten Knethaken - der Standardknethaken ist ebenfalls nicht besser als der Ooni - bezahlt man nochmals 100 € mehr. Der Edelstahlhaken ist nicht gegen Aufpreis zu erhalten, sondern nur zusätzlich. Und schließlich vermag ich die Kritik an der Anka nicht nachzuvollziehen (bei mir wurde übrigens nichts abgeschliffen, meine ist 10 Jahre alt), solange der Standardknethaken der Wilfa dafür bekannt ist, die Beschichtung zu verlieren. Diese Beschichtung dient dem Zweck, dem Steigen des Teiges vorzubeugen.
- Das Argument der „Unausgereiftheit“ ist aus der Luft gegriffen. Was sollen denn die systemischen Fehler bei der Ooni sein ? Richtig ist, bei der Wilfa musste konstruktiv nachgebessert werden. Das Geräusch der Ooni kann ich nur feststellen, aber nicht bewerten, solange ich die Gründe nicht kenne. Die Kenwood Maschinen sind deutlich leiser, weil sie Zahnräder aus Kunststoff im Getriebe haben. Die gerne einmal brechen. Wenn die Ooni ein reines Metallgetriebe haben sollte (??), wäre das keine schlechte Erklärung. Da kann ich bisher nur spekulieren, aber nicht bewerten.