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Der Espresso-Fred

Ich glaube tatsächlich, dass ich erst mal in die Redclicks investiere.
Und wenn ich irgendwann genug vom Kurbeln habe, kommt bestimmt die elektrische Mühle.
Jetzt muss vor dem nächst größeren Invest erst mal was Espresso den Rhein runterfließen, oder so….
Weitere Versuche sind auf morgen geschoben.
Heute früh der Cappuccino ließ sich auch ohne feintuning gut trinken und heute Abend war mir echt zu spät um mit mehreren Espressi rumzuexperimentieren.
 
OMG, was hier wohl schon wieder drin ist?
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🤭
 
Da ist das CO2 im Geschmack meist noch recht deutlich wahrnehmbar, während es danach nur mehr kaum schmeckbar ist.
Ist schon Interessant
Ich nenne es "Gasig" - auch wenn Co2 absolut Geschmack- und Geruch-Los ist.

btw.
Prof. Dr. MBA Chahan Yeretzian ZHAW
Professor for Analytical Chemistry, Bioanalytical Chemistry and Diagnostics, Head of Coffee Excellence Center and Head Analytical Technologies

sagt, die ersten ca. 10 Tage (Je nach Bohne/Röstung) ist der Kaffee "instabil" wegen dem Co2 - nicht nur 2 Tage
 
Ist schon Interessant
Ja, Kaffee ist an sich schon eine hochinteressante - allerdings auch einigermaßen komplexe - Thematik... :)

Ich nenne es "Gasig" - auch wenn Co2 absolut Geschmack- und Geruch-Los ist.
Absolut geschmacklos ist es als Gas, aber auch da nicht wirklich. In wässriger Lösung schaut die Geschichte schon wieder etwas anders aus, da ist es eine mittelstarke Säure und wird als solche - entsprechend der Dissoziationskonstante je nach CO2 Konzentration - von unseren Geschmacksrezeptoren als "sauer" wahrgenommen. Wenn diese "wässrige Lösung" zufälligerweise Kaffee ist, dann wird die Geschichte noch ein wenig komplexer... :D


Prof. Dr. MBA Chahan Yeretzian ZHAW
Professor for Analytical Chemistry, Bioanalytical Chemistry and Diagnostics, Head of Coffee Excellence Center and Head Analytical Technologies

sagt, die ersten ca. 10 Tage (Je nach Bohne/Röstung) ist der Kaffee "instabil" wegen dem Co2 - nicht nur 2 Tage
Grau ist alle Theorie... :D

Im Ernst: Ja, ich weiß, solche Studien kenne ich zur Genüge. Tatsächlich ist das Freisetzen von CO2 aus der gerösteten ganzen(!) Bohne ein sehr komplexer Prozess, weil das CO2 (und die anderen Gase die bei der Röstung entstanden sind) auf unterschiedliche Art und Weise in der Bohne gespeichert bzw. gebunden sind. Und demnach unterschiedlich schnell und leicht freigesetzt werden. Tatsache ist aber auch, daß die Freisetzung von CO2 relativ einfach meßbar ist, zumindest im Vergleich zu den anderen Prozessen, die eine Veränderung der Aromen im Laufe der Zeit bewirken. Wie wir alle wissen, bedeuten zeitliche Koinzidenzen nicht notwendigerweise kausale Zusammenhänge. Was bedeutet also "instabil" wegen dem CO2 in diesem Kontext? Und im Kontext der Tatsache, daß beim Mahlen ein großer Teil des in der Bohne vorhandenen CO2 ziemlich rasch freigesetzt wird?

Soweit die Theorie.

Und nun zur Praxis: Ich röste jetzt seit fast 20 Jahren Kaffee, über 10 Jahre davon hauptberuflich. Ich habe in dieser Zeit auch die eine oder andere Tasse zubereitet und verkostet. Geröstete Kaffeebohnen sind etwas "Lebendiges", soll heißen sie verändern sich nach der Röstung von Tag zu Tag. Nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis -- und zwar deutlich wahrnehmbar, ganz ohne instrumentelle Analytik. In den ersten 3-4 Tagen verändern sie sich etwas schneller, danach etwas langsamer.

