Ich schliesse mich an. Der Spruch mit dem Atta war wirklich voll daneben.
Dafür fehlt mir jedes Verständnis. Aber es ist einfacher heutzutage so einen Spruch zu bringen als anders herum ohne direkt in eine bestimmte Ecke geschoben zu werden.
Die Reaktionen zeigen gerade das Gegenteil auf.
Es geht mir um Kritik an Teilen unserer derzeitigen "Kultur" und Lebensführung. Wenn Du diese unbedingt als amerikanisch bezeichnen willst, dann stimmt die Aussage, es sei in diesem Kontext antiamerikanisch. Ich bin hingegen der Auffassung, die Art und Weise unserer Nahrungsmittelproduktion sei in erster Linie Profit- und nicht Qualitätsorientiert. Dort setzt meine Kritik an. Das läuft in USA so, in Deutschland, und in vielen anderen Teilen der Welt.
Meine Einstellung ist nicht antiamerikanisch (der letzte Stempel von den "Customs" ist gerade mal 2 Wochen alt, und ich habe mich drüben mit vielen netten Menschen unterhalten können).
Unser Lebens- und Ernährungsstil ist ziemlich kongruent.
"Ich kauf und mag es trotzdem" beschreibt es eigentlich ganz gut:
erlaubt ist, was gefällt/schmeckt.
Das dies Blüten treibt wie inhumane Mastbedingungen, Verdienstkreuze für Geflügelmäster, Lebensmittelskandale, Degradierung von Lebewesen zu Wirtschaftsfaktoren, halte ich für völlig logisch.
Unsere, "westliche", Lebensweise geht gerade noch so gut. Früher oder später wird sich diese auch aufgrund verloren gegangener Moral als Sackgasse erweisen.
Welche erklärung gibt es denn, wie sich bei uns solche Zustände einfinden konnten? Mir fällt nur fehlende Moral und Profitgeilheit ein.
Dass andere Kulturkreise diese Lebensweise ablehnen, kann ich ein Stück weit nachvollziehen, lehne Terror aber ab.
Ist es aber nicht so, dass es zwangsläufig irgendwann zu diesem Phänomen kommen musste?
(Ich sympatisiere nicht mit Terroristen, kann aber durchaus nachvollziehen, dass wir seit 10 Jahren mit diesem Phänomen umzugehen haben, weil die Außenwirkung unseres Lebensstils schon ziemlich dekadent ist, und es nur eine Frage der Zeit war, bis irgendeiner Aufsteht und Handelt, weil er das nicht hinnehmen möchte.)
Zurück zum Fleisch:
Die Vernunft sollte zurückkehren, wenn es einen an die Fleischtheke verschlägt. Vom kategorischen Imperativ ist im Alltag wenig übrig geblieben, auch wenn es in manchen Bereichen so einfach wäre.
Ich denke, unsere Ernährungsweise ist Ausdruck unserer Lebens- und Denkweise, und welche Werte wir für Relevant betrachten. Was das für die gegenwärtig reale Ernährungssituation bedeutet, ist schon sehr traurig.