Und nach einiger Zeit sind sie dann "tot", schmecken zwar noch irgendwie nach Kaffee, haben aber so ziemlich alle subtileren Aromen verloren, die sie - gute Bohnen und gute Röstung vorausgesetzt - nach der Röstung hatten. Der Effekt ist aber nicht nur dem CO2 geschuldet, denn parallel zum Ausgasen des CO2 beginnen die Alterungsreaktionen.

Wenn man jetzt nach der Röstung ein oder gar zwei Wochen mit dem Verkosten zuwartet, verpasst man nicht nur die - m.M.n. äußerst spannende - Entwicklung der Aromenstruktur über die ersten Tage, man vergibt auch die Chance zu bemerken, daß sich auch der Extraktionsraum in dieser Zeit mehr oder weniger stark ändern kann. Beides sind m.M.n. wertvolle Schritte in dem Prozess Kaffee kennen und - ein Stück weit - verstehen zu lernen.
 
sondern dann H2CO3
Ist weder in wässriger Lösung noch in Kaffee wirklich zutreffend. Die pH-Abhängigkeit der Dissoziation wäre ebenfalls noch zu berücksichtigen.

Wenn wir den "Smarty-Pants-Mode" beiseite lassen würden, könnten wir uns eventuell auf eine Formulierung wie von mir oben verwendet:
Da ist das CO2 im Geschmack meist noch recht deutlich wahrnehmbar,
einigen. Ich denke da wissen wir alle was gemeint ist, Chemiker und Nicht-Chemiker gleichermaßen. :)

:prost:
 
Ich muss mich mal zitieren; aus dem Brühkaffeefred:
Es scheint die Natur aller Internetforen zu sein, dass sich die einfachsten Sachen der Welt bis zum unlösbaren extrem komplizierten Problem entwickeln. :D

Ich glaube ich habe die Lust am Kaffee verloren, das ist mir viel zu komliziert, das werde ich im Leben nicht verstehen.
Morgen früh starte ich den Tag mit Birnenschnaps.:muhahaha::glucker:

Das soll aber kein Gemecker sein, es ist interessant, ich verstehe nur nix. :lach:
Ich googel aber fleissig.
 
Ich muss mich mal zitieren; aus dem Brühkaffeefred:


Das soll aber kein Gemecker sein, es ist interessant, ich verstehe nur nix. :lach:
Ich googel aber fleissig.
Du bringst es auf den Punkt, man kann aus allem eine Wissenschaft machen!

Solange mir mein Kaffee /Espresso schmeckt, ist es mir schnurz, ob der noch ausgast, sich CO2 oder H2CO3 in wässriger Lösung bindet...
 
Solange mir mein Kaffee /Espresso schmeckt, ist es mir schnurz, ob der noch ausgast, sich CO2 oder H2CO3 in wässriger Lösung bindet...
Mache ich auch so.
Mir schmeckt das Zeug das ich fabriziere, ich lese aber auch gerne die Theorien und überprüfe dann soweit möglich, ob ich das auch feststellen kann.
Das mit dem Ausgasen schmecke ich nicht, ich sehe aber beim Brühen (Im Filter nicht im Siebträger) das ganz frischer Kaffee blubbert, alter nicht mehr.

Ich schmecke aber verschiedene Mahlgrade, Wassertemperaturen (also nicht den Unterschied zwischen 94,6°C und 94,8°C), Stärke des Anpressens....
 
Mein erster Latte Macchiato mit dem neuem Siebträger.
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Das war die beste Latte seit langem.
Und es ist erst Tag zwei, da ist noch viel Luft nach oben.
Da kommt kein vollautomat mit.
 
Du bringst es auf den Punkt, man kann aus allem eine Wissenschaft machen!

Solange mir mein Kaffee /Espresso schmeckt, ist es mir schnurz, ob der noch ausgast, sich CO2 oder H2CO3 in wässriger Lösung bindet...

Nun ja...
da gebe ich dir bedingt Recht. Das trifft meist zu, wenn man sich mit dem zufrieden gibt, was aus der Maschine rauskommt. Aber du wirst villeicht schon gemerkt haben, dass die Einstellung der Mühle über die Dauer des Verbrauchs des jeweiliges Kaffeepaketes meist immer wieder etwas modifiziert werden muss. Es sei denn, es ist einem völlig egal, ob der Espresso in 15, 25 oder 30 Sekunden durchläuft.

Wenn du die Beiträge von Walter @DarkRoast liest ist das meist erst mal etwas "strange". Bei mir dauert das meist auch immer etwas, bis das sackt, ich das Thema ggf. nochmals lese, weiter vertiefe. Es hilft mir aber dann immer ungemein zu verstehen - was die Ursache sein kann, wenn etwas nicht so funktioniert.

Viele der hier besprochenen Themen werden aber überhaupt erst zum Problem, wenn man mit entsprechenden Equipment herangeht und selbst entsprechend kritisch ist.

Früher hätte ich auch gesagt: "Ja mein Gott, dann ist der Kaffee halt abgelaufen, den kann man doch deswegen immer noch trinken." Das stimmt zwar, aber ich habe mir abgewöhnt, große Vorräte zu bunkern. Ganz einfach deswegen, eben weil die Qualität der Bohnen stetig abnimmt. Je nach Sorte kann es sein, dass du schon nach wenigen Wochen gar keinen gescheiten Espresso mehr zusammenbringst.

Ich versuche es aber an der Stelle einigermaßen einfach zu halten und nicht ein komplettes "Fass" aufzumachen. Sonste müsste ich wohl den Kaffee 250g weise ständig frisch vom Röster holen und würde mich genötigt sehen ggf. in weiteres Equipment zu investieren. Trotzdem sollte man so was einfach im Hinterkopf behalten, denn es hilft einem oft zu verstehen, warum es nicht läuft, wenn es nicht läuft...
 
Aber du wirst villeicht schon gemerkt haben, dass die Einstellung der Mühle über die Dauer des Verbrauchs des jeweiliges Kaffeepaketes meist immer wieder etwas modifiziert werden muss. Es sei denn, es ist einem völlig egal, ob der Espresso in 15, 25 oder 30 Sekunden durchläuft.
Natürlich, da hast du recht, ich stelle die Mühle so ein, dass ein Espresso in ca. 25sec durch den Siebträger läuft. Hier kommt es mir aber nicht auf die Zehntelsekunde an. Bis jetzt hab ich mit kleineren Einstellungen guten Espresso/Kaffee usw. für mich hin bekommen...
bei 90°C ?
interessant
Ich hab nichts von 90°C geschrieben, ich hab lediglich ein paar Beispiele aufgezählt die mich nicht interessieren.
Ich bin der Meinung, man muss das Alles nicht so eng sehen und auch kein Chemiestudium absolvieren um zu einem trinkbaren Getränk zu kommen.
 
Aktueller Stand:

18,5 : 42 g
33 sek
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(keine Sorge, die Tasse war sauber. Sind „Transportspuren“ und Spritzer aus der Brühung)

Hatte nach Pucksichtung erst befürchtet, dass er zu sauer wäre.
77AF5511-036D-48BD-8006-D71093949898.jpeg


Aber die „Kanäle“ am oberen Rand gingen nicht durch, wie der ausgeschlagene Puck zeigt.
04E64A50-41F2-41B3-9D78-7D9965BEE8BD.jpeg


und das Verhältnis in/out passte ja auch.

Schmecken tut er mittlerweile mindestens so gut wie beim normalen Italiener.

Aber irgendwann zieht auch eine andere Mühle ein….
Da geht noch was.

:anstoޥn:

PS: GöGa will keinen Cappuccino mehr aus dem KVA. :v:
 
